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Perleberg Regionale Produkte: Prignitzer bringen sich ein
Lokales Prignitz Perleberg Regionale Produkte: Prignitzer bringen sich ein
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13:37 22.08.2019
Das regionale Produkt schlechthin: Knieperkohl. Auch die Vermarktung des Prignitzer „Nationalgerichts“ spielt im aktuellen Projekt eine Rolle. Quelle: Stephanie Fedders
Perleberg

Auf dem Weg zu einer besseren Vermarktung regionaler Produkte aus der Prignitz ist jetzt die Mitarbeit aller Interessierten gefordert. Nach dem ersten Treffen einer Lenkungsgruppe sowie Expertengesprächen wurde vor ein paar Tagen eine Internetseite freigeschaltet, die einen Überblick über das derzeitige Angebot geben soll.

Digitale Karte kann für Einträge von jedermann genutzt werden

Auf www.prignitz-erleben.de steht neben Erläuterungen zum Ablauf des Projektes, dass die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Storchenland Prignitz dank finanzieller Unterstützung aus dem EU-Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) vor einem halben Jahr angestoßen hat, auch eine digitale Karte. In die lassen sich Angaben zu Herstellern, Verkaufsstellen, Märkten und mehr eintragen.

Die Fleischerei Hildebrandt aus Kletzke verkauft und verarbeitet auch regionale Produkte. Die Schweine und Kühe wachsen in der Prignitz auf. Quelle: Stephanie Fedders

Die Resonanz auf das Mitmach-Angebot kann sich schon sehen lassen. Etwas mehr als 100 Einträge sind bereits aufgelistet. Sehr zur Freude von Janne Dora Borchers von der CIMA Beratung und Management GmbH aus Lübeck, die den Prozess moderiert und am Ende des Projektes ein Konzept erstellen wird. „Wir sind bis jetzt sehr zufrieden, das Engagement ist schon ganz gut“, sagt Borchers beim Blick auf die Eintragungen.

Quer durch die Prignitz bis hinüber in das Ruppiner Land und ins südliche Mecklenburg sind bereits Punkte markiert, die auf regionale Produkte verweisen. Die Angaben beziehen sich nicht nur auf Ansprechpartner und Kontaktdaten, sondern auch auf das Angebot, Übernachtungsmöglichkeiten oder Besonderheiten wie Bio-Siegel und Gastronomie.

Vor-Ort-Gespräche mit lokalen Akteuren laufen gut

Genutzt haben den Service bereits bekannte Unternehmen wie die Neudorfer Fleischerei, der Heidelbeerhof Quirling oder die Straußenfarm Westprignitz. Neben Nahrungs- und Genussmittel können auch sonstige regionale Produkte wie Kunsthandwerk eingetragen werden.

Die CIMA überprüft die Angaben und nutzt die so entstehende Karte, um daraus Rückschlüsse zu ziehen, wie die Anbieter vernetzt werden können und wie eine mögliche Logistik aussehen könnte. „Jetzt geht es aber erst mal um die Erfassung des Status quo“, macht Borchers deutlich.

Neben der Arbeit auf der Internetseite ist Janne Dora Borchers aber auch viel in der Prignitz unterwegs, schlägt also den Bogen aus der Hansestadt Lübeck in Richtung der Hansestädte Perleberg und Pritzwalk mitsamt Umgebung. Vor Ort finden nämlich die Gespräche mit Akteuren aus den Bereichen Tourismus, Landwirtschaft, Wirtschaft, Verwaltung und regionale Organisation statt.

Workshop am 9. September in Perleberg geplant

Auch das Interesse am Austausch ist geweckt, hat Borchers festgestellt. „Termine zu vereinbaren ist kein Problem, alle sind sehr offen für Gespräche“, lautet das Zwischenfazit der Marketingexpertin. So ergebe sich im Laufe dieser Projektphase ein guter Überblick, wer bereits mit wem in Kontakt sei. Und Borchers kann selbst als Multiplikatorin wirken und interessierte Akteure zusammenbringen.

Ende August sollen intern mit den Partnern die ersten Zwischenergebnisse besprochen werden. Eine offene Runde für alle, die mitwirken möchten, ist dann am 9. September geplant. In Perleberg soll ein gemeinsamer Workshop stattfinden, um die bisherigen Erkenntnisse weiter zu entwickeln.

Von Stephanie Fedders

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