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Perleberg Kreisbauern fordern Diskussion über Erhalt aller Gymnasien
Lokales Prignitz Perleberg Kreisbauern fordern Diskussion über Erhalt aller Gymnasien
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00:24 24.05.2019
Können alle Gymnasien im Kreis erhalten werden? Die Bauernverbands-Fraktion will diese Frage nach der Kommunalwahl stellen. Quelle: dpa
Pritzwalk

Ihre DNA können sie nicht verbergen, von Klientelpolitik wollen sie aber nichts wissen – die Kandidaten des Kreisbauernverbandes Prignitz zur Kommunalwahl. Zwar steht das Thema Agrar obenan, in der Reihenfolge der Schwerpunkte wird aber auf dem Werbeflyer erst der Landkreis, dann die Bevölkerung und an dritter Stelle die Landwirtschaft genannt.

Bauernverband will die sechs Sitze im Kreistag verteidigen

Auf den Listen der drei Wahlkreise für den Kreistag sind nach wie vor Agrar-Ingenieure und Landwirte in der Mehrheit. Auch die Männer dominieren. Frauen machen knapp ein Drittel aus. Da wird es schwer mit einer seriösen Prognose, wie die Chancen am 26. Mai stehen.

Fraktionsvorsitzender Hartmut Lossin stapelt tief: „Wir müssen erst mal sehen, dass wir wieder reinkommen.“ Sechs Sitze gilt es zu verteidigen und Lossin wäre „froh, wenn wir das halten könnten“.

Seit 25 Jahren sind die Landwirte im Kreistag vertreten. Genug Zeit, um sich zu vernetzen, um sich thematisch breit aufzustellen. Und den Kontakt in die unteren Gremien zu nutzen. Die Rückkopplung mit den Gemeindevertretern sei wichtig, betont Lossin, um gemeinsam die Probleme der Region zu lösen.

Kreisweit Kandidaten gefunden

Viele Mitstreiter sind in ihren Dörfern aktiv, machen mit in Vereinen oder bei der Feuerwehr. Daher wissen sie aus erster Hand, wo der Schuh drückt.

So wie es jetzt gelungen sei „ohne weiße Flecken“ kreisweit Kandidaten zu finden, will der Bauernverband Politik machen, die von der Elbe bis zur Dömnitz reicht. Soll heißen: Dörfer und Städte auf Augenhöhe betrachten.

Der Schulterschluss bei der Ablehnung der Kreisgebietsreform war für Lossin und Co. der Höhepunkt der zu Ende gehenden Legislaturperiode. „Das Ehrenamt wäre tot gewesen, wenn das durchgesetzt worden wäre“, ist sich der Diplom-Agraringenieur sicher.

Zusammenarbeit zwischen Kreis und Kommunen intensivieren

Auch die Senkung der Kreisumlage verbuchen die Kommunalpolitiker auf der Habenseite. Hier sehen sie aber Spielraum für neue Ansätze, um die Entlastung der Dörfer und Gemeinden im Landkreis voranzutreiben.

Um den teilweise weit auseinander klaffenden finanziellen Spielraum der Kommunen einzugrenzen, denkt Lossin über eine „differenzierte Kreisumlage“ nach, ohne ins Detail zu gehen. Dieser Vorschlag wäre Basis für eine breite Diskussion im neuen Kreistag.

Sparpotenzial sieht der Kreisbauernverband innerhalb der Verwaltung durch Abbau von Personal sowie einer verstärkten interkommunalen Zusammenarbeit. „Die muss viel intensiver werden“, findet Hartmut Lossin und kann sich vorstellen, dass die Kreisverwaltung verstärkt Aufgaben der Ämter übernimmt.

In Frage stellen will der Kreisbauernverband die kleinteiligen Strukturen nicht, ihr Erhalt sei schließlich ein Wunsch der Bevölkerung.

Landwirte leiden unter schlechtem Handyempfang

Kritisch betrachtet die Landwirte-Fraktion auch die Prignitzer Schullandschaft und stellt die Frage nach dem Erhalt sämtlicher Gymnasien im Kreis. „Können wir uns alle Gymnasien leisten oder muss es Zusammenschlüsse geben?“, überlegt Hartmut Lossin und denkt laut darüber nach, was effizienter sein könnte.

Für die Bildungseinrichtungen, für die Bauern, letztendlich für alle Prignitzer fordern Lossin und sein Kollege Hans-Werner Lemm schnelles Internet und flächendeckend Handyempfang. Jeder moderne Mähdrescher werde heute digital ausgerüstet, da dürfe es nicht sein, dass an der Feldkante das Funkloch lauert. Und auch für den Zuzug von jungen Leuten ist der Breitbandanschluss ein wichtiges Kriterium.

Von Stephanie Fedders

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