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Perleberg Prignitz: MAZ-Sterntaler für Kreismusikschule
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Prignitz: MAZ-Sterntaler für Kreismusikschule

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08:21 08.12.2020
Musizierende Kreismusikschülerinnen im September bei einem der seltene Konzerte im Jahr 2020..
Musizierende Kreismusikschülerinnen im September bei einem der seltene Konzerte im Jahr 2020.. Quelle: Archiv-Foto: Jens Wegner
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Perleberg

Es ist ruhig in der Musikschule in Perleberg, und doch läuft vieles im zweiten Corona-Lockdown hier seinen gewohnten Gang. „Der Unterricht läuft ganz normal“, sagt Kreismusikschulleiter Alexander Giersch, „wir haben ein Hygienekonzept“ und halten uns an die Abstandsregeln.“

Für das große Orchester ist die Sache schon schwieriger: „Sie können nicht gemeinsam proben“, sagt Giersch. So ist das Orchester in Register eingeteilt worden, die einzelne Registerproben abhalten.

Fast 600 Musikschüler lernen an drei Standorten

Die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler an der Kreismusikschule hat sich kaum verändert und liegt etwas unter 600. Sie hat ihre drei Standorte in Pritzwalk, Wittenberge und Perleberg, aber kleinere Außenstellen in Lenzen und Meyenburg jeweils direkt in den dortigen Grundschulen.

Die am deutlichsten spürbare Veränderung in der Musikschule ist es, dass es seit dem 20. März keine Veranstaltungen mehr gab, wo die junge Talente ihr Können zeigen konnten. Auch ein Weihnachtskonzert wird es in diesem Jahr nicht geben. „Die Kinder sind froh, dass sie wenigstens zum Unterricht kommen können“, sagt Giersch. Im März ging auch das nur online – jetzt immerhin ist Präsenz-Unterricht möglich.

MAZ-Sterntaler für den Kauf von Instrumenten

Eine Ausnahme ist es natürlich, wenn Kinder unter Quarantäne stehen. Dann wird für sie einzeln Online-Unterricht gegeben. „Das war hier bei uns bisher selten“, es läuft relativ normal“, sagt Giersch und klopft dreimal aufs Tischholz.

Mit MAZ-Sterntalern wollen wir in diesem schwierigen Jahr die Kreismusikschule Prignitz unterstützen und dabei insbesondere sozial schwachen Musikschülern beim Instrumentenkauf helfen.

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Laut Satzung bekommen die Kinder aus sozial schwachen Familien eine Freistellung von den Unterrichtsgebühren außer der Ausleihgebühr für die Instrumente,. „Es wäre sinnvoll, wenn sie ein eigenes Instrument hätten“, betont der Musikschulleiter. Für Anfänger könne man ein Instrument relativ günstig erwerben. „Es gibt auch gebrauchte Instrumente, die noch gut und bezahlbar sind“, so Giersch.

Gitarre, Saxophon oder Violine können auch ausgeliehen werden

Einige Instrumente kann man auch in der Musikschule ausleihen gegen eine Gebühr von zehn Euro im Monat, „natürlich kein Klavier“, sagt Giersch, „aber Gitarre, Saxophon oder Violine – da versuchen schon für talentierte Kinder Ausleihinstrumente anzubieten.“

Alexander Giersch. Quelle: Elisabeth Hahn

Dass die Instrumente eine ordentliche Qualität haben müssen liegt auf der Hand: „Wir haben manchmal Schüler die sich auf ein Studium vorbereiten wollen. Da braucht man ein Profi-Instrument“, erklärt Giersch weiter.

Hochbegabte brauchen ein eigenes Musikinstrument

„Wir haben die Möglichkeit, jedes Jahr neue Instrumente anzuschaffen“, erklärt der Musikschulleiter, „das planen wir im Haushalt ein.“ Das muss eine Musikschule auch. Denn manches Instrument geht einfach mal kaputt, andere kommen in die Jahre und müssen ersetzt werden.

Aber letztlich ist es insbesondere für Hochbegabte ganz wichtig, ein eigenes Instrument zu haben und spielen zu können. Wer ihnen dies ermöglichen möchte, kann dies tun, indem er die MAZ-Sterntaler-Aktion unterstützt.

Von Bernd Atzenroth