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Perleberg Gasalarm: Ammoniak strömt in Perleberger Großfleischerei aus
Lokales Prignitz Perleberg Gasalarm: Ammoniak strömt in Perleberger Großfleischerei aus
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18:47 22.02.2019
Die Feuerwehr schlägt das Ammoniak mit Wasser nieder. Quelle: Feuerwehr Perleberg
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Perleberg

Zu einem Gasalarm in Perleberg sind am Freitag gegen 13.22 Uhr zehn Ortsfeuerwehren mit etwa 50 Leuten ausgerückt. Bei der Großfleischerei Vion war Ammoniak ausgeströmt.

Anwohner der umliegenden Ortschaften sollten Fenster und Türen geschlossen halten, gab die Feuerwehr einen Warnhinweis raus: Es bestehe zwar keine akute Gefahr, doch der Geruch sei doch deutlich spürbar.

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Niemand wurde verletzt

Die Einsatzleute mussten zunächst den Einsatzort sichern und die Mitarbeiter evakuieren. Das war laut Information aus der Feuerwehrregionalleitstelle gegen 14.30 Uhr abgeschlossen. Niemand sei verletzt. Zu keiner Zeit waren Personen außerhalb des Werkes gefährdet gewesen. Wenn in dieser Hinsicht Anlass zur Sorge bestanden hätte, wäre sofort eine Gefahrenmeldung rausgegangen, so die Information aus der Leitstelle.

Reparatur des Lecks

Zehn Ortswehren waren mit circa 50 Leuten und ihrer Technik zur Fleischerei Vion nach Perleberg geeilt. Quelle: Feuerwehr Perleberg

Um die Gefährlichkeit des Gases einzudämmen, wurde es mit Wasser niedergeschlagen, wie der Pressesprecher der Perleberger Feuerwehr, Uwe Schleich, es bezeichnete.

Geruch ist auch in den umliegenden Orten zu spüren

Kreisbrandmeister Volker Lehmann teilte gegen 15.15 Uhr mit, dass die Feuerwehr versuche, das Leck zu schließen. „Um die Arbeit in dem Unternehmen fortführen zu können.“ Für die Reparatur stand technisches Personal des Betriebes zur Seite.

Die Sache ist damit aber längst nicht erledigt. „Wir müssen die Gefahr erstmal provisorisch eindämmen“, sagte Lehmann. Eine Spezialfirma müsse sich dann um die endgültige Reparatur kümmern.

Gefährlich: Ammoniakdämpfe wirken schon in geringer Konzentration reizend, in höherer Konzentration ätzend. Insbesondere die Schleimhäute der Atemwege und der Augen werden angegriffen.

Das Gas kommt in Kälteanlagen der Lebensmittelindustrie zum Einsatz.

Von Andreas Röhl