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Perleberg Hand in Hand in Perleberg
Lokales Prignitz Perleberg Hand in Hand in Perleberg
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00:20 30.12.2018
30. Januar: Die Freimaurer wollen zurück in die Region; Beginn einer Veranstaltungsreihe im ehemaligen Perleberger Logenhaus, heute Freizeitzentrum „Effi“. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Perleberg

„2018 lohnt es sich zu sagen: Wir haben viele Dinge das erste Mal gemacht“, betont Bürgermeisterin Annett Jura und blickt auf die letzten zwölf Monate zurück. Sie ist begeistert von der großartigen Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung, zu den Stadtverordneten und mit den Bürgern. Dabei war es ein Jahr voller Premieren. Die Stadt hat sich ausprobiert und neue Traditionen geschaffen.

Geburtsbaum beim Kinder- und Tierparkfest

Der Kindertag war erst zwei Tage her, da gab es schon wieder ein großes Fest für die Kleinen Anfang Juni. Tiere gucken und Spaß haben war beim Tierparkfest in Perleberg angesagt, das vor allem auf die junge Zielgruppe setzt. Zum ersten Mal pflanzte Bürgermeisterin Annett Jura zusammen mit Tierparkleiter Michael Niesler einen Geburtsbaum.

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05.06. – Erster Geburtsbaum wird beim Perleberger Tierparkfest gepflanzt Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Er diene vor allem als symbolischer Willkommensakt für alle frischgebackenen Eltern, die im Jahr zuvor ein Kind bekamen. Mit dieser neuen Tradition soll die Stadt noch familienfreundlicher werden. „Wir wollen uns für die nächsten Generationen sorgen und uns dafür einsetzen, dass sie hierbleiben können“, blickt Annett Jura zurück und ruft schon jetzt alle neuen Eltern auf, auch sich im nächsten Jahr daran zu beteiligen.

Stadt nahm am Stadtradeln teil

Drei Tonnen an Kohlenstoffdioxid sparten die Perleberger binnen drei Wochen im Juni ein. Möglich machte das die Aktion Stadtradeln im Juni dieses Jahres, woran sich die Verwaltung erstmals beteiligte. 183 aktive Radler fuhren 18.177 Kilometer mit ihrem Fahrrad ganz nach dem Motto „Ich gib Gas – Ich fahr Rad“ und taten so was für ihre Gesundheit, aber auch für die Umwelt.

06.06. – Perleberg nimmt erstmals an der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“ teil. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Elf Kommunen nahmen in Brandenburg in der gleichen Kategorie wie Perleberg, gemessen an der Größe der Stadt, teil. Die Rolandstadt belegt den fünften Platz. In der Bewertung der gefahrenen Kilometer pro Einwohner sogar den vierten. In der Gesamtwertung liegt Perleberg auf Platz 323. Die aktivsten Radler wurden von der Stadt ausgezeichnet.

Fachtagung der Lotte Lehmann Akademie

Binnen vier Podiumsdiskussionen drehte sich an zwei Tagen im November alles rund um die Nachwuchsförderung im Operngesang. Die Lotte Lehmann Akademie in Perleberg hatte zu einer Fachtagung eingeladen. Über 20 nationale und internationale Experten waren der Einladung anlässlich zum großen Jubiläumsjahr von Lotte Lehmann – 130. Geburtstag und zehnte Akademie – gefolgt.

17.11. – Fachtagung der Lotte Lehmann Akademie. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

„Es gab einen erfolgreichen Rückblick und eine positive Auswertung. Wir wissen aber auch, was wir besser machen können“, so die Bürgermeisterin bei ihrem Jahresrückblick. Auch hier soll es eine Fortsetzung geben. Aktuell seien sich die Initiatoren aber noch bei dem Zeitintervall unentschlossen.

Schulcontainer an der Geschwister-Scholl-Schule

Viel geschafft hat die Verwaltung auch in Hinsicht auf die Bauvorhaben, auch wenn es beispielsweise mit dem Kasültenplatz, Rückschläge gab: Die Berliner Straße und die Beguinenwiese sind fast fertig, die erste Phase läuft im Hagen, ein Multifunktionsgebäude steht auf dem Jahnsportplatz, im Ortsteil Lübzow ist die obere Dorfstraße fertig und die Geschwister-Scholl-Schule hat Schulcontainer bekommen. Letzteres wird aber auch 2019 noch von sich reden machen. „Der Anbau an die Grundschule ist eines der wichtigsten Bauvorhaben“, blickt Annett Jura voraus.

05.09. – Schulcontainer an der Geschwister-Scholl-Schule werden feierlich eingeweiht. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Im kommenden Jahr wird wieder gefeiert: Das Rolandfest steht unter dem Motto „Feuer und Flamme“ ganz im Zeichen des 150. Geburtstages der Freiwilligen Feuerwehr. Im gleichen Atemzug richtete die Bürgermeisterin einen großen Dank an die ehrenamtlichen Helfer. „Der Dienst für die Allgemeinheit ist keine Selbstverständlichkeit“, sagt sie und bezieht sich dabei vor allem auch auf die große Trockenheit im Sommer und den vielen Einsätzen auch über die Stadtgrenzen hinaus.

Bürgersprechstunden sind voller Erfolg

Positiv blickt Frank Döring, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, auf die Tätigkeit des Stadtparlaments zurück. „Es herrscht eine vernünftige Arbeitsatmosphäre, das war nicht immer so“, bemerkt er. Den Angeordneten gehe es vorrangig um die Stadt und nicht um die eigenen politischen Interessen. Das will er auch für 2019 mitnehmen und betonte damit auch die im Mai anstehenden Kommunalwahlen. „Ich würde mir wünschen, wenn sich jüngere Menschen an der Stadtpolitik beteiligen würden“, so Döring. Gerade jetzt, wo die Stadt mit der Änderung ihrer Hauptsatzung den Weg für einen Kinder- und Jugendbeirat ebnete.

25.04. – Kreisverkehr in der Berliner Straße für den Fahrzeugverkehr wieder freigegeben. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Ein Stück einzigartig sieht Frank Döring die von ihm und der Bürgermeisterin angebotenen Bürgersprechstunden, die sich auch 2018 weiter etablierten. Dieses Angebot der Bürgernähe sei auch ohne Anmeldung möglich. „Hier und da hätte ich mir noch mehr Besucher erhofft, ich würde es aber immer wieder machen“, lobt Frank Döring die Aktion, gleichermaßen auch die Bürgermeisterin. Dabei seien immer wieder positive Ergebnisse erzielt worden, denn nur so erfährt Verwaltung und Politik, was den Bürgern am Herzen liegt und welche Ideen und Vorschläge zu Verbesserungen sie haben.

Von Marcus J. Pfeiffer

25.12.2018
26.12.2018