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Perleberg Uhe bestätigt weitere Senkung der Kreisumlage
Lokales Prignitz Perleberg Uhe bestätigt weitere Senkung der Kreisumlage
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01:15 27.01.2019
Im gediegenen Ambiente des Kaiser-Saals hatten sich die Gäste des Empfangs versammelt und lauschten Torsten Uhe am Rednerpult. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Perleberg

Der Neujahrsempfang des Prignitzer Landrats ist in jedem Jahr eine gute Gelegenheit, um Bilanz zu ziehen. Er ist außerdem eine Plattform für zwanglose Gespräche zwischen vielen Akteuren, die sich sonst nicht ohne weiteres über den Weg laufen. Das war auch anno 2019 so. Ehrengäste gab es auch wieder im Saal des Hotels „Deutscher Kaiser“, diesmal deren gleich zwei: Bildungsministerin Britta Ernst und die Trainerlegende Bernd Schröder. Die weiteren Akteure auf der Bühne kamen allesamt aus der Prignitz, seien es die beiden Moderatoren Isabell Becker und Christopher Nowak oder auch die vier Musiker von der Kreismusikschule Prignitz.

Ansonsten waren Prignitzer Bürgermeister und Hauptverwaltungsbeamte in großer Zahl, Vertreter von Behörden Vereinen und Institutionen, aber auch der Nachbarkreise gekommen und nicht zuletzt viele Ehrenamtler – vier von ihnen sollten später mit dem Prignitzer Bürgerpreis ausgezeichnet werden, den der Landrat gemeinsam mit der Sparkasse Prignitz vergibt.

Arbeitslosigkeit ist jetzt niedriger als in Berlin

Es gibt sie, die vorzeigbaren Erfolge in der Prignitz im Jahr 2018. Landrat Torsten Uhe ließ es sich nicht nehmen, genau diese Erfolge auch alle noch einmal aufzulisten. Da ist die Arbeitslosenquote, die mittlerweile 7,5 Prozent beträgt und damit mittlerweile unter der von Berlin liegt.

Da ist die weitere Konsolidierung des Kreishaushalts, die jetzt relativ kurz nacheinander die zweite signifikante Senkung der Kreisumlage ermöglicht: Im März wird dem Kreistag ein Nachtragshaushalt vorgelegt, der eine weitere Senkung um 2,5 Prozentpunkte beinhaltet.

Neujahrsempfang des Prignitzer Landrats 2019 Quelle: Bernd Atzenroth

Uhe kann eine Reihe von Ereignissen und positiven Entwicklungen nennen, die es 2018 gegeben hat, angefangen von der Eröffnung der Pritzwalker Museumsfabrik über die Einführung des ersten Plusbusses, den ersten Karrieretag in Pritzwalk, den ersten Spatenstich für das Multifunktionsgebäude und die Fertigstellung der Hochwasserspundwand und der L 11 zwischen Wittenberge und Breese bis hin zur 25-Jahr-Feier des Pollo der Lotte-Lehmann-Fachtagung in Perleberg. Höhepunkt sei natürlich der Brandenburg-Tag in Wittenberge gewesen.

A14: „Brandenburg tritt hier auf der Stelle“

Es gab auch Aspekte, mit denen Uhe sicht- und hörbar nicht zufrieden ist, etwa den Sachstand in Sachen A 14: „Brandenburg tritt hier auf der Stelle“, betonte Uhe. „Wir schätzen es zwar, dass Ministerpräsident Woidke die A 14 jetzt zur Chefsache machen will – aber sie muss jetzt auch kommen!“ Stellung bezog Uhe auch zu den Themen medizinische Versorgung und zum Sachstand bei der Ausweisung von Polderflächen zum Hochwasserschutz entlang der Elbe.

Bei Ausblick auf das gerade angebrochene Jahr verwies Uhe auf die 20. Elblandfestspiele in Wittenberge im Juli, aber auch auf die nächste Lotte-Lehmann-Akademie und den Prignitz-Sommer. Und dann hatte er noch zwei besondere Hinweise: „Nutzen Sie die Laga in Wittstock – sie ist ein Highlight auch für unseren Landkreis“, betonte er und nahm damit Bezug auf die vielen touristischen Anbieter aus dem Kreis, die sich bei der Laga präsentieren. Und auch das Fontane-Jahr, das in diesem Jahr in Neuruppin gefeiert wird, war ihm eine Erwähnung wert.

Sorgenvoller Blick auf die Wahlen

Mit Sorge blickt Uhe allerdings auf die anstehenden Wahlen, seien es die Kommunal- und Europawahlen Ende Mai oder die Landtagswahl im September. „Es liegt an uns, in der Hand eines jeden, mitzugestalten. Demokratie ist ein hohes Gut, gerade im 30. Jahr des Mauerfalls“, schloss er seinen Beitrag.

Britta Ernst beim Neujahrsempfang des Prignitzer Landrats 2019. Quelle: Bernd Atzenroth

Britta Ernst umriss in ihrem Redebeitrag die Bildungspolitik des Landes und sprach dabei auch das Thema Schulschließungen an. Sie versprach dabei, „alles dafür zu tun, die Schulen, die wir haben, zu sichern“. Ziel der Landesregierung sei es, wie sie ausführte, jeden OSZ-Standort zu erhalten. Allerdings könne man „unterfrequente Klassen nur bis zu einem bestimmten Maß unterstützen“.

Ein weiterer Punkt ihrer Rede war die Sportförderung, etwa die Unterstützung des Landes für Sportstätten, das KommunalinvestitionsProgramm und die Erhöhung der Sportförderung von 17 auf 19 Millionen Euro.

Von Bernd Atzenroth

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