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Perleberg EU-Fördermittel für die Prignitz werden knapp
Lokales Prignitz Perleberg EU-Fördermittel für die Prignitz werden knapp
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00:21 21.03.2019
In Brügge gibt es mit der Persius-Kirche und dem Dorfgemeinschaftshaus zwei Beispiele, wie EU-Fördermittel den ländlichen Raum positiv beeinflussen. Quelle: Stephanie Fedders
Perleberg

Von der Kita bis zur Kirche, vom Konzept bis zum Klassenraum – viele Projekte und Baumaßnahmen in der Prignitz sind in den vergangenen Jahren dank finanzieller Unterstützung aus der Europäischen Union umgesetzt worden. Wer diese Hilfe in Anspruch nehmen will, muss sich aber beeilen: Die aktuelle Förderperiode endet im kommenden Jahr und auch das Geld wird knapp.

16,9 Millionen Euro sind für die Prignitz vorgesehen

Sieben Jahre, von 2014 bis 2020, umfasst der aktuelle Zeitrahmen, in dem Geld aus dem Topf des Europäischen Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (Eler) für das Leader-Programm zur Verfügung gestellt werden. Die Prignitz als eine von 14 Leader-Regionen in Brandenburg erhielt insgesamt 16,9 Millionen Euro. Der Großteil ist bereits ausgegeben oder verplant, so dass aktuell nur noch zwei Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Der Weg zum Geld ist mit einigen Herausforderungen gepflastert. Daher gibt es in Perleberg das Regionalmanagement der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Storchenland Prignitz. Susanne Dorow und Corinne Wilsky sind Ansprechpartnerinnen und erste Anlaufstelle für alle, die sich um Fördermittel bemühen.

Zwölf Jahre dauert die Fördermittelbindung

Aufklärung steht an erster Stelle, denn es gibt viele Aspekte, die Interessierten erst im Laufe eines Gespräches die Augen öffnen. Dazu gehört beispielsweise die Zweckbindungsfrist von zwölf Jahren. So lange muss das Projekt mit Leben erfüllt werden, sonst droht die Rückzahlung der Mittel. „Ein Punkt, an dem manche sagen, dass sie dann doch lieber keine Förderung in Anspruch nehmen“, berichtet Susanne Dorow aus Erfahrung.

Wer sich davon nicht abschrecken lässt, muss als erstes sein Projekt einreichen, das dann in einem Auswahlverfahren bewertet und im Idealfall für die Antragstellung ausgewählt wird. Dafür bleiben dann drei Monate Zeit. Der Prozess bis zur Genehmigung kann sich bis zu einem Dreivierteljahr hinziehen. „Vor der Bewilligung darf man nicht beginnen“, erklärt Susanne Dorow. Das gilt für Privatpersonen, Vereine und Kommunen gleichermaßen.

Um den Zeitrahmen bis Ende nächsten Jahres einzuhalten, sind voraussichtlich nur noch drei Termine für Projektauswahlverfahren vorgesehen: 24. Mai, 25. Oktober und 31. Januar 2020.

154 Vorhaben wurden bislang positiv bewertet

Im Juni 2015 fand der erste der so genannten Ordnungstermine statt. Zuletzt wurden am 1. Februar dieses Jahres acht Projekte ausgewählt. Insgesamt wurden durch den ­15-köpfigen Berat in den vergangenen vier Jahren 154 Vorhaben positiv bewertet. 96 Projekte aus der Prignitz haben bislang eine Bewilligung durch das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung in Neuruppin erhalten.

Wie die ländlichen Räume nach 2020 unterstützt werden, dazu gibt es noch keine verbindlichen Aussagen aus Brüssel. Die Auswirkungen des Brexit müssen im Haushalt der EU berücksichtigt werden. Großbritannien gehört zu den größten Nettozahlern und wird nach dem Austritt eine Lücke in den Etat reißen, die durch die verbliebenen 27 Mitglieder gestopft werden muss. „Die Leader-Förderung soll wohl weiter gehen“, sagt Susanne Dorow. „Offen ist allerdings unter welchen Bedingungen.“

Von Stephanie Fedders

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