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Perleberg Erste Ideen für Aktivitäten am Königsgrab in Seddin
Lokales Prignitz Perleberg Erste Ideen für Aktivitäten am Königsgrab in Seddin
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16:25 11.02.2020
Am Königsgrab in Seddin ist noch viel Eigeninitiative gefragt, wenn man sich für die Grabungen interessiert. Quelle: Stephanie Fedders
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Seddin

Ein Anfang ist gemacht. Auf Einladung der Groß Pankower Verwaltung traf sich eine große Gruppe Interessierter, die das Königsgrab von Seddin neben den Ausgrabungen wieder mehr in den Fokus rücken will.

Ingo Frahm gab den Anstoß für die Initiative

Den Anstoß hatte Ingo Frahm im August vergangenen Jahres gegeben, als gerade eine dreiwöchige Grabungskampagne Seddin in das Interesse der Öffentlichkeit rückte. Der Vorsitzende der Groß Pankower Gemeindevertretung stellte die Frage in den Raum, was man unternehmen könne, damit das Grab besser wahr genommen wird.

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Der Eingang zu einer der Grabkammern in Seddin. Quelle: Stephanie Fedders

Es geht um die Wiederbelebung von Aktivitäten, die mit dem Niedergang des Kulturvereins Stepenitztal vor fast sechs Jahren ein Ende fanden. Jetzt soll ein neuer Anlauf unternommen und ausgelotet werden, wer bereit wäre, sich zu engagieren.

Bei Bauamtsleiter Karsten Lehmann laufen die Fäden zusammen, er gab dem ersten Treffen eine Struktur. Ausgangspunkt war die Frage, was außerhalb der Grabungen angeschoben werden könnte. „Dazu haben wir alle Themen und Interessen abgeklopft“, berichtet Lehmann, der an die 30 Teilnehmer begrüßen konnte.

Drei AGs sollen Projekte vorschlagen

Die Vertreter aus der Verwaltung und dem ehrenamtlichen Bereich haben sich als erstes das Ziel gesetzt, Arbeitsgruppen zu bilden. Drei Bereiche sollen so mit Leben erfüllt werden. Verständigt haben sich alle auf AGs zu den Themen Führungen, Vermarktung und eine verbesserte Wahrnehmung vor Ort.

Archäologe Immo Heske erklärt Kindern einen der Funde beim Tag der offenen Grabung im September 2019. Quelle: Stephanie Fedders

Renate Groenewegen hat angeboten, sich um die Führungen vor Ort zu kümmern. Sie will sich zeitnah mit den Mitgliedern der AG treffen und kann sich vorstellen, im Sommer erste Termine anzubieten. Sie freut sich über die Resonanz und ist guter Dinge, dass bald konkrete Vorschläge auf dem Tisch liegen. „Die Sache nimmt Fahrt auf“, sagt Groenewegen.

Hier könnte auch der Tourismusverband Prignitz ins Spiel kommen und über seine Medien Veranstaltungen in Seddin bewerben. „Wo wir unterstützen können, sind wir dabei“, sagt Jeannette Küther, stellvertretende Geschäftsführerin des Verbandes. Aktiv vermarktet wird Seddin bereits im Zusammenhang mit den zentralen archäologischen Orten in der Prignitz.

Im März sollen die Grabungen in Seddin weiter gehen

Karsten Lehmann geht auch davon aus, dass Führungen rund ums Königsgrab am schnellsten umgesetzt werden können. Am meisten Aufwand wird nach seiner Einschätzung die Organisation von Veranstaltungen mit sich bringen. Ob die Wiederbelebung der „König-Hinz-Performances“ gewollt ist, ist noch offen.

Jens May, Bodendenkmalpfleger für die Prignitz, der auch an dem Treffen teilnahm, freut sich, dass „die Gemeinde vorneweg gegangen ist“. Gefragt seien aber auch die Bürger vor Ort. „Die Initiative muss aus der Region kommen“, betont May. Sollte „König Hinz“ als Kunsterlebnis auferstehen, hat er eine Bitte aus Sicht der Denkmalschützer: „Wir wünschen uns eine anspruchsvolle Veranstaltung.“

Anspruchsvoll bleibt auf jeden Fall die wissenschaftliche Arbeit. Im März ist die nächste Grabung vorgesehen.

Wer Interesse hat, in einer der AGs mitzuarbeiten, kann sich bei Karsten Lehmann melden. Telefon: 033983/78923; Mail: karsten.lehmann@grosspankow.de

Von Stephanie Fedders

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