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Perleberg Künftige Regionalplanung: Prignitzer müssen mit einer Stimme sprechen
Lokales Prignitz Perleberg Künftige Regionalplanung: Prignitzer müssen mit einer Stimme sprechen
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13:47 25.10.2019
Kreistag Prignitz Quelle: Stephanie Fedders
Berge

Er gehört zu den wenigen Kreistagsabgeordneten in der Prignitz, die sich zu Wort melden und ihre Meinung vertreten: Hartmut Lossin. Mehrfach hat der Vorsitzende der Bauernverbands-Fraktion in den jüngsten Sitzungen auf die anstehenden Herausforderungen für den Landkreis hingewiesen, die mit der neuen Regionalplanung einhergehen. Jetzt nimmt er die Kollegen aus dem Kreistag in die Pflicht.

Am 13. November konstituiert sich die Regionalversammlung

Die Vorgaben der Gemeinsamen Landesplanung von Berlin und Brandenburg sind das eine, der Spielraum, den die Regionalversammlung haben wird, das andere. Das höchste Gremium der Regionalen Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel konstituiert sich am 13. November in Neuruppin. Es setzt sich aus 60 Mitgliedern, den Regionalräten, zusammen.

Auch auf Grundlage der Einwohnerzahlen wird Oberhavel 30 Vertreter entsenden, Ostprignitz-Ruppin 16, die Prignitz 14. „Da wir als Prignitzer in der Minderheit sind, müssen wir in Zukunft mit einer Stimme sprechen“, fordert Hartmut Lossin.

Das sei umso wichtiger, da durch den Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion (LEP HR) Themen vorgegeben werden. Dazu gehört neben der Windenergienutzung auch die Festlegung der Grundfunktionalen Schwerpunktorte, besser bekannt als Grundzentren.

Berge und Glöwen kämpfen um die Anerkennung als Grundzentren

Berge und Glöwen (Gemeinde Plattenburg) kämpfen um die Anerkennung und damit um die Aussicht, vom Land den so genannten Mehrbelastungsausgleich zu erhalten – eine sechsstellige Summe pro Jahr.

Lossin hofft auf den notwendigen gesetzlichen Spielraum, damit die Anerkennung nicht an wenigen Kriterien scheitert. „Wir wollen ja irgendwo hin mit unseren Kommunen“, sagt der Landwirt aus Berge. „Wenn die Entscheidungen mit Richtlinien ausgehebelt werden, brauchen wir gar nicht mehr zu den Sitzungen zu fahren.“

Natürlich spiele bei diesem Prozess auch die Solidarität eine Rolle – innerhalb der Prignitzer Kommunen, aber auch in der Regionalversammlung. Bei gleichen Interessen, wie beispielsweise der Anerkennung der Grundzentren, müsse es möglich sein, einen Konsens zu finden. „Ich hoffe nicht, dass es zu Kampfabstimmungen kommt“, so Lossin.

Auch der ÖPNV muss weiter entwickelt werden

Der Planungsausschuss, das beratende Gremium der Regionalen Planungsgemeinschaft, in der Hartmut Lossin aktuell als Regionalrat vertreten ist, hat sich auf seiner Sitzung am 9. Oktober für weitere Themen ausgesprochen, die als relevant für die Raumordnung eingestuft werden und in den neuen Regionalplan einfließen sollen.

Dazu gehören ländliche Versorgungsorte wie Berge, Baek, Groß Pankow oder Glöwen. Für deren Zukunft müssten sich die Regionalräte ebenfalls einsetzen, damit sie die bestmöglichen Entwicklungschancen erhielten, macht Lossin deutlich.

Wichtig ist ihm auch das Thema ÖPNV, das ebenfalls regional betrachtet werden soll. „Hier können wir Vorschläge machen, wie sich der Busverkehr nicht nur am Schülertransport orientieren kann“, verlangt Lossin, sieht aber auch das Land in der Pflicht. Die künftige Koalition müsse dafür sorgen, dass genügend Geld in der Fläche ankommt.

Von Stephanie Fedders

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