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Perleberg City und Keimzeit: Mal rockig mal balladesk
Lokales Prignitz Perleberg City und Keimzeit: Mal rockig mal balladesk
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17:43 10.06.2018
City spielte in Quitzow. Quelle: Jens Wegner
Perleberg

„Zum ersten Mal sind wir hier in Perleberg. Wir haben für euch ein Sommerset zusammengestellt. Ich hoffe, dass es euch gefällt”, sagte Norbert Leisegang, Sänger der Band Keimzeit und begrüßte damit die Gäste, die am Sonnabend zum Konzert von Keimzeit und City auf das Open-Air-Gelände an der Bundesstraße 5 im Perleberger Ortsteil Quitzow gekommen waren.

Die noch aus DDR-Zeite bekannten Bands City und Keimzeit begeisterten am Sonnabend auf dem Open-Air-Gelände im Perleberger Ortsteil Quitzow hunderte Fans.

Die Besucher hatten es sich gemütlich gemacht. Sie saßen auf Decken im Gras oder hatten sich Campingstühle mitgebracht. Vor der Bühne hatten sich die harten, überwiegend weiblichen Fans versammelt.

Keimzeit begeisterte sowohl mit rockigen Songs als auch mit Balladen voller Poesie und Tiefgang, ob mit „Kling Klang”, „So” oder anderen Stücken. „Ich bin jetzt 57 Jahre alt geworden. Die Band steht seit 35 Jahren auf der Bühne”, sagte Leisegang rückblickend und erinnerte sich an ein Stück, dass er mit Anfang 20 schrieb, ein Blues den er und seine Mannen den Konzertbesuchern zu Gehör brachten.

Die Massen jubeln

Nach einer kurzen Umbaupause ging es weiter mit City, die in ihrem erste Stück von einer Leuchtspur durch die Zeit sagen. „Wir haben unsere Kalender durchforstet und konnten es kaum fassen. Wir waren noch nie in Perleberg. Es ist unglaublich. Aber heute sind wir endlich hier”, sagte Toni Krahl und die Massen jubelten. „Das ist das erste Konzert ohne den ganzen Ballast, den wir seit Monaten mit uns rumschleppen und unsere Freunde von Keimzeit, dieser ganz entspannten Band, sind auch hier”, freute er sich.

Sie spielten einen Mix aus neuen und alten Liedern und ein Querschnitt aus den 1980er Jahren die Toni Krahl toll fand. Bei „Wand an Wand” besuchte City Norbert Leisegang auf der Bühne, um mitzusingen, so wie es Toni Krahl vorher bei Keimzeit tat. Zu dem Kernstück des neuen Albums „Das Blut so laut” sagte Toni Krahl: „Wir haben unseren alten Song Unter der Haut nochmal neu aufgenommen. Der Text hat jetzt einen anderen Sinn. Der Refrain passte aber. Also haben wir ihn unverändert übernommen.”

Das wichtigste im Leben, besonders in den Zeiten wie diesen, in denen die Hasspeitschen knallen, sei die Liebe, so Krahl. Als Botschaft dafür spielten sie „Kinder (Sind so kleine Hände)” von Bettina Wegner.

Coversong „Was wollen wir trinken“

Ein weiterer Coversong war „Was wollen wir trinken (7 Tage lang)” von den Bots. Nach einigen Zugaben, zu denen sich City nicht lang bitten ließ, kam natürlich am Ende „Am Fenster”. Schon beim ersten Gitarrenriff brach großer Jubel beim begeisterten Publikum los.

Die Stimmung an diesem Abend war entspannt. Dazu trug sicher auch die heimeligen Atmosphäre auf dem Gelände bei. Die Musiker waren sichtlich gut drauf. Sie unterhielten sich bereitwillig mit den Gästen und gaben Autogramme.

Glasklarer Sound, jeder Ton sitzt

Der glasklare Sound begeisterte und jeder Ton saß. Wer nicht da war, war selber Schuld. Das dachten sich auch Astrid Wilhelmi und Sebastian Seidel aus Perleberg. Sie gehörten zu den hunderten Perlebergern die zum Konzert kamen. „City kennt man ja von früher. Keimzeit kannte ich nicht so, außer ihr Stück Kling Klang. Es ist ein schöner Abend. Ich genieße es, wenn mal was los ist in der Gegend. Im vergangen Jahr als Karat hier auftrat, war ich auch schon hier”, sagte Astrid Wilhelmi.

„Ein bisschen wenig Leute sind hier, schade.”, bedauerte sie. Die Eintrittskarte hatte sie von ihrem Nachbarn Sebastian Seidel geschenkt bekommen. „Wenn so was hier stattfindet muss man auch hingehen”, meinte er.

Von Jens Wegner

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