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Perleberg Keine Tätergruppen in Perleberg
Lokales Prignitz Perleberg Keine Tätergruppen in Perleberg
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02:18 28.05.2018
Die Einsatzzahlen gehen allmählich zurück.
Die Einsatzzahlen gehen allmählich zurück. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Perleberg

28 Einsätze zählt die Polizei in der Prignitz in 24 Stunden. Doch die Einsatzzahlen sind allgemein leicht rückläufig. So gab es im vergangenen Jahr nur noch 3452 Fälle im Polizeirevier Perleberg von Gumtow bis nach Karstädt, 172 weniger als noch vor fünf Jahren. Frank-André Radloff vom Polizeirevier Perleberg stellte am Donnerstag die aktuelle Sicherheits- und Unfallsituation in der Stadtverordnetenversammlung vor allem für die Stadt Perleberg dar.

„Mit wesentlich weniger Potenzial haben wir eine höhere Aufklärungsquote“, so Radloff. Über 70 Prozent aller Fälle können seitens der Polizeibeamten aufgeklärt werden. Das ist überdurchschnittlich und liege vor allem daran, dass es in der Prignitz keine direkten oder reisenden Tätergruppen gibt. Im vergangenen Jahr gab es in Perleberg zudem keine Straftaten wie Mord oder Totschlag.

Rohheitsdelikte und Gewaltstraftaten nehmen vorwiegend zu und bilden mit Diebstahl und Sachbeschädigungen den größten Teil an Einsatzfällen in der Rolandstadt. Von insgesamt zwei Gewalttaten im Stadtgebiet war eines mit Todesfolge.

Insgesamt gab es in Perleberg 498 Tatverdächtige, davon sind etwa drei Viertel Männer. „Nichts ungewöhnliches“, so Frank-André Radloff. Etwa 15 Prozent sind nicht-deutsche Tatverdächtige. „Eine verschwindend geringe Zahl bei 2043 registrierten Bürgern“, sagt der Polizist. Schließlich zählen dazu auch doppelte Staatsbürgerschaften. Im Wahljahr seien auch die 108 politisch motivierten Straftaten nichts Außergewöhnliches.

Bei den Verkehrsunfällen waren vorwiegend Vorfahrtsfehler die Unfallursache. „Geschwindigkeit spielt immer weniger eine Rolle“, so Radloff. „Zudem verursachen junge Fahrer immer weniger Unfälle als ältere.“ Insgesamt gab es 571 Unfälle, davon etwa ein Viertel mit Wild. 46 Personen wurden dabei verletzt. „Seit 2016 hatten wir keine Unfalltoten mehr zu beklagen“, resümiert Frank-André Radloff. Unfallschwerpunkte sehe er im Stadtgebiet auch nicht, lediglich konzentrierte Stellen, wo es häufiger kracht.

Von Marcus J. Pfeiffer

28.05.2018
27.05.2018