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Perleberg Frank Döring kehrt seiner Partei den Rücken zu
Lokales Prignitz Perleberg Frank Döring kehrt seiner Partei den Rücken zu
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00:27 25.02.2019
Frank Döring Quelle: Stefan Peglow
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Perleberg

Frank Döring ist aus seiner Partei ausgetreten. Das Oberhaupt des Perleberger Stadtparlaments kehrte der Partei Die Linke den Rücken. Das gab er am Donnerstagabend persönlich im öffentlichen Teil der Stadtverordnetenversammlung bekannt. Somit ist er auch nicht länger Mitglied der stimmenstärksten Fraktion der Stadt.

Zu den Hintergründen wollten zum jetzigen Zeitpunkt weder Frank Döring selbst, noch die Fraktion Stellung beziehen. „Das muss nicht kommentiert werden“, so Döring. Als Grund für seinen Rückzug nannte Thomas Domres, Vorsitzender der Fraktion Die Linke, persönliche Gründe und kündigte weiter Mitteilungen und Informationen an.

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Vorerst keine Neubesetzung seines Amtes

„Wir akzeptieren, das jeder seine Partei frei wählen darf“, sagt Domres. Auf das Vorschlagsrecht für einen neuen Vorsitzenden für die Stadtverordnetenversammlung haben er und alle Mitglieder der Fraktion verzichtet. Als stimmen­stärkste Fraktion in der Perleberger Stadtverordnetenversammlung wäre das durchaus der normale Lauf der Abfolge zur Wahl gewesen. Damit wollen die Linken ein langes Prozedere vermeiden, „zum Wohle der Stadt“, wie Thomas Domres sagt. „Es gibt wichtigere Dinge mit denen wir uns beschäftigen sollten.“

Einer der Gründe, warum die Partei nicht auf das Prozedere pocht, ist auch die anstehende Kommunalwahl am 26. Mai, in der auch die Mitglieder des Stadtparlaments neu gewählt werden. Bis dahin wird die Perleberger Stadtverordnetenversammlung nur noch drei Mal tagen. Bei diesen Sitzungen wird Frank Döring seine Position weiterhin fraktionslos besetzen. Wie es danach weitergeht, liegt ganz in den Händen der Wählerschaft. Ob Frank Döring neue politische Ziele verfolgen will, ließ er am Donnerstag noch offen.

Vorsitzender des SSV Einheit Perleberg

Bis vor einem Jahr war er zugleich Vorsitzender des SSV Einheit Perleberg. Nach über zehn Jahren legte er unter anderem wegen seiner Arbeit als Stadtverordnetenvorsitzenden und der verbundenen Belastung im März vergangenen Jahres das Amt nieder.

Von Marcus J. Pfeiffer