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Perleberg BI informiert über Einwendungen gegen Deponie in Luggendorf
Lokales Prignitz Perleberg BI informiert über Einwendungen gegen Deponie in Luggendorf
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00:32 29.06.2019
Quer durch die Gemeinde Groß Pankow machen Einwohner deutlich, dass sie keine Deponie wollen. Quelle: Stephanie Fedders
Groß Pankow

Im Kampf gegen die geplante Mülldeponie in Luggendorf hat eine entscheidende Phase begonnen. Die Mitglieder der Bürgerinitiative sind dabei, Anwohner zu mobilisieren, um möglichst viele Einwendungen gegen das Vorhaben zu erheben.

Gut besuchte Veranstaltung zum Vorgehen gegen die Deponie

In einer gut besuchten Versammlung in der Turnhalle der Groß Pankower Grundschule fand ein intensiver Austausch zum weiteren Vorgehen statt. Caroline von Wolff, Sprecherin der Bürgerinitiative „Schutz statt Schutt – gegen die Deponie in Luggendorf“, freute sich nicht nur über die Resonanz – an die 90 Interessierte waren gekommen. Sie erblickte auch Teilnehmer aus Helle oder Mesendorf, die nicht unmittelbar in der Nähe des für die Deponie vorgesehenen Geländes wohnen. „So viel Solidarität ist schon toll“, sagte von Wolff.

Gut eineinhalb Stunden dauerte die Veranstaltung, die in erster Linie dazu diente, die Prignitzer mit dem Prozedere und den Rechtsvorschriften des Einspruchsverfahrens vertraut zu machen. Die Vorgehensweise wird durch das Verwaltungsverfahrensgesetz des Landes Brandenburg vorgegeben. Damit keiner durch die vielen Paragraphen abgeschreckt wird, leistet die Bürgerinitiative Unterstützung.

Viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit haben die BI-Mitglieder bereits investiert, um sich bis ins Detail mit der Materie zu beschäftigen und sich die Kenntnis zu erwerben, von der jetzt die Einwohner profitieren.

Tipps für die Einwendungen gegen die Deponie

Auf der Internetseite www.luggendorf.de gibt es einen Leitfaden für die Einreichung der Einwendungen. Sie können sich beispielsweise gegen Emissionen durch den Lkw-Verkehr wie Lärm und Feinstaubbelastungen richten, gegen die Bedrohung der Artenvielfalt oder das erhöhte Verkehrsaufkommen. Die Planunterlagen liegen noch bis zum 2. Juli in der Verwaltung Groß Pankow aus.

Egal, welche Argumente ins Feld geführt werden, für Caroline von Wolff wäre die Genehmigung der Deponie gleichbedeutend mit der Abnahme an Lebensqualität in der Prignitz. „Die Attraktivität der Region würde leiden, Groß Pankow als Wohnort kaputt gemacht“, prophezeit die Bullendorferin, die bei der Kommunalwahl in die Gemeindevertretung von Groß Pankow gewählt wurde.

Bis zum 5. August müssen die Einwendungen in der Gemeindeverwaltung Groß Pankow oder beim Landesamt für Umwelt vorliegen. Diese Frist gibt der Gesetzgeber vor. Caroline von Wolff hofft, dass möglichst viele eine Stellungnahme abgeben. „Die Bürger müssen verstehen, dass es ihre einzige Chance ist, sich einzubringen“, erklärt von Wolff.

Wer sich persönlich informieren möchte oder noch Fragen hat: Am 4. Juli (17 bis 19.30 Uhr) und am 25. Juli (14 bis 16.30 Uhr) bietet die Bürgerinitiative im Ocumed-Gästehaus der Augenklinik in Groß Pankow ihre Hilfe an.

Von Stephanie Fedders

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