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Perleberg Fontane zum Auftakt des Quitzöbeler Kunstsommers
Lokales Prignitz Perleberg Fontane zum Auftakt des Quitzöbeler Kunstsommers
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13:40 30.06.2019
In keinem guten Zustand: Schloss Quitzöbel. Fotos (2): Quelle: Stephanie Fedders
Quitzöbel

Es hätte ein langer Abend werden können in der Dorfkirche Quitzöbel. Natürlich positiv gemeint, bot doch das Thema der Auftaktveranstaltung des Kunstsommers genügend Stoff.

Hans-Peter Jakobson erfreut über viele Gäste

Hans-Peter Jakobson, der mit seiner Frau Monika seit vier Jahren das Dorfleben um hochkarätige Kulturevents bereichert, wählte Fontane, um den man im Jahr seines 200. Geburtstages selbst in der Prignitz nicht herumkommen kann.

Manfred Nebelin las aus Fontanes „Fünf Schlösser“. Quelle: Stephanie Fedders

Jakobson nutzte seine Verbindungen nach Gera ein weiteres Mal und lockte Caliope Braumann-Badea, Violinistin des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera, sowie Felix Friedrich, Organist der Altenburger Schlosskirche, an die Elbe.

Eine Kombination, die ihr Publikum fand. „Ich bin wirklich begeistert, wie viele gekommen sind“, freute sich Jakobson und stellte beim Blick durch die Bankreihen fest: „Eine tolle Mischung aus Quitzöbelern und neuen Gästen.“

Manfred Nebelin hat reichlich Fontane im Gepäck

Die Stücke, für die sich die Musiker entschieden hatten, stammten aus Fontanes Zeit. Gemeinsames Markenzeichen: „Romantischer Charakter und gefühlvoller Ausdruck“, erklärte Caliope Braumann-Badea dem Publikum.

Mit Romantik war es jedoch vorbei, als Manfred Nebelin seinen Fontane auspackte, fünf dicke Bücher mit beiden Händen hochhob und sich mit einem Lächeln an die Gäste wandte: „Ich habe viel vor. Hoffentlich haben sie sich Stullen mitgebracht.“

Quitzöbeler Schloss im Dornröschenschlaf

Schnell kam Nebelin auf das Thema, das Fontane 1887 nach Quitzöbel lockte: Die Geschichte der Familie von Quitzow, verewigt in seinem Band „Fünf Schlösser“. Das dramatische Ende Dietrich von Quitzows, 1593 erschlagen von Landsknechten, lebendig vorgetragen von Nebelin, hatte plötzlich nichts mehr mit Romantik zu tun.

Wer nach dem Konzert einen Abstecher zum Schloss machte, dessen Vorgängerbau Stammsitz derer von Quitzow war, findet heute ein verwildertes Gelände und ein Haus im Dornröschenschlaf vor. Das ist eine andere Geschichte und genug Stoff für einen weiteren Kunstsommer.

Von Stephanie Fedders

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