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Perleberg Wüstenrot Stiftung hat Rosenhagener Turmprojekt mit höchster Auszeichnung bedacht
Lokales Prignitz Perleberg Wüstenrot Stiftung hat Rosenhagener Turmprojekt mit höchster Auszeichnung bedacht
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00:21 01.06.2019
Gordon Thalmann von der Unteren Denkmalbehörde zeigt Pfarrer Matthias Frenzel, Kirchenbaubeauftragten Heiko Jaap, Gemeindevorsteherin Sonja Franke und dem „guten Geist“ der Kirche, Anne Petrick (v. l. n. r.), Fotos vom „alten Turm“. Quelle: Kerstin Beck
Rosenhagen

Als vor genau einem Jahr die geglückte Fertigstellung des hölzernen Kirchturms der Rosenhagener Kirche richtig groß gefeiert wurde, dachte wohl niemand daran, dass es vielleicht noch zu einer erfolgreichen Fortführung kommen würde.

Ein Blick zurück: Nachdem ein Nachbar sich darüber gesorgt hatte, dass vielleicht eines Tages der Turm auf seine Scheune fallen würde, war der 1654 errichtete quadratische Bretterturm mit seiner achteckigen hohen Spitze 1975 kurzerhand abgerissen worden.

Das Innere des neu errichteten Turmes hat sich inzwischen zu einer Begegnungsstätte für die gesamte Gemeinde Rosenhagen gewandelt – und das verdiente nun eine großeAnerkennung. Quelle: Kerstin Beck

Lediglich der steinerne Unterbau blieb, doch dieser verwandelte sich in eine Ruine, und nachdem vor elf Jahren das nebenan sich befindliche Pfarrhaus verkauft worden war, gab es für die Kirchengemeinde auch keinen Versammlungsraum in der Winterzeit mehr.

Anne Petrick blieb dran

Ausgerechnet das Arzt-Ehepaar, welches dann 2009 dort eingezogen war, zeigte das größte Engagement darin, den Turmstumpf, der inzwischen weder Fußboden noch Tür besaß, wieder herstellen zu lassen: Anne und Marko Petrick. Erstere blieb nun nach der Feier weiterhin engagiert, denn da gab es ja die Wüstenrot Stiftung, die seit 1990 ausschließlich und unmittelbar gemeinnützig in den Bereichen Denkmalpflege, Wissenschaft, Forschung, Bildung, Kunst und Kultur arbeitet. Und da gab es wiederum im vergangenen Jahr den Wettbewerb „Land und Leute – die Kirche in unserem Dorf“.

Rosenhagen – sprich: Anne Petrick – beteiligte sich an dem Wettstreit. Und gewann einen der beiden ersten Preise in der ersten Preiskategorie.

Preisgericht war begeistert

Der neu errichtete Turm, der mit einem neuen Multifunktionsraum sowie sanitären Einrichtungen beispielhaft ein neues und ein den bestehenden Kirchenraum ergänzendes Nutzungsspektrum als lebendiges Dorfzentrum darstellt, hatte die Jury eindringlich überzeugt.

„Nach Auffassung der Mitglieder des Preisgerichtes handelt es sich um ein herausragendes, rundum sehr überzeugendes Konzept mit vielen Impulsen für Ihre Gemeinde. Ich gratuliere Ihnen hinzu im Namen des Preisgerichtes und bitte Sie, diese Information und die damit verbundene Hochachtung an alle Beteiligten weiterzuleiten“, heißt es in dem an Anne Petrick und Pfarrer Matthias Frenzel gerichteten Glückwunschschreiben von Stefan Krämer, dem Stellvertretenden Geschäftsführer der Stiftung.

Versammlungsraum im Obergeschoss

In einem Anfang der Woche organisierten Treffen weiterer Verantwortlicher wie Gordon Thalmann von der Unteren Denkmalbehörde, Pfarrer Matthias Frenzel, Kirchenbaubeauftragter Heiko Jaap und Gemeindevorsteherin Sonja Franke für diese Auszeichnung ist nun diese Bitte umgesetzt worden.

Bei dieser Gelegenheit konnten sich die Gäste auch von der derzeitigen Ausstattung des Turmes überzeugen: Im Erdgeschoss sind eine Küche und ein Sanitärraum eingebaut worden, und im Obergeschoss befindet sich nicht nur ein Versammlungsraum, der durch ein raffiniertes hölzernes Lamellensystem auch reichlich Licht erhält.

Hier ist auch eine aus acht Tafeln bestehende Ausstellung über die interessante Vergangenheit des Ortes untergebracht. Rosenhagen besaß einmal ein Gut, ein Impfstoffwerk und reichlich Landwirtschaft – und es hatte schon einmal einen Preis abräumen können: 1931 in Hannover für die beste Vorzugsmilch. „Hier können sich die Rosenhagener gut wiederfinden“, so Anne Petrick.

Auszeichnung wird in Erfurt überreicht

Und nun bleibt nur noch die mit 7500 Euro dotierte Preisverleihung, die am 21. September im Rahmen des 29. Evangelischen Kirchentages in Erfurt stattfinden wird.

Beworben hat sich zudem aus der Prignitz auch die Kirchengemeinde Groß Pankow mit dem Projekt der Sanierung und funktionalen Nutzung des Ensembles aus Pfarrhaus und Kirche in Lindenberg. Dafür wurde der Kirchengemeinde eine Anerkennung zuteil.

Von Kerstin Beck

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