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Perleberg Perleberg und Wittenberge sagen Leerstand den Kampf an
Lokales Prignitz Perleberg Perleberg und Wittenberge sagen Leerstand den Kampf an
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00:23 03.05.2019
Kein Einzelschicksal, Leerstand am Großen Markt in Perleberg. Quelle: Stephanie Fedders
Perleberg

Zugenagelte Fenster, heruntergelassene Rollläden – manche Häuser in den Innenstädten von Perleberg und Wittenberge haben schon bessere Zeiten gesehen. Wo Gewerbe oder Handwerk aufgegeben hat, sind die Türen oftmals bis heute nicht wieder aufgeschlossen worden. Ein Zustand, den die Kommunen gerne ändern möchten – mit Hilfe einer neu geschaffenen Stelle.

Neuer Leerstandsmanager ist gebürtiger Wittenberger

Für dieses Jahr hat das Technologie- und Gewerbezentrum Prignitz (TGZ) ein neues strategisches Geschäftsfeld erschlossen, wie es im Wirtschaftsplan 2019 heißt, den die Abgeordneten beider Städte im Rahmen der Haushaltsgespräche beraten haben – das Leerstandsmanagement.

Jens Knauer, Leerstandsmanager TGZ für Perleberg und Wittenberge Quelle: Stephanie Fedders

Die Stelle ist seit dem 1. April besetzt. In Jens Knauer hat sich das TGZ für einen Mitarbeiter entschieden, der Erfahrung in der Kundenbetreuung für Unternehmen mitbringt und als gebürtiger Wittenberger den Wunsch hegt, wieder beruflich in der Prignitz tätig zu sein. „Vorher bin ich nach Hamburg oder Berlin gependelt“, erzählt der 54-Jährige.

Jetzt also Perleberg und Wittenberge. Beide Städte, vom Land anerkannt als gemeinsames Mittelzentrum, konzentrieren ihre Wirtschaftsförderung seit 2016 im TGZ, an dem sie zu jeweils 50 Prozent beteiligt sind. Für Wittenberges Bürgermeister Oliver Herrmann ist das neueste Betätigungsfeld des TGZ ein gutes Beispiel für Aufgabenteilung innerhalb der kommunalen Zusammenarbeit. „So können wir uns Funktionen teilen“, sagt Herrmann.

Knauer guckt als Netzwerker in die Region

Auch Christian Fenske, Geschäftsführer des TGZ, sieht Vorteile in der Verzahnung der Wirtschaftsförderung: „Das Thema macht ja nicht an den Stadtgrenzen halt.“

Für Jens Knauer bedeutet das, sich erst mal ein Bild vom Ist-Zustand in den beiden Innenstädten zu machen und sich vorzustellen. Die ersten Erfahrungen stimmen ihn zuversichtlich. „Ich bin positiv erstaunt, wie offen die meisten sind“, hat er festgestellt. Als überzeugter Netzwerker ist es ihm wichtig, sich einzubringen und den Blick über Elbe und Stepenitz hinaus zu richten.

Die jahrzehntelange unterschiedliche Entwicklung der beiden Städte gilt es für ihn zu berücksichtigen. Wittenberges Vergangenheit als Industriestadt und Perlebergs Entwicklung als Ort mit einem historischen Stadtkern seien zwei ganz verschiedene Herausforderungen. „Da müssen wir sehen, welches Konzept für jede Stadt das Beste ist“, sagt Knauer.

Einwohner bei der Stadtentwicklung mitnehmen

Der Leerstandsmanager will sich in Zukunft mit bereits vorhandenen Initiativen wie beispielsweise dem Wittenberger Interessenring eng abstimmen und sieht sich selbst als „Schnittstelle zwischen Bauämtern, Gewerbetreibenden und Vermietern“. Im Idealfall muss es ihm gelingen, neue Investoren zu gewinnen und somit der zunehmenden Schließung der Einzelhandelsgeschäfte entgegenzutreten.

Neue Akzente möchte Jens Knauer auch in Sachen Bürgerbeteiligung setzen. Ergänzend zu Umfragen, wie sie beispielsweise die IHK Potsdam mit dem „Standortreport 2016“ gemacht hat, schweben ihm eigene Aktionen vor, um die Einwohner bei der Stadtentwicklung mitzunehmen.

Wenngleich Knauer regelmäßig in beiden Städten unterwegs ist – sein Büro befindet sich im TGZ in der Laborstraße 1 in Wittenberge. Überlegungen, das zu ändern, gibt es schon. „Wir wollen langfristig eine Präsenzstelle in Perleberg schaffen“, verrät Christian Fenske.

Von Stephanie Fedders

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