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Perleberg Freie Wähler wollen ins Stadtparlament
Lokales Prignitz Perleberg Freie Wähler wollen ins Stadtparlament
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20:42 24.05.2019
Maik Tesch, Kandidat der Freien Wähler Perleberg. Quelle: privat
Perleberg

Es war der große Coup gleich zu Beginn des Wahlkampfes: Die von den Freien Wählern landesweit geforderte Abschaffung der Straßenausbaubeiträge wurde von der Koalition in Potsdam in Aussicht gestellt  Ein großer Erfolg für die Freien Wähler, wie diese auf ihren Plakaten vermerken. Doch war damit auch ihr bester Wahlkampfschlager erst einmal abgeräumt.

Ergo: „Wir müssen mehr bieten als nur Straßenausbaugebühren“, sagt Maik Tesch. In Perleberg sollte das ihm und seinen Mitstreiterinnen nicht schwer fallen. Schon seit Jahren gibt es in der Rolandstadt eine aktive Truppe um Kati Beier, Leiterin der Freien-Wähler-Gruppe in Perleberg,, die sich in das Stadtgeschehen einmischt und das künftig auch im Stadtparlament tun will. Dort hinein zu kommen wird dennoch nicht leicht, zumal mit Fred Fischers Stadtwächtern eine andere parteiunabhängige Gruppe, mit allerdings eher linkerem Profil, antritt.

„Anständige Alternative“ in Perleberg

Tesch erinnert daran, dass die freien Wähler sich auch schon beim Thema Kreisgebietsreform in die Diskussion eingemischt haben, und bietet seine Gruppe als die „anständige Alternative“ an. In Perleberg ist Tesch der Hahn im Korb zusammen mit fünf Kandidatinnen, unter anderem Kati Beier.

Perleberg als Kreisstadt solle wieder vorangebracht werden, formuliert Tesch. Insbesondere geht es um das Wohl der Kinder in der Stadt, die Belebung des Tourismus und den Breitband-Ausbau sowie den Erhalt von Gemeindehäusern in den Ortsteilen. Und vor allem geht es den Freien Wählern um Bürgernähe.

Sammelbecken für Kandidaten ohne Parteibuch

Auch wenn die Freien Wähler von anderer Seite mittlerweile schon als „Partei“ angesehen werden, so sind sie vor dieser Wahl tatsächlich flächendeckend zum Sammelbecken vieler geworden, die Kommunalpolitik mitgestalten, aber dafür nicht auf einer Parteienliste antreten wollen.

Das bestätigt auch zum Beispiel Petra Friese, die in Pritzwalk antritt: „Es ist eine Personalwahl“, sagt sie. Allein für den Kreistag haben sich 36 Kandidatinnen und Kandidaten bereit gefunden, unter ihnen auch solche, die bereits Verantwortung in den Kommunen und Kommunalparlamenten tragen.

Von Bernd Atzenroth

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