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Perleberg Infoabend über Denkmal für Gottfried Arnold
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00:27 27.06.2019
Von der Krämerstraße aus kommend soll das Denkmal direkt vor der Sankt Jacobi Kirche seinen Platz finden.
Von der Krämerstraße aus kommend soll das Denkmal direkt vor der Sankt Jacobi Kirche seinen Platz finden. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Perleberg

„Es ist ein unheimlich interessanter Mensch“, sagte Architekturkritiker und Stadtplaner Dieter Hoffmann-Axthelm im Januar in Perleberg, als er zum ersten Mal den Stadtverordneten sein Projekt „Ein Denkmal für Gottfried Arnold“ vorstellte. Gemeinsam mit dem Künstler Thomas Richter trat er damals an die Stadtverwaltung heran.

Nun sind die Ideen und Planungen weiter voran geschritten, worüber die Stadt bei einem Museumsabend informieren will. Dieter Hoffmann-Axthelm und Thomas Richter werden am Dienstag um 19 Uhr im Stadt- und Regionalmuseum nochmals ihre Projektidee und das Modell des Gottfried-Arnold-Denkmals vorstellen.

Spendenaufruf für das Projekt

Gemeinsam wollen sie mit den Einwohnern ins Gespräch kommen, mit ihnen diskutieren und für das Denkmal werben. Beide werden einen Spendenaufruf für ihr Projekt starten und die Stadt wird über die Bürgerbeteiligung informieren. Gleichzeitig erläutert Pfarrerin Verena Mittermeier die Bedeutung Arnolds für die Kirchengeschichte.

Für Dieter Hoffmann-Axthelm gehört Gottfried Arnold zur deutschen Kultur und Geschichte und auch zu Perleberg. Er ging aus seiner Sicht aufrecht, aber auch streitbar durchs Leben, in seinen Gedanken soll er dennoch modern gewesen sein und sei immer noch nicht vergessen, das mit dem Denkmal zu seinen Ehren auch so bleiben soll.

Denkmal an der Sankt Jacobi Kirche

Gottfried Arnold war nicht nur sieben Jahre lang Pfarrer in der Rolandstadt, sondern trug auch zur Reformation der hiesigen Schule bei. Er ließ das Schulgebäude in der Puschkinstraße erbauen. Zuvor unterrichteten die Lehrer in einem Turm inmitten der Stadtmauer. Für das neue Anwesen wurden aber keine Gelder der Stadt ausgegeben.

„Gottfried Arnold ließ das Schulgebäude über freiwillige Spenden finanzieren und genauso wollen wir auch sein Denkmal umsetzen“, erzählte Dieter Hoffmann-Axthelm bei der ersten Vorstellung des Projektes. Es soll schon bald dort stehen, wo Gottfried Arnold förmlich zu Hause war – an der Sankt Jacobi Kirche, direkt an der Einmündung zur Krämerstraße, wo einst der Eingang zur Sakristei war.

Fragen zu den Kosten

Das Ehrenmal soll aber nicht einfach nur mit einer Tafel und den Daten abgetan sein. „Der Mann soll wieder mit einer lebensechten Statue in die Stadt kommen.“ Die genauen Details, vor allem aber aus welchem Material das Denkmal gegossen werden soll, sind Thema beim Museumsabend am Dienstag.

Dort geht es dann auch um die Kosten. Bei Bronze würde allein der Guss 23.000 Euro kosten, wie Thomas Richter im Januar berichtete. Das ganze Projekt würde nahezu doppelt so teuer werden. Die beiden Ideengeber hoffen auf Unterstützung aus der Stadtpolitik und von den Bürgern.

Von Marcus J. Pfeiffer