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Perleberg RWK Prignitz setzt auf Dialog mit den Abgeordneten
Lokales Prignitz Perleberg RWK Prignitz setzt auf Dialog mit den Abgeordneten
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16:51 30.09.2019
Trafen sich in Karstädt zur Staffelübergabe (von links): Christian Fenske, Annett Jura, Udo Staeck, Oliver Hermann und Torsten Diehn (Wirtschaftsinitiative Westprignitz). Quelle: Stephanie Fedders
Karstädt

Doha lässt grüßen. Nicht nur bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Katar werden diese Tage Staffelstäbe weitergereicht. Auch der Regionale Wachstumskern (RWK) übergibt einmal im Jahr die Verantwortung an die geschäftsführende Kommune. So geschehen am Montag in Karstädt, als Bürgermeister Udo Staeck das „Symbol der Macht“ aus den Händen von Wittenberges Verwaltungschef Oliver Hermann übernahm.

Arbeit innerhalb des RWK hat sich bewährt

Die Geste war verbunden mit Rück- und Ausblick auf die Aktivitäten des Städte-Trios, zu dem noch Perleberg gehört. Auch hier sind Parallelen in die Welt des Sports nicht von der Hand zu weisen. Genauer gesagt: Ein langer Atem kann nicht schaden, üben sich die Kommunen nunmehr seit 2005 unter anderem in den Disziplinen dicke Bretter bohren und über den Tellerrand hinaus schauen.

Alle Mitglieder, zu der auch die Wirtschaftsinitiative Westprignitz gehört, sind sich einig, dass sich das Konstrukt RWK und somit die übergreifende Zusammenarbeit bewährt und in den vergangenen Jahren gefestigt hat.

Als Beleg führte Hermann die Verlagerung der Wirtschaftsförderung in die Hände des Technologie- und Gewerbezentrums Prignitz an. Hier wird auch die Arbeit des RWK koordiniert – ohne Zuschuss vom Land, aber oftmals im Interesse des gesamten Landkreises. Das gilt laut TGZ-Geschäftsführer Christian Fenske beispielsweise für den „Regionalen Lotsendienst“ für Gründer oder das Netzwerk Schule-Wirtschaft.

Straße, Schiene und Internet müssen ausgebaut werden

Als Zeichen, es ernst zu meinen und nicht nur Förderkulisse sein zu wollen, werden auch die Ämter Lenzen-Elbtalaue und Bad Wilsnack/Weisen sowie die Gemeinde Plattenburg eingebunden. „Damit machen wir deutlich, dass wir uns auch als Kern des Mittelbereichs verstehen“, sagt Oliver Hermann.

Während sich die vielen Projekte, die in den vergangenen Jahren in den Bereichen Fachkräftesicherung, Kooperationen und Netzwerke entstanden sind, etabliert haben und viele Veranstaltungen regelmäßig durchgeführt werden, liegen die künftigen Herausforderungen als Schwerpunkt im Bereich Infrastruktur.

Das gelte nicht nur für Straße und Schiene wie dem Weiterbau der Autobahn 14 oder einem verdichteten Takt für die Züge, sondern vor allem für schnelles Internet.

Gespräche mit Landtags- und Bundestagsabgeordneten geplant

„Bei Digitalisierung und Breitbandausbau sind wir noch lange nicht da, wo wir sein wollen“, bekräftigte Wittenberges Bürgermeister. Hermann nannte die Rahmenbedingungen eine Katastrophe und sieht sowohl Bund als auch Land in der Pflicht. „Der Gesetzgeber muss andere Grundlagen schaffen.“ Neben weißen Flecken gebe es auch genug graue Flecken, sprich: Die Leistung müsse flächendeckend besser werden.

Da die Übergabe des Staffelstabs auch in die Phase der Regierungsbildung fällt, machte Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura ihre Erwartungshaltung in Bezug auf die künftige Koalition deutlich: „Der RWK Prignitz hat andere Sorgen als Potsdam. Darauf muss sich die Landesregierung einstellen.“

Entsprechend wollen die Partner hiesige Landtags- und Bundestagsabgeordnete einladen und ihre Botschaft überbringen. „Wir kämpfen für mehr Geld“, sagt Udo Staeck und fordert von den „Entscheidern“ Mut, auch mal gegen die Fraktionslinie zu stimmen: „Was unsinnig ist, muss weg.“

Von Stephanie Fedders

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