Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Perleberg Fünf neue Windräder für Söllenthin
Lokales Prignitz Perleberg Fünf neue Windräder für Söllenthin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:04 02.04.2019
Im Plattenburger Ortsteil Söllenthin sollen fünf neue Windräder gebaut werden. Quelle: Andreas König
Kletzke

Die monatelange Ausein­andersetzung um den geplanten Windpark in Söllenthin hat zu einem Ergebnis geführt, mit dem Investor, Verwaltung und Gemeindevertretung gut leben können. Alle Beteiligten einigten sich auf den Abschluss eines städtebaulichen Vertrages, der die Bedingungen für den Neubau von Windenergieanlagen an der Grenze zur Gemeinde Gumtow regeln soll. Dafür gaben die Gemeindevertreter auf ihrer jüngsten Sitzung grünes Licht.

Engagierter Plattenburger Ordnungsausschuss

Mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen zeigt das Prozedere, dass dieser Entscheidung voran ging, wie wichtig das Engagement der Lokalpolitiker sein kann und welche Bedeutung der Arbeit in den Fachausschüssen zukommt. Hätte, wie in diesem Fall, der Plattenburger Ausschuss für Ordnung, Soziales und Umwelt nicht so engagiert um ein Mitspracherecht der Gemeinde gekämpft, wäre es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis die Firma Windenergie Wenger-Rosenau vom Landesumweltamt den im Dezember – an der Gemeinde vorbei – eingereichten Antrag für den Bau neuer Anlagen genehmigt bekommen hätte.

Jetzt aber zeigte der Vorschlag des Ordnungsausschusses, mit einem selbst finanzierten Bebauungsplan doch noch Einfluss zu nehmen, Wirkung. Unmittelbar vor der Sitzung trafen sich Bürgermeisterin Anja Kramer und Kämmerin Katrin Gerloff sowie die Gemeindevertreter Karsten Krüger, Andreas Wilde, Christopher Teschner und Rainer Schneewolf mit Investor Christian Wenger-Rosenau, um nach einer Alternative zu den bisherigen Plänen zu suchen.

Bei 229 Metern Höhe soll Schluss sein

Die Runde einigte sich auf Eckpunkte eines städtebaulichen Vertrages zwischen der Gemeinde und dem Investor und stellte die Inhalte in der Gemeindevertretung zur Abstimmung. Nach der mehrheitlichen Zustimmung sprach Bürgermeisterin Anja Kramer von einem „guten Kompromiss“, mit dem alle Beteiligten leben können. „Wir haben das erreicht, was zu erreichen war“, betonte Rainer Schneewolf, Vorsitzender des Ordnungsausschusses.

Schriftlich festgehalten werden sollen in dem Vertrag unter anderem folgende Punkte: Maximal dürfen fünf Anlagen aufgestellt werden, die allesamt nicht höher als 229 Meter sein werden. Zwischen den neu geplanten Anlagen und bereits vorhandenen Windrädern im Bereich Görike soll aus Gründen des Landschaftsschutzes eine entsprechende Lücke gelassen werden. Und die Anwohner bekommen Mitspracherecht bei den Ausgleichsmaßnahmen.

Anja Kramer ist froh, dass sich alle Akteure noch einmal in Ruhe mit der Situation beschäftigt haben. Derzeit arbeitet die Verwaltung einen Vertragsentwurf aus, der dann von einem Juristen auf Herz und Nieren geprüft wird. „Vor der Kommunalwahl wird es noch ein Treffen der Gemeindevertreter geben und der Vertrag beschlossen“, erklärt die Bürgermeisterin.

Antrag nach Bundesimmissionsschutzgesetz wird zurückgezogen

Noch in der Sitzung bekräftigte Investor Christian Wenger-Rosenau, dass er nach Abschluss des Kontraktes mit der Gemeinde den Antrag nach Bundesimmissionsschutzgesetz beim Landesumweltamt zurückziehen wird. Diese Aussage haben die Gemeindevertreter genau registriert. „Es ist wichtig, jetzt alles in trockene Tücher zu bekommen“, bekräftigte Rainer Schneewolf, der im Nachhinein stolz sein darf auf seine Mitstreiter im Ausschuss, die sich diesen Erfolg zu einem großen Teil auf ihre Fahnen schreiben dürfen.

Am Ende kann auch die Verwaltung froh sein, dass ein Bebauungsplan vom Tisch ist. Die Vorfinanzierung wäre für die klamme Gemeinde ein großer Kraftakt geworden.

Von Stephanie Fedders

Internationale Studios werden beim Tattoo-Wochenende am 13. und 14. April im Hotel Deutscher Kaiser ihr Können zeigen. Tätowierer Thomas Kreutzmann feiert ein Doppeljubiläum und will gleichzeitig die Feuerwehr unterstützen.

05.04.2019

Die SPD-Fraktion fordert von der Stadt Perleberg die Benennung konkreter Ziele für den Kultur- und Tourismussektor. Die Stadtverordneten beschließen anstatt eines Entwurfs die Erarbeitung von Eckpunkten.

05.04.2019

Erst bekamen sich ein Ehepaar in die Haare, dann schlug der betrunkene Mann seiner Frau mit der Faust ins Gesicht. Die Polizei musste kommen.

01.04.2019