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Perleberg Linden bringen Anwohner in Reetz auf die Palme
Lokales Prignitz Perleberg Linden bringen Anwohner in Reetz auf die Palme
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13:14 29.08.2019
Hergen Reker (r.) bedankte sich bei (v.l.) Thomas Breitlauch, Bernd Müller, Rainer Bartel, Norbert Beckmann und Eberhard Müller für ihr jahrelanges Engagement in der Gemeindevertretung. Quelle: Foto: Stephanie Fedders
Reetz

Die Linden und die Landesstraße – beider Zustand sorgt für großen Unmut in Reetz. Viele Anwohner machten ihren Ärger in der Gemeindevertretersitzung Luft, die am Dienstag das erste Mal nach der Kommunalwahl in Reetz zusammenkam und nach wenigen Minuten in eine sehr lebhaft geführte Diskussion überging.

Sieben Vertreter und doppelt so viele Einwohner sind da

Sieben Gemeindevertreter saßen doppelt so vielen Bürgern gegenüber und bekamen nebst Verwaltung den geballten Frust über Blüten, Blätter und Schlaglöcher ab. Die ortsbildprägenden riesigen Bäume, bereits 1899 gepflanzt und entsprechend geschützt, verlangen den Anliegern einiges ab.

Die Reetzer fragten nach der Laubentsorgung und baten darum, die Bäume im unteren Bereich zu beschneiden, um bessere Sicht auf die Straße beim Verlassen der Grundstücke zu haben. Ebenso verwiesen sie auf den Zustand der Hauptstraße und bemängelten Schlaglöcher. Amtsdirektor Hergen Reker verwies darauf, die Kritik ans Land zu richten, handelt es sich bei der Ortsdurchfahrt doch um die Landesstraße 10. „Ihre Gemeindevertreter können nichts dafür“, erklärte Reker und machte klar, dass die Amtsverwaltung auch nur den Landesbetrieb Straßenwesen informieren kann.

Auch das Fahrzeugaufkommen ist den Reetzern ein Dorn im Auge, wird die L 10 doch gerne von Lkw-Fahrern als Verbindung zwischen Autobahn 24 und Perleberg beziehungsweise Wittenberge genutzt. Peter Fabian blickte zurück auf seine aktive Zeit als Gemeindeverteter. 1994 habe man den Kommunalpolitikern mitgeteilt, dass die Straße maximal noch 15 Jahre hält. „Wir müssen uns mal in Erinnerung rufen, sonst läuft hier gar nichts“, forderte Fabian.

Bauhof liefert Säcke für das Linden-Laub aus

Entweder müsse etwas an der Straße gemacht werden oder die Einhaltung der Geschwindigkeit müsse kontrolliert werden, sagte Fabian. Der Reetzer setzte sich auch dafür ein, die Linden zu beschneiden, das ginge in anderen Gemeinden ja auch.

Das rief erneut Hergen Reker auf den Plan. „Die Bäume sind begutachtet worden“, erklärte der Verwaltungschef. Allerdings habe die Untere Naturschutzbehörde bisher keine Zustimmung gegeben, etwas zu machen, so Reker.

Enrico Ryll argumentierte, Angst zu haben dass der nächste Sturm die Bäume umlegt. Gemeindevertreter Ronald Grünwald aus Wüsten Vahrnow entgegnete, auch bei jedem Sturm Angst um sein Haus zu haben. „Trotzdem müssen wir uns an die Gesetze halten.“

In den kommenden Tagen wird der Bauhof des Amtes laut Hergen Reker einige große weiße Transportsäcke nach Reetz bringen, in denen dann das Laub gesammelt werden kann.

Von Stephanie Fedders

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