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Perleberg Festlicher Auftritt zwischen den Feiertagen
Lokales Prignitz Perleberg Festlicher Auftritt zwischen den Feiertagen
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18:40 30.12.2018
Beeindruckend war der "Weihnachtschor" beim gestrigen Perleberger Weihnachtsgottesdienst mit Mitwirkenden aus Berlin, Stuttgart und der Prignitz. Quelle: Kerstin Beck
Perleberg

Es sollte ein normaler Weihnachtsgottesdienst sein, am gestrigen ersten Sonntag nach dem Christfest, wie die exakte Bezeichnung im evangelischen Kirchenjahr lautet. Er war es auch, aber dann auch wieder nicht, denn erstens sollte ein „Wunschkonzert“ der Perleberger Gemeinde mit eingebaut werden, und zweitens wurde eigens dazu noch ein „Weihnachts-Chor“ aus der Taufe gehoben.

Besonders festlich klang das "Nunc dimittis" während der Predigt. Hier saß der Chor auf seinen Plätzen. Quelle: Kerstin Beck

Wie einfach so etwas ist, war von einem Stuttgarter Mitsänger zu erfahren, der aber seinen Namen nicht nennen wollte: „Die Superintendentin hat alle, von denen sie wusste, dass sie die Weihnachtszeit in Perleberg verbringen werden, per Mail dazu eingeladen und ihnen die Lieder zugeschickt. So haben wir gestern Abend die erste und einzige Probe abgehalten und uns heute morgen nur kurz eingesungen.“

Und es waren immerhin 21 sangesfreudige Damen und Herren, denen man jedoch sofort anmerkte, dass sie Chorerfahrungen mitbrachten, gekommen. Der wohl versierteste von ihnen, Johannes Wauer aus Wittenberge, meinte fröhlich: „Ich mache so etwas das erste Mal mit, aber es ist eine schöne und interessante Ergänzung dieses Gottesdienstes.“

Ganz ohne Chorleitung

So waren von den Sängerinnen und Sänger, die übrigens auch ganz ohne Chorleitung stimmlich klar und sauber und in erster Linie eindrucksvoll agierten, eine Reihe Lieder wie „Ehre, Ehre sei Gott in der Höhe“, „Hört der Engel helle Lieder“ oder Bachs „Gloria in excelsis Deo“ zu hören.

Besonders festlich klang das während der Predigt gesungene „Nunc dimittis“. Dieser auf Latein verfasste Lobgesang des Simeon stammt aus einem biblischen Bericht, nach dem ein alter Mann namens Simeon im Jesuskind den erwarteten Messias erkennt und damit die Erfüllung einer Vorhersage. Nach dieser Verheißung solle er erst sterben können, nachdem er den Messias gesehen hatte.

Es trat auch ein "Laienquartett" aus Berlin auf mit Susanne Arbeiter (Viola), Heike Willms und Michaela Krause (Violine) sowie Calle Overweg (Cello) (v. l. n. r.). Quelle: Kerstin Beck

Das waren jedoch alles liturgische Weisen. Zu den „Wunschkonzert-Liedern“ gehörten das Adventslied „Tochter Zion, freue dich“ sowie das dem Kirchenlieddichter Friedrich Spee zugeschriebene und nahezu 500 Jahre alte „Zu Bethlehem geboren“.

Und dann gab es noch eine Überraschung, denn es gastierte zudem ein Berliner „Laienquartett“ mit Susanne Arbeiter (Viola), Heike Willms und Michaela Krause (Violine) sowie Calle Overweg (Cello), welches das Interludium aus dem 3. Streichquartett des russischen Komponisten Alexander Glasunov zu Gehör brachte.

Zum letzten Mal war die Krippe neben dem Altar zu sehen. Sie steht nun - und während der kommenden Epiphanias-Zeit - im Vorraum der Kirche. Quelle: Kerstin Beck

„Er war eigentlich kein Kirchenmusiker, so ist es eine Besonderheit, dass wir dieses Stück hier spielten“, verriet Susanne Arbeiter, die auch noch mehr erzählte: „Wir kommen seit zehn Jahren in die Prignitz, aber nicht nach Perleberg, sondern nach Neuhausen. Dort üben wir immer in aller Ruhe, und geben dann am Neujahrstag in der dortigen Schlosskapelle um 15 Uhr ein kleines Konzert.“

Und dann musizierte auch noch die Perleberger Kantorin Dorothea Uibel, die aber nicht auf der „Bühne“ zu sehen war, sondern hinter der Orgel saß und von Frieda Hartmann (Flöte) begleitet wurde. Und hier waren gleich mehrere Sätze von Johann Sebastian Bachs Sonate C-Dur zu hören.

Und wenn es auch nur wenige Wunschlieder gab - den Mitwirkenden hatte der Auftritt zwischen den Feiertagen wohl die allermeiste Freude bereitet, denn schließlich hatte alles bestens geklappt.

Von Kerstin Beck

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