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Perleberg Der 15 000. Besucher kam zu „Rock im Moor“
Lokales Prignitz Perleberg Der 15 000. Besucher kam zu „Rock im Moor“
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00:00 16.08.2019
Stimmungsvoller Abend beim Rock im Moor. Quelle: Michael J. Pfeiffer
Boberow

Die Überraschung zum Schluss war gelungen: Zum Frühstück auf dem Zeltplatz gab es für die Besucher von „Rock im Moor“ am Sonntagmorgen um 8 Uhr noch ein musikalisches Bonbon. 20 Minuten lang spielte die Band „Audiopilot“. Am Schlagzeug: Christian Ebert alias Ebi, seines Zeichens Organisator des Festivals an der Moorscheune in Boberow.

Es machte allen wieder viel Spaß: Das 19. „Rock im Moor“ an der Moorscheune in Boberow begann am Freitag sehr stimmungsvoll und mit vielen Ideen und so ging es bis zum Sonntag weiter. Hier ein paar Eindrücke von dem Festival, dessen Stimmung friedlich und ausgelassen zugleich ist.

„Das Wecken der Rock-im-Moor-Zombies war eine der Neuerungen in diesem Jahr“, sagt er. Erstaunt war er darüber, dass schon relativ viele Leute um diese Uhrzeit wach und offenbar fit waren – schließlich hatten sie ja bereits zwei Festival-Nächte in den Knochen. Die aber waren Party pur, zumal die Regen- und Gewittertiefs von einem kleinen Schauer am Samstag abgesehen komplett an Boberow vorbeizogen.

Das Camping-Gelände etwas oberhalb des Veranstaltungsorts am Boberower Sportplatz wurde wieder von vielen Gästen genutzt. Insgesamt dürften wohl wieder mehr als 800 Besucher dabei gewesen sein – das ist guter Rock-im-Moor-Schnitt. Bei der 19. Auflage begrüßten die Macher den 15 000 Besucher seit 2001, was gleich zum Auftakt am Freitag eine Rolle spielen sollte.

Zum Niederknien: Der 15 000. Besucher

Denn mitten am Abend kam Ebi mit einem Fahrzeug auf das Gelände gefahren, hintendran ein Anhänger, auf dem der 15 000. Besucher von Rock im Moor seit 2001 saß. Ebi brachte ihn zur Bühne und das „Rock im Moor“-Volk kniete vor ihm nieder. Der junge Perleberger ist übrigens sonst zum immer gleichzeitig stattfinden Wacken-Festival gefahren, hat sich aber diesmal bewusst dafür entschieden, das kleine, aber feine Festival gleich um die Ecke zu besuchen.

So begann das Rock im Moor 2019: Am Freitagabend gab es zum Auftakt einen Umzug durch Boberow. Quelle: Michael J. Pfeiffer

Witz und Ideen gehören dazu, jedes Jahr gibt es ein paar Überraschungen, und zu Anfang einen Umzug durch das Dorf. Da mutet denn das „Rock im Moor“ tatsächlich auch wie ein Dorffest an – Wacken lässt in solchen Momenten wirklich grüßen.

Gelungener Auftakt

Auf der Bühne war den ganzen Freitagabend richtig Betrieb. „Weltraum Power“ zum Beispiel machten ordentlich Dampf. Die Frontfrau am Bass und ihre drei Mitstreiter rockten das Moor, und das Publikum vor der Bühne tanzte schnell Pogo.

Indie-Punk aus Berlin: "Weltraum Power" rockten die Bühne in Boberow. Quelle: Bernd Atzenroth

Die erste Band „Heartless Day“ hatte ihnen aber schon zuvor die Bühne bereitet und die Fans schon heiß auf den kommenden Abend gemacht. Die Bayern waren kurzfristig eingesprungen, nachdem der eigentliche Opener abgesagt hatte.

Zehn Bands, zehn Mal Party

Die nächste Band auf die Bühne, „Storyteller“ aus Dessau, versteht sich als Pop-Punk-Formation und sorgte zwischendurch sogar für heimelige Stimmung. Bei einem Song hielt das ganze Publikum alle möglichen Lichtquellen in die Höhe. Mit zunehmender Dunkelheit wurde es immer voller vor der Bühne, und auch bei den nachfolgenden Bands wurde das Geschehen schon einmal mit Fackeln beleuchtet.

Fünf Bands waren an beiden Abenden jeweils zu hören, am Samstag tanzten die Fans zur Musik von „Verrockte Jungs“, „Vorhaut Hamburg“, „Datenschmutz“, „Gain Eleven“ und „Marathonmann“. In der Nacht zu Samstag feierten alle bei einer After-Show-Party nach der letzten Band weiter.

Friedlich und ausgelassen zugleich

Wer gerade keinen Bock auf laute Musik hatte, fand aber auch immer ruhige Plätzchen auf dem schönen, weitläufigen Gelände. An der Hinterseite der Moorscheune konnte man in Ruhe essen und trinken, und überall gab es lauschige Ecken.

Die Besucher des "Rock im Moor" sind oft jung, aber eben nicht nur. Auf jeden Fall sind sie ein bunter Haufen, der gerne feiert. Quelle: Bernd Atzenroth

Die Mischung aus friedlich und ausgelassen funktioniert auch vieler Unterstützer. Ebi freute sich darüber, dass sein Hauptsponsor da war. „Ein guter Mann“, sagt er über Dietmar Vollert, der vor einem Vierteljahrhundert bereits die Plattenburg-Rocknacht mit ins Leben gerufen hatte.

„Beim 20. Festival werden wir eine Schippe draufpacken“

„Nächstes Jahr, beim 20. Festival, werden wir eine Schippe draufpacken“, verspricht Ebi. Was das bedeutet muss sich zeigen. Rechnen wird man dann wohl damit können, dass sich die Band „Fake“, mit der in Boberow 2001 alles anfing, noch einmal zusammenfindet. Welche Auswirkungen die runde Zahl auf das Line up des Festivals haben wird, dazu will sich der Macher nun aber noch nicht äußern.

Von Bernd Atzenroth

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