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Perleberg Tourismuschef wirbt für Radwegsanierung in Plattenburg
Lokales Prignitz Perleberg Tourismuschef wirbt für Radwegsanierung in Plattenburg
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16:13 14.08.2019
Radfahrer auf dem Elberadweg bei Abbendorf in der Prignitz. Quelle: Peer Grimm/dpa
Groß Gottschow

Auf dem Weg zur Radwegsanierung in der Gemeinde Plattenburg hat der Ausschuss für Bau und Planung auf seiner Sitzung in Groß Gottschow die dritte Etappe beendet. Allerdings ohne ein positives Votum. Es gibt noch Gesprächs- und Besichtigungsbedarf.

Es geht um 7,5 Kilometer Radweg zwischen Kletzke und Plattenburg

Eine Beschlussempfehlung sprach das Gremium daher nicht aus, bestätigte Bauamtsleiter Martin Nagel. Die Tendenz scheint aber positiv. So der Eindruck von Mike Laskewitz, der die Diskussion verfolgte. „Die Mehrheit der Mitglieder ist dafür“, sagte der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz.

Die Verwaltung der Gemeinde Plattenburg möchte von den Kommunalpolitikern wissen, ob ein rund 7,5 Kilometer langer Abschnitt auf der Bischofstour, die von Havelberg bis nach Wittstock/Dosse führt, saniert werden kann oder nicht. Die Gemeindevertreter tun sich mit der Zustimmung schwer, da sie mit einer nicht unerheblichen Belastung für den – klammen – Haushalt der Kommune einhergeht.

Trotz der Möglichkeit, auf Fördermittel in Höhe von 90 Prozent der Kosten zurückgreifen zu können, geht die Gemeinde von einem Eigenanteil in Höhe von rund 245 000 Euro aus, allerdings verteilt auf vier Jahre. Dieser Brocken liegt nach wie vor im Weg und verhinderte bisher die Zustimmung sowohl in der Gemeindevertretung am 4. Dezember vergangenen Jahres als auch in einer Sitzung des Ausschusses für Bau und Planung am 12. Februar.

Touristen und Einheimische profitieren von ausgebauten Radwegen

Nun also der dritte Anlauf in Groß Gottschow. Die Ausschussmitglieder zeigten sich offen für die Argumente aus Sicht des Tourismus und erteilten Mike Laskewitz Rederecht. Ihm war es sehr wichtig, noch einmal die Bedeutung der Modernisierung für die Region hervorzuheben. Laskewitz warb dafür, den Blick über den Tellerrand hinaus zu richten. „Es geht nicht nur um unsere Touristen, auch Einheimische profitieren von der Investition in den ländlichen Raum.“

Der geplante Ausbau eines Abschnittes zwischen Kletzke und dem Forsthaus Plattenburg mit zwei Spuren auf drei Metern Breite würde noch weitere Vorteile bringen. Als Argument wurde von Beginn an auch immer die Nutzung des Weges durch die Landwirtschaft angeführt. Und im Falle eines Waldbrandes könnte zudem die Feuerwehr von einem befestigten Weg profitieren.

Wichtig war Mike Laskewitz auch noch einmal die Bedeutung der Bischofstour als überregionaler Fernradwanderweg hervorzuheben. Davon führen auf einer Länge von 285 Kilometern fünf durch die Prignitz. Neben der Bischofstour sind das der Elbe-Müritz-Rundweg, der Elberadweg, Tour 3 der Radroute Historische Stadtkerne und die Tour Brandenburg.

Fünf Kommunen in der Prignitz sind an Fördermitteln interessiert

So gesehen sei die Verbindung zwischen Kletzke und Plattenburg als „ein Puzzleteil“ zu sehen, argumentierte Laskewitz. „Um den Anspruch einer Qualitätsroute gerecht zu werden, wünschen wir uns hier den Lückenschluss.“

Neben Plattenburg haben fünf weitere Kommunen Interesse an der finanziellen Unterstützung für die Modernisierung von Radwegen. Wittenberge, Karstädt und Bad Wilsnack/Weisen haben bereits Anträge gestellt, Perleberg ist in der Vorbereitung. Pritzwalks Bürgermeister Ronald Thiel erhielt den Bescheid vergangene Woche von Landrat Torsten Uhe.

Von Stephanie Fedders

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