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Perleberg Perleberg sagt „Eltern-Taxis“ den Kampf an
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14:57 09.01.2020
Nadelöhr: Der Weg zur Perleberger Rolandschule. Quelle: Stephanie Fedders
Perleberg

Die Stadt Perleberg will den Hol- und Bringservice vor den beiden Grundschulen eindämmen und damit dem überbordenden Aufkommen an so genannten „Eltern-Taxis“ Herr werden. Dazu hat die Verwaltung die jeweilige Situation vor Ort unter die Lupe genommen und Alternativen aufgezeigt.

Angespannte Verkehrssituation vor den Grundschulen

Robert Kazmierczak, zuständig für das Verkehrswesen, hat dem Ausschuss für Soziales, Bildung, Jugend, Kultur, Sport und Tourismus seine Ideen vorgestellt und erhielt von den Mitgliedern ein positives Echo. Mit der Rückendeckung will die Stadt jetzt das Gespräch mit alle Beteiligten suchen.

Engpass: Die Dobberziner Straße vor der Scholl-Grundschule. Quelle: Stephanie Fedders

Die Situation vor Ort sowohl vor der Grundschule Geschwister Scholl in der Dobberziner Straße als auch rund um die Rolandschule vor der ersten und nach der letzten Unterrichtsstunde kann jeden Tag als angespannt bezeichnet werden.

So genannte „Helikopter-Eltern“, die ihre Kinder am liebsten direkt bis vor den Eingang fahren, sollen mit dem neuen Konzept animiert werden, in eigens dafür ausgewiesenen Zonen in einigen Metern Entfernung zu den Einrichtungen zu halten. Mit dem Ziel, dass „mehr Kinder zu Fuß gehen und so lernen, selbständig, sicher und eigenverantwortlich mobil zu sein“, erklärte Robert Kazmierczak.

Neue Haltezonen als zusätzliches Angebot an die Eltern

Er zeigte dem Ausschuss verschiedene Varianten für den Stopp zum Ein- und Aussteigen auf, die in einem Umkreis von rund 300 Metern zu den Schulen betrachtet wurden. Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile wie Straßenquerungen, Behinderung des Busverkehrs oder die Nutzung von gemeinsamen Geh- und Radwegen, nannte Kazmierczak seine Favoriten.

Für die Rolandschule käme am ehesten die Fläche in der Wittenberger Straße vor dem Hotel Stadt Magdeburg in Frage, für die Scholl-Grundschule die Parkplätze in der Karlstraße vor dem Eingang zum Freibad. „Dafür möchte ich Rückendeckung haben und die Empfehlungen mit ihrem Votum umsetzen“, sagte Kazmierczak in Richtung Kommunalpolitiker.

Malte Hübner-Berger (SPD) eröffnete die Diskussion und äußerte Zweifel. „Das hört sich an wie Wunschdenken, dass wir glauben, die Eltern erziehen zu können.“ Ob sich vermehrt Unfälle aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens ereignet hätten, wollte er wissen. Das konnte Robert Kazmierczak verneinen: „Es geht darum, ein zusätzliches Angebot zu schaffen und die Gefahren zu reduzieren.“

Stadt stellt das Konzept jetzt den Schulen vor

Kathrin Schmidt, sachkundige Einwohnerin für die Fraktion der Stadtwächter/Freie Wähler, verbindet mit der Idee die Hoffnung, dass die Eltern sensibilisiert werden, damit nicht jedes Kind bis vor die Tür gefahren wird.

Auch Gunnar Zoll (FDP) zeigte sich angetan: „Das Projekt sollte umgesetzt werden, auch wenn wir nicht jeden bekehren werden. Es ist aber ein Angebot, dass man wahrnehmen kann.“ Jan Domres (Die Linke) findet eine Testphase sinnvoll und nannte es ganz wichtig, die Eltern mit ins Boot zu holen.

Ralf Kazmierczak will das Konzept jetzt in den Schulen vorstellen und die Umsetzung vorbereiten. Nach einer Probezeit soll es eine Evaluierung geben – mit offenem Ausgang: „Wenn wir feststellen, dass es nicht genutzt wird, bauen wir die Schilder wieder zurück.“

Von Stephanie Fedders

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