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Perleberg Wie der Landkreis Prignitz die Geflügelpest bekämpfen will
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Wie der Landkreis Prignitz die Geflügelpest bekämpfen will

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12:33 07.01.2022
Geflügelhalter in der Prignitz sind zur Vorsicht aufgerufen.
Geflügelhalter in der Prignitz sind zur Vorsicht aufgerufen. Quelle: dpa
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Perleberg

Der Landkreis Prignitz hat am Freitag eine Allgemeinverfügung zur Bekämpfung der Geflügelpest im Amtsblatt Nummer 2/2022 erlassen. Sie tritt am heutigen Samstag in Kraft.

Betroffen sind viele Städte und Gemeinden

Danach wird die Aufstallung von Geflügel angeordnet. Betroffen sind Teile der Städte Pritz­walk und Wittenberge, der Ämter Bad Wilsnack/Weisen, Lenzen-Elbtalaue, Putlitz-Berge und Meyenburg sowie der Gemeinden Karstädt, Groß Pankow und Gumtow. Die detaillierte Karte der betroffenen Regionen ist über die Internetseite des Landkreises (www.landkreis-prignitz.de/Geflügelpest) einsehbar.

Geflügel ist nur noch in geschlossenen Ställen zu halten

In den betroffenen Gebieten dürfen Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten oder Gänse (Geflügel) nur noch in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung gehalten werden, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung besteht.

Ausnahmen bedürften schriftliche Genehmigung

Ausnahmen im Einzelfall bedürfen der ausdrücklichen schriftlichen Genehmigung durch den Sachbereich Veterinäraufsicht und Verbraucherschutz des Landkreises Prignitz. Geflügelausstellungen, Geflügelmärkte und Veranstaltungen ähnlicher Art dürfen in den in der Allgemeinverfügung genannten Gebieten nur in geschlossenen Räumen durchgeführt werden.

In Brandenburg wurden in diesem Herbst und Winter vier Fälle von Geflügelpest bei Nutzgeflügel festgestellt, 36 000 Tiere mussten getötet werden.

Amtstierärztin mahnt zur Vorsicht

„Die Stallpflicht in den ausgewiesenen Gebieten der Prignitz soll unbedingt verhindern, dass sich die Geflügelpest durch die Übertragung durch Wildvögel bei uns ausbreitet. Die Folgen hätten auch viele Kleintierhalter zu tragen“, sagt Amtstierärztin Sabine Kramer. Ihre Bitte geht an die Geflügelhalter, ihre Bestände beim Veterinäramt anzumelden, falls noch nicht geschehen, und vermehrte Erkrankungen oder Verluste anzuzeigen.

Von MAZonline