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Perleberg Müllentsorgung in der Prignitz soll teurer werden
Lokales Prignitz Perleberg Müllentsorgung in der Prignitz soll teurer werden
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13:56 07.10.2019
Teure Last: Die Müllentsorgung in der Prignitz soll ab 2020 mehr Geld kosten. Quelle: Stephanie Fedders
Perleberg

Die Abfallentsorgung in der Prignitz wird für die Einwohner ab dem kommenden Jahr teurer werden. Der Landkreis hat dem Müllausschuss des Kreistages seine aktuelle Kalkulation vorgestellt und plant ab dem 1. Januar 2020 mit leicht steigenden Gebühren.

Mindestentleerung wird um vier Euro teurer

Laut Andreas Much, Sachbereichsleiter Abfallwirtschaft/ÖPNV, soll die Mindestentleerung einer 120-Liter-Tonne (acht Mal jährlich) 93,92 Euro kosten. Bislang zahlen die Prignitzer für diesen Service 89,40 Euro. „Das ist das, was wir ihnen als Verwaltung heute anbieten“, sagte Much in Richtung Ausschussmitglieder.

Alle zwei Jahre ist der Landkreis verpflichtet, die Müllgebühren neu zu berechnen. Die Summe, die die Haushalte letztendlich zahlen müssen, setzt sich aus einer Grundgebühr und einer Leistungsgebühr zusammen. Letztere wird auch als Leerungsgebühr bezeichnet und ist abhängig davon, wie oft die Behälter entleert werden.

Much erklärte dem Gremium, wie viele Faktoren bei der Berechnung eine Rolle spielen. Dazu zählt die Entwicklung der Einwohnerzahlen ebenso wie das Müllaufkommen und die Anzahl der Leerungen. Alle drei Positionen unterliegen einem negativen Trend.

Weniger Einwohner, weniger Hausmüll

So liegt die Einwohnerzahl mit Stand vom März 2019 bei 76 500. Hausmüll fiel im Jahr 2018 in Höhe von 11 986 Megagramm (Tonnen) an und die Anzahl der Entleerungen geht seit 2017 kontinuierlich zurück. Im vergangenen Jahr lag die Summe bei 377 344. „Hier wird versucht, die Anzahl der Leerungen auf acht zu drücken“, erklärte Andreas Much.

Der gesamte Gebührenbedarf ab dem Jahr 2020 beläuft sich laut Verwaltung auf rund 4,7 Millionen Euro. Darin enthalten sind nicht nur die Kosten für den Hausmüll (2,6 Millionen Euro) sondern auch für Sperrmüll (660 000 Euro) oder Schadstoffe (164 000 Euro).

Für die Bewirtschaftung der Kleinannahmestellen in Pritzwalk, Perleberg und Wittenberge werden laut Much rund 1,1 Millionen Euro eingeplant. Auch die Refinanzierung einer neuen Annahme stelle in der Kreisstadt ist hier eingerechnet. Einnahmen erzielt der Landkreis beispielsweise mit Pappe und Papier sowie Elektroschrott.

Im Dezember soll der Kreistag über die neuen Gebühren entscheiden

Sozusagen als Hausaufgabe haben die Ausschussmitglieder alle Informationen in einem dicken Ordner in die Hand gedrückt bekommen. In den nächsten Wochen können sich die Fraktionen zu dem Thema beraten, bevor der Müllausschuss erneut am 22. Oktober und am 5. November zusammenkommt. Noch im Dezember soll der Kreistag dann über die Abfallgebührensatzung entscheiden.

Neu formuliert werden dann auch die Abfallentsorgungs- und die Abfallgebührensatzung. Hier geht es um geänderte Formulierungen, redaktionelle Ergänzungen und natürlich die Übernahme der neuen Gebührensätze.

Von Stephanie Fedders

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