Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Perleberg Grahlplatz in Perleberg: Nur noch wenige Schritte bis zur Sanierung
Lokales Prignitz Perleberg Grahlplatz in Perleberg: Nur noch wenige Schritte bis zur Sanierung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:03 17.10.2019
32 Grabmale liegen auf dem Friedhof, die saniert und deren Inschriften lesbar gemacht werden sollen. Quelle: Stephanie Fedders
Perleberg

Noch sind auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof in Perleberg keine Veränderungen zu sehen. Doch im Hintergrund laufen die Vorbereitungen für die geplante Sanierung auf Hochtouren. Nach Erstellung eines Gutachtens und der Kostenermittlung folgen jetzt die Abstimmungen mit der Unteren Denkmalschutzbehörde beim Landkreis. Dann kann es losgehen.

Letzte Ruhestätte für sowjetische Soldaten

Die Anlage auf dem Grahlplatz wurde nach Kriegsende 1945 zur letzten Ruhestätte für sowjetische Soldaten und besteht aus 32 Grabmalen, zwei weiteren Gräbern im Eingangsbereich sowie einer Stele in der Mitte, die saniert werden sollen. Das gilt auch für die Einfriedung und das Eingangstor.

Welche Schritte notwendig sind, um die Bausubstanz zu erneuern und altersbedingte Spuren zu beseitigen, geht aus einem Gutachten hervor, dass die Stadt Perleberg im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben hat. Im Bauamt laufen für das Projekt die Fäden zusammen.

Eingang zur Kriegsgräberstätte. Quelle: Stephanie Fedders

Viel Arbeit werden die Grabsteine erfordern, die aus drei verschiedenen Arten Betonguss hergestellt worden sind. Bis 1997 standen die Steine, wurden dann aber hingelegt, da sie Vandalismus ausgesetzt waren. Ähnlich sollen sie auch nach der Sanierung gelagert werden. Zudem werden die Tafeln überarbeitet und die Schrift lesbar gemacht.

Russische Botschaft beteiligt sich an den Kosten

Nicht nur an der Finanzierung sind mehrere Partner beteiligt. Auch die Errichtung einer neuen Tafel erfolgt in Kooperation. Im Eingangsbereich sollen darauf die Namen der hier begrabenen Soldaten aufgeführt werden. Dafür erfolgt derzeit die Recherche, an der Stadt, Landkreis, das Landesinnenministerium und die russische Botschaft in Deutschland beteiligt sind.

Letztere trägt auch einen Teil der Kosten in Höhe von 10 000 Euro. Veranschlagt sind rund 200 000 Euro für die Realisierung, die komplett das Land übernimmt. Die Stadt Perleberg finanziert die Kosten vor.

Von Stephanie Fedders

Die Hüllen sind gefallen: Das denkmalgeschützte Haus in der Perleberger Schuhstraße 23 ist nach Sanierung und Sicherung nicht mehr wieder zu erkennen. Jetzt sucht die Stadt nach einer Nutzungsmöglichkeit und ist offen für Ideen.

16.10.2019

Ein Plus bei der Kartoffel, ein dickes Minus beim Raps: Der Kreisbauernverband Prignitz blickt mit sehr gemischten Gefühlen auf die diesjährige Erntebilanz. Nicht nur das trockene Wetter bereitet sorgen...

15.10.2019

Auf dem Weg zu einer besseren Vermarktung regionaler Produkte aus der Prignitz hat die heiße Phase begonnen. Analyse und Workshop liegen hinter den Beteiligten. Jetzt werden die Kenntnisse zusammengefasst. Im Februar muss ein Konzept vorliegen.

14.10.2019