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Perleberg Wunderblutkirche öffnet Pforten für Radler
Lokales Prignitz Perleberg Wunderblutkirche öffnet Pforten für Radler
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00:22 17.05.2019
Ordnungsamtsleiter Gerald Neu (l.) und Bürgermeister Hans-Dieter Spielmann warten an der Wunderblutkirche auf die Radler. Quelle: Bernd Atzenroth
Bad Wilsnack

Die Wunderblutkirche ist das Wahrzeichen des Kurortes und der Ursprung des historischen Wallfahrtsortes. Am Fuße der evangelischen Kirche in Bad Wilsnack werden am Freitag, 17. Mai, die Radler der Tour de Prignitz den Kulturstopp der zweiten Etappe einlegen.

Die Bauarbeiten am Gotteshaus sind voll im Gange. „Über den aktuellen Stand der Restaurierung wird Pfarrerin Anna Trapp informieren“, berichtet Angela Lausmann von der Amtsverwaltung. Die Kirche ist derzeit von vielen Seiten in Gerüsten umhüllt.

Innen sowie außen finden die Arbeiten nun schon seit drei Jahren statt. Die Initiatoren wollen die Wunderblutkirche für die nächsten 100 Jahre fit machen. Dabei erlebten sie immer wieder neue Überraschungen, über die sicherlich berichtet wird.

Im vierten Bauabschnitt widmen sich die Arbeiten ab dem Sommer dem hohen Chor, außen wie innen – Ende 2020 will man damit fertig sein. Dann wird die Kirche schon ihr künftiges äußeres Antlitz haben. Drei weitere Bauabschnitte sind dann für Arbeiten in der Kirche angesetzt.

V.l.: Antenne-Tourchef Moritz Hartmann, Wittenberges Tourismuschef Uwe Neumann und Antenne-Tourreporter Sascha Erler kommen in Bad Wilsnack ins Ziel. Quelle: Bernd Atzenroth

„Beim Kulturstopp gibt es nicht viel Zeit. Trotzdem wird die Kirche für kurze Blicke offen stehen“, sangt Angela Lausmann, die sich schon sehr auf die vielen Radler freut. Es geht einmal quer durch Bad Wilsnack. Gegen 13.15 Uhr ist bei Kilometer 30 der Kulturstopp angesetzt.

„Ich hoffe sehr, das viele Einwohner die Teilnehmer der Tour de Prignitz am Straßenrand willkommen heißen werden“, so Angela Lausmann. Neben der Pfarrerin werden auch Mitarbeiter der Stadtinformation den Radlern Rede und Antwort stehen – über die Stadt und Region.

Tour-Kulturstopp in Bad Wilsnack 2017. Auch damals war die Wunderblutkirche bereits eingerüstet. Quelle: Matthias Anke

Der Legende nach wurden nach einem Brand der Kirche 1383 drei unversehrte, mit Blut bedeckte Hostien entdeckt. Pilger glaubten an ihre Wunderkraft und verehrten sie. Die Reliquie gab der Wunderblutkirche später ihren Namen.

Nach der Reformation zerstörte der erste evangelische Pfarrer von Wilsnack die angeblichen Wunderhostien, indem er sie 1552 vor Zeugen verbrannte. Damit entfiel der Grund für die Wallfahrten.

Als „Offene Kirche“ ist die Wunderblutkirche täglich geöffnet. Ein Förderverein setzt sich für den Erhalt der Kirche als kultur- und kirchengeschichtliches Denkmal ein und organisiert unter anderem Wanderungen auf dem alten Pilgerweg Berlin–Wilsnack.

Von Marcus J. Pfeiffer

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