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Perleberg Gesucht: Ein Konzept zur Vermarktung Prignitzer Produkte
Lokales Prignitz Perleberg Gesucht: Ein Konzept zur Vermarktung Prignitzer Produkte
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00:28 27.06.2019
Knieperkohl - eines von vielen regionalen Produkten aus der Prignitz. Quelle: Stephanie Fedders
Pritzwalk

Der Auftakt zur Umsetzung eines Vermarktungskonzeptes für regionale Produkte der Prignitz ist erfolgt. Vor einigen Tagen traf sich die Lenkungsgruppe in Pritzwalk auf dem Gelände der Heidelbeerplantage, um die ersten und nächsten Schritte auf dem Weg von der Theorie in die Praxis zu besprechen.

Initiator ist die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Storchenland Prignitz, die für dieses Projekt EU-Fördermittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raumes (ELER) einsetzen kann. Finanziert wird damit die Arbeit der CIMA Beratung und Management Gesellschaft aus Lübeck, die den Prozess moderieren und das Konzept erstellen wird.

Bessere Vermarktung und Logistik

In der Lenkungsgruppe finden sich Akteure aus den Bereichen Landwirtschaft und Produktion, Tourismus, Wirtschaft, Kreisverwaltung und Unesco-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe wieder. Sie wollen den Grundstein dafür legen, wie man gemeinsam an einer besseren Vernetzung, Vermarktung und Logistik arbeiten kann.

Mit dabei ist Jean Duwe von der Neudorfer Fleischerei, die in der vergangenen Saison erstmals die Vermarktung des Knieperkohls übernommen hat. „Alle haben den Wunsch, dass wir eine einheitliche Regionalmarke aufbauen“, sagt Duwe nach dem ersten Treffen.

Standort für einen Regionalladen oder -markt

Nachgedacht werde auch, ob es für einen Regionalmarkt oder einen Regionalladen einen geeigneten Standort gebe. Jean Duwe bringt zudem die Idee der Gründung einer Genossenschaft ins Spiel, die als Grundlage für eine künftige gemeinsame Vermarktung dienen könnte.

Großes Interesse an dem Thema hat auch der Tourismusverband Prignitz, der ja auf seiner Internetseite bereits Tipps für Hofläden und zu Erzeugern regionaler Produkte gibt. „Da haben wir schon Vorarbeit geleistet“, sagt Geschäftsführer Mike Laskewitz, der der Lenkungsgruppe angehört.

Verweis auf die Regionalinitiative Prignitz-Ruppin

Er möchte auf dem Weg der Umsetzung gerne an Initiativen aus dem Nachbarkreis anknüpfen und verweist auf die Aktivitäten der Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg (REG) in Neuruppin, die 2016 die Regionalinitiative Prignitz-Ruppin gegründet hat. Hier arbeiten Erzeuger, Verarbeiter und Gastronomen zusammen.

Bis es in der Prignitz soweit sein könnte, sind jetzt erst mal die Mitarbeiter der CIMA am Zug. Um mögliche Grundlagen für Organisation und Finanzierung auszuloten, „werden sie in den nächsten Wochen Expertengespräche führen“, kündigt Susanne Dorow, Regionalmanagerin der LAG Storchenland Prignitz, an.

Bis zum Frühjahr dauert die Umsetzungsphase

Geplant sind zudem Workshops und Befragungen sowie die Einrichtung einer eigenen Internetseite für das Projekt. Die soll bis spätestens Anfang August freigeschaltet und offen sein für alle, die sich einbringen möchten. „Auf einer Karte kann jeder sein eigenes Angebot eintragen“, erklärt Dorow.

Bis Frühjahr kommenden Jahres dauert die Umsetzungsphase des Projektes. Daher soll der Konzeptentwurf bis Februar vorliegen, kündigt Susanne Dorow an. Bis dahin müssen sich alle Beteiligten überlegen, wie es danach weitergeht. Damit der Sprung von der Theorie in die Praxis auch gelingt.

Von Stephanie Fedders

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