Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Perleberg Denkmalpflegepreis: Die Prignitz hat drei Asse im Ärmel
Lokales Prignitz Perleberg Denkmalpflegepreis: Die Prignitz hat drei Asse im Ärmel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:53 27.06.2019
Gelungenes Beispiel eines sanierten Industriedenkmals, die Pritzwalker Tuchfabrik. Quelle: Stephanie Fedders
Anzeige
Pritzwalk

Wenn es um die Verleihung des Brandenburgischen Denkmalpflegepreises geht, hat der Landkreis immer gut abgeschnitten. Auch für den aktuellen Wettbewerb macht sich die Prignitz wieder Hoffnung auf eine Auszeichnung und hat gleich drei Bewerbungen eingereicht.

Landrat Uhe unterstützt die drei Bewerber

Im Rennen sind die Tuchfabrik Pritzwalk, der Deichhof in Garsedow und die Kirche in Rosenhagen. Drei ganz unterschiedliche Projekte und Träger, die auf die Rückendeckung des Landkreises bauen können – Landrat Torsten Uhe hat die Bewerbungen jeweils durch ein Unterstützerschreiben begleitet.

Anzeige

Am 15. Mai war Fristende für die Einreichungen, jetzt heißt es warten, bis die aus Experten bestehende Jury ihr Urteil gefällt hat.

Der Deichhof Garsedow, zwischen Elbe und Karthane gelegen, ist ein denkmalgeschützter Vierseithof aus dem 19. Jahrhundert vor den Toren Wittenberges, der seit 2014 nach aufwändigen Umbaumaßnahmen als Pension genutzt wird und das touristische Angebot in der Prignitz bereichert.

Kirche Rosenhagen ist bereits Preisträger

Neue Nutzungsmöglichkeiten hat auch die Feldsteinkirche im Perleberger Ortsteil Rosenhagen für sich erschlossen – durch den viel gelobten Neubau des Turmes. Ganz aus Holz und mit Multifunktionsraum sowie sanitären Einrichtungen ausgestattet.

Auch die Kirche in Rosenhagen ist im Rennen um den Denkmalpflegepreis 2019. Quelle: Kerstin Beck

Anerkennung dafür gab es vor wenigen Wochen bereits durch einen Preis der Wüstenrot Stiftung. Für ein überzeugendes Konzept und den damit verbundenen Impulsen für die Gemeinde.

In diese Liga reiht sich die Tuchfabrik in Pritzwalk nahtlos ein. In sieben Jahren – von 2011 bis 2018 – ist es allen Beteiligten gelungen, den markanten Bau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts mit Leben zu erfüllen. „Industrieruinen gibt es viele. Entscheidend ist, etwas daraus zu machen“, sagt Pritzwalks Bauamtsleiter Halldor Lugowski und verweist auf die Kombination aus Wohnen, Kultur und Bildung.

Tuchfabrik Pritzwalk Vorbild in Sachen Öffentlichkeitsarbeit

Eine umfangreiche Dokumentation, die die Stadt als Grundlage für eine Broschüre über die Tuchfabrik nutzen will, zeugt vom Aufwand der Sanierungsarbeiten und den Umgang der Stadtverwaltung mit der Baustelle. Die wurde mit schöner Regelmäßigkeit für die Bevölkerung geöffnet und die somit „von Anfang an mitgenommen“, erklärt Lugowski.

Ein Aspekt, von dem sich die Stadt Pluspunkte erhofft und an dem sie auch weiterhin festhält. Der 8. September ist bereits reserviert für die Teilnahme am bundesweiten Tag des offenen Denkmals. Die nächste Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Vielleicht öffnen sich dann die Türen zu einem Preisträger?

Von Stephanie Fedders