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Perleberg Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag
Lokales Prignitz Perleberg Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag
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00:22 28.01.2019
Die Gruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ des Gymnasiums zieht zur Kranzniederlegung durch die Stadt. Quelle: Fotos (2): Marcus J. Pfeiffer (Archiv)
Perleberg

Am Internationalen Tag des Gedenkens der Opfer des Holocaust wird in Perleberg an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnert. Die Stadt lädt gemeinsam mit dem Landkreis in die Aula des Gottfried-Arnold-Gymnasiums in die Puschkinstraße ein, um an jene Menschen zu erinnern, die durch Hass und Verfolgung ihr Leben verloren haben, aber auch an jene, die durch die Befreiung zurück ins Leben fanden. „Es ist eine zentrale Veranstaltung in der Prignitz, die sich mit dem Thema beschäftigt“, kündigt Bürgermeisterin Annett Jura an.

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager in Auschwitz durch russische Soldaten befreit. Sie fanden dort rund 8000 überlebende Häftlinge des KZ Auschwitz vor, des größten deutschen Vernichtungslagers. Eine Million Menschen starben in Auschwitz, die meisten von ihnen waren Juden.

Weltweiter Gedenktag

Diese Taten müssen verinnerlicht werden, ist Annett Jura der Meinung. Sie betont die Wichtigkeit solcher Gedenkveranstaltungen. In Fragen der Aufklärung sei das Gymnasium ein gut gewählter Ort und somit auch für das Erinnern an eine solch grausame Tat. „Verantwortung trägt jeder, doch man muss über die betroffenen Völker reden und diese nicht aussparen oder gar verschweigen“, sagte die Bürgermeisterin bei der Veranstaltung im vergangenen Jahr, denn diese hat mittlerweile eine lange Tradition in der Rolandstadt.

Seit 1996 wurde in Deutschland der 27. Januar als Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus begangen. Am 1. November 2005 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 27. Januar zum Internationalen Tag des Gedenkens der Opfer des Holocaust. Seit 2006 wird er weltweit begangen.

Schüler setzen ein Zeichen

Um 14 beginnt die Veranstaltung am Sonntag in Perleberg. Das Wachhalten dieser grausamen Geschichte sei das oberste Ziel beider Veranstalter, der Stadt und des Landkreises. „Auch heute noch, über 70 Jahre nach Kriegsende, ist Antisemitismus spürbar und Jude. ein Schimpfwort“, sagt Annett Jura Um eine Wende herbeizurufen, sollte jeder einzelne dazu Position beziehen und Vorbild sein.

Die musikalische Umrahmung wird von einem Schülerensemble des Gymnasiums gestaltet. Die Schüler der Gruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage„ werden auch wieder selbst ein Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus und Hass setzen. Direkt nach der offiziellen Gedenkveranstaltung werden die Mitglieder mit weiteren Begleitern einen Blumenkranz zum Denkmal der Verfolgten des Naziregimes auf den Marienplatz tragen.

Holocaust als Thema im Unterricht

Gemeinsam mit dem Bund der Antifaschisten haben die Schüler, wie schon im Vorjahr, den Gedenkmarsch organisiert. Musikalisch wird die Veranstaltungen vom Blechbläserensemble unter der Leitung von Heiko Leu begleitet.

In vielen Ländern der Welt wird der 27. Januar mit besonderen Gedenkveranstaltungen begangen. In der Zeit um den Tag herum, soll das Thema Holocaust mit Hass, Verfolgung und Ermordung auch im Schulunterricht eine größere Rolle spielen, wie die Bildungsminister im Europarat vor Jahren beschlossen haben. Auch im Deutschen Bundestag findet eine separate Gedenkstunde zum Internationalen Tag des Gedenkens der Opfer des Holocaust statt.

Von Marcus J. Pfeiffer

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