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Perleberg Gemeindevertreter wollen bessere touristische Vermarktung des Königsgrabes von Seddin
Lokales Prignitz Perleberg Gemeindevertreter wollen bessere touristische Vermarktung des Königsgrabes von Seddin
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12:23 30.08.2019
Von den aktuellen Grabungen in Seddin ließ sich auch der RBB anlocken und schickte eine Reporterin (links). Der Beitrag wurde am Dienstag in den Nachrichten gesendet. Quelle: Stephanie Fedders
Groß Pankow

Groß Pankows Bürgermeister Marco Radloff fürchtete schon, den öffentlichen Teil der ersten Sitzung des Hauptausschusses ohne nennenswerte Beiträge beenden zu müssen. Doch dann gab der zuvor von den sechs Mitgliedern erneut zum Vorsitzenden gewählte Verwaltungschef selbst die Vorlage zu einer Diskussion über ein Thema, das derzeit geradezu danach verlangt: Das Königsgrab von Seddin und seine touristische Vermarktung.

Wie kann das Königsgrab touristisch stärker vermarktet werden?

Radloff berichtete dem Gremium ausführlich von den derzeitigen Untersuchungen unweit des Grabhügels, dem großen Interesse nicht nur der Wissenschaft, sondern auch der Prignitzer, die doch ein wenig stolz sein können auf das, was da über viele Jahre bereits erforscht wird und international Aufmerksamkeit erregt. Er lud die Ausschussmitglieder ein, sich selbst beim Tag der offenen Grabung am 5. September ein Bild zu machen.

Ingo Frahm hatte das gedanklich bereits gemacht und stellte die Frage in den Raum, was die Gemeinde unternehmen könnte, um Seddin touristisch weiter zu entwickeln. „Als Anlaufpunkt wird es zu wenig wahr genommen“, sagte Frahm, der entsprechende Aktivitäten vermisst und sich Akzente von der Verwaltung wünscht.

Marco Radloff bekräftigte, dass die Gemeinde Impulse liefern könnte, man sei aber immer auch auf Akteure und Ansprechpartner vor Ort angewiesen.

Bauamtsleiter Karsten Lehmann wies darauf hin, dass es den Verein nicht mehr gibt, der vor Jahren die so genannten „König-Hinz-Performances“ organisiert hatte. Er sprach von einer freiwilligen Aufgabe der Gemeinde, regte aber an, sollten mehrere Gemeindevertreter dafür sein, eine Projektgruppe zu initiieren.

Seddin ist eine von mehreren Attraktionen in Groß Pankow

Das Signal kam dann von Ausschussmitglied Annett Röhl (Die Linke). Sie habe sich bereits mit Gemeindevertreter Jost Löber unterhalten und auch mit dem Ortsbeirat gesprochen, die beide Interesse gezeigt haben. „Ich würde mich auch engagieren“, sagte Röhl.

Auch der Blick über Seddin hinaus auf weitere touristische Anlaufpunkte und Anknüpfungspunkte in der Gemeinde spielte im Ausschuss eine Rolle. Ingo Frahm nannte die Beispiele Lindenberg mit der historischen Kleinbahn Pollo und Groß Woltersdorf mit Waldlehrpark und Sommerrodelbahn. Karsten Lehmann ergänzte um Schloss Wolfshagen, ein weiteres Aushängeschild in der Gemeinde.

Für Ingo Frahm stellt sich nach der ersten Debatte die Frage, wo die Gemeinde hin will. „Wir haben keine große industrielle Basis. Wenn wir sagen, wir wollen den Tourismus entwickeln, müssen wir die Sache angehen. Seddin ist einzigartig.“

Von Stephanie Fedders

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