Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Perleberg Ersterwähnung von Perleberg wird vervielfacht
Lokales Prignitz Perleberg Ersterwähnung von Perleberg wird vervielfacht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:15 24.05.2019
Bei der Übergabe der Faksimiles (v. l.): Ulrich Kalmbach, Frank Riedel, Annett Jura und Jürgen Ostwald. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Perleberg

 Vor 780 Jahren erhielt die Rolandstadt das Salzwedeler Stadtrecht in Form einer Urkunde. Es ist das älteste noch erhaltene Dokument im hiesigen Stadtarchiv – die Ersterwähnung von Perleberg am 29. Oktober 1239. Deren Inhalt und Aussehen hat die Stadt mit einem sogenannten Faksimile zu einem ganz besonderen Anlass für die Ewigkeit gesichert.

Europaweite Ausstellung in Magdeburg

Ab September wird im Kulturhistorischen Museum in Magdeburg die große Sonderausstellung „Faszination Stadt“ gezeigt. Perleberg wird mit vier von insgesamt 250 hochkarätigen Original-Exponaten das Land Brandenburg für die Bundesrepublik repräsentieren, darunter die Urkunde der Rechtsauskunft von Salzwedel nach Perleberg.

In dieser vor 780 Jahren ausgefertigten Urkunde erteilt die Stadt Salzwedel eine Rechtsauskunft, da deren Salzwedeler Stadtrecht auch in Perleberg galt. Quelle: Stadt Perleberg

In dieser vor 780 Jahren ausgefertigten Urkunde erteilt die Stadt Salzwedel auf Bitten der Perleberger Bürgerschaft und ihres Stadtherren des Edlen Johann Gans eine Rechtsauskunft, da deren Salzwedeler Stadtrecht auch in Perleberg galt. An der Ausstellung in Magdeburg, unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, sind insgesamt zwölf, vor allem osteuropäische Staaten, beteiligt.

Zwei Faksimiles gehen nach Salzwedel

Gleichzeitig finden im Stadt- und Regionalmuseum in Perleberg und im Johann-Friedrich-Danneil-Museum in Salzwedel Sonderausstellungen zu diesem Thema statt. Dafür gab die Stadt Perleberg vier Faksimiles bei der renommierten Buchrestaurierung in Leipzig in Auftrag – je eine für die Ausstellungen und je eine für die Stadtarchive.

Insgesamt ließ die Stadt Perleberg vier Faksimiles anfertigen - : je eines für das Stadt- und Regionalmuseum und das Stadtarchiv Perleberg und je eines für das Danneil-Museum und das Stadtarchiv in Salzwedel. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Faksimiles sind originalgetreue Nachbildungen in Schrift, Inhalt, Farbe und Muster. Es sind kaum Unterschiede zwischen den Exponaten zu erkennen. Zwei der Faksimiles übergab Bürgermeisterin Annett Jura am Dienstag an Ulrich Kalmbach vom Johann-Friedrich-Danneil-Museum in Salzwedel.

600.000 Euro jährlich für die Museen

Ermöglicht hat das die Fielmann AG aus Hamburg. Für Koordinator Jürgen Ostwald ist es der Auftakt einer regen Zusammenarbeit. Deutschlandweit ist er unterwegs, hat für die Museen jährlich einen Etat von 600.000 Euro. Nun profitieren auch die Museen in der Prignitz davon. Wie viel die Faksimiles kosteten, wollte er jedoch nicht verraten.

Links das Faksimile und recht das Original - es ist kaum ein Unterschied zu erkennen. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Für Frank Riedel, Museumsleiter in Perleberg, ist das jedoch ein Glücksgriff. „Die Fielmann AG nimmt uns die Arbeit des Suchens ab. Sie halten für uns die Augen mit offen“, sagt er. Das betonte auch Jürgen Ostwald: „Wenn ich was auf Auktionen sehe, das ich mit Perleberg in Verbindung bringen kann, schlage ich für das Museum zu.“

Viele Städte haben Stadtrecht aus der Altmark

Demnächst sollen auch die Museen in Pritzwalk und Wittenberge von den Zuschüssen der Fielmann AG profitieren. Auch in Perleberg ist im Oktober schon das nächste Projekt in Aussicht. Ins Detail wollten die Initiatoren jedoch noch nicht gehen. Für Bürgermeisterin Annett Jura ist das Vorhaben ein weiterer Schritt dazu, dass kulturelle Erbe der Stadt zu erhalten und beide Städte – Perleberg und Salzwedel – enger zu verbinden.

Bürgermeisterin Annett Jura überreichte die zwei Faksimiles an Ulrich Kalmbach für die Sonderausstellung im Salzwedeler Museum und dem Stadtarchiv. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Viele Städte der Prignitz haben ihren verfassungsrechtlichen Status als Stadt altmärkischen Städten im heutigen Land Sachsen-Anhalt zu verdanken: Salzwedeler Recht kam in Perleberg und Lenzen zur Anwendung. Das Recht der Hansestadt Seehausen wurde auf Pritz­walk übertragen. Stendaler Recht galt in Kyritz, Wusterhausen, Wittstock und Neuruppin.

Von Marcus J. Pfeiffer

Mit sechs Abgeordneten ist der Kreisbauernverband im Prignitzer Kreistag vertreten. Die wollen die Landwirte auch nach der Kommunalwahl entsenden. Die Berechnung der Kreisumlage und den Erhalt aller Gymnasien stellen sie in Frage.

24.05.2019

Die Museen in Perleberg und Wittenberge bekommen ab August einen Volontär. Der wird sich mit der Zeit am Ende des Zweiten Weltkrieges in der Region beschäftigen. Vieles davon ist noch völlig unerforscht.

24.05.2019

23 Mannschaften nahmen am 17. Feuerwehrtag der Gemeinde Groß Pankow teil, der in Baek stattfand. Bei den Frauen und Männern kamen die Sieger aus Seddin. Das beste Nachwuchsteam ist in Wolfshagen zuhause.

21.05.2019