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Perleberg Neues Boot der Perleberger Feuerwehr fährt auch auf Schienen
Lokales Prignitz Perleberg

Neues Boot der Perleberger Feuerwehr fährt auch auf Schienen

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09:04 18.10.2020
Das neue Rettungsboot der Freiwilligen Feuerwehr Perleberg. Quelle: Beate Mundt
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Perleberg

4,30 Meter lang, 1,53 Meter breit und ausgestattet mit Rettungswesten, Rettungsring, Paddel und weiterem notwendigen Material präsentiert sich das neue Rettungsboot der Freiwilligen Feuerwehr Perleberg.

Den stetig steigenden Anforderungen im Einsatzgeschehen konnte das mittlerweile 27 Jahre alte Schlauchboot der Wehr nicht mehr gerecht werden. Deshalb entschloss man sich hier zu einer Neuanschaffung, teilte die Perleberger Feuerwehr mit.

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Das neue Rettungsboot dient vorwiegend, wie der Name schon sagt, der Rettung von Menschen und Tieren aus offenen Gewässern. Außerdem kann es bei technischen Hilfeleistungen auf dem Wasser oder bei Hochwasser genutzt werden.

Die Bootstaufe. Quelle: Beate Mundt

Das für sechs Personen zugelassene Rettungsboot ist aus Aluminiumblech und ist auch bei Niedrigwasser, in steinigen Uferbereichen oder zur Eisrettung einsetzbar. Per Anhänger wird es zur jeweiligen Einsatzstelle transportiert.

Diese Einsatzstelle muss aber nicht unbedingt nur das Wasser sein. „Wir haben zu diesem Boot noch zusätzliche Räder beschafft, die uns ermöglichen, das Rettungsboot auch auf Bahngleisen einzusetzen“, sagt Stadtwehrführer Maik Müller. Bei Bahnunfällen seien die Einsatzstellen häufig nicht mit Fahrzeugen zu erreichen, trotzdem müssten aber Gerät dorthin geschafft oder Personen von dort evakuiert werden.

Bürgermeisterin Annett Jura tauft das Boot

„Diese Möglichkeit haben wir jetzt mit unserem neuen Boot“, so Maik Müller weiter. „Mit der Indienststellung des neuen Rettungsbootes wird ein weiterer Punkt des sehr vielschichtigen Einsatzspektrums unserer Feuerwehr abgedeckt“, ist Müller überzeugt.

Fahrzeuge werden öfter an die Feuerwehren übergeben und in Dienst gestellt. Boote stellen hier eher die Ausnahme dar und sind daher etwas Besonderes. Ich wünsche euch immer eine Hand breit Wasser unter dem Kiel und das ihr immer gesund von euren Einsätzen zurückkehrt“, sagt Bürgermeisterin Annett Jura, die es sich nicht nehmen ließ, die Namenstaufe des neuen Rettungsbootes vorzunehmen.

Das Boot wurde auf den Namen Beate getauft – als Anerkennung für Beate Mundt, der Fachberaterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehren der Stadt Perleberg. Quelle: Beate Mundt

„Die Bootstaufe ist ein feierliches Ritual, bei dem ein Boot seinen Namen verliehen bekommt. Es ist schon eine lange Tradition, dass Boote immer weibliche Vornamen erhalten. Ein Schiffsname ist natürlich etwas Besonderes. Gegen den mir unterbreiteten Vorschlag hatte ich keine Einwände und so taufe ich das Boot auf den Namen Beate.“ Mit einem Glas Sekt vollzog Annett Jura die Namensgebung.

Das Rettungsboot erhält den Namen Beate

Überrascht wurde davon die Fachberaterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehren der Stadt Perleberg, Beate Mundt. Für ihren Vornamen hatte sich die Stadtwehrführung bei der Namensgebung entschieden. Es soll eine Anerkennung für ihre Unterstützung der Arbeit der freiwilligen Feuerwehr sein.

„Ich bin dankbar für diese Ehre und freue mich natürlich darüber. Ich hoffe, wir gehen nie zusammen unter“, sagt sie lachend. Stadtwehrführer Maik Müller verweist darauf, dass dieses Boot laut Hersteller unsinkbar ist.

Unter dem neuen Namen Beate steht nun der Ausbildung und dem Einsatzbetrieb des neuen Rettungsbootes nichts mehr im Wege.

Von MAZonline