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Prignitz Prignitzer Einkommen höher als in OPR
Lokales Prignitz Prignitzer Einkommen höher als in OPR
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18:06 24.04.2019
Perleberg-Impressionen Quelle: Bernd Atzenroth
Perleberg

Es gibt Statistiken, auf denen sich nach wie vor die alten Grenzen zwischen den beiden deutschen Staaten gut erkennen lassen.

Eine solche legte jetzt das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hanns-Böckler-Stiftung vor, das in einer Studie jetzt die aktuellen Einkommensverhältnisse in den 401 deutschen Landkreisen dokumentiert hat.

Große Einkommensunterschiede

Während darauf der gesamte Osten hellgrün eingefärbt ist, was mit vergleichsweise niedrigen Einkommen einhergeht, geht es weiter westlich schon einmal ins ziemlich dunkle Grün über.

Es gibt sie also tatsächlich noch, die großen Einkommensunterschiede in Ost und West. Und doch fällt das Fazit aus Ostsicht nicht ganz so negativ aus, was eine zweite Statistik belegt.

Noch immer niedrig, aber stark gestiegen

Denn die zeigt, dass die Einkommen seit der Jahrtausendwende im ganzen Osten große Sprünge nach oben gemacht haben, während sie in manchen westlich gelegenen Regionen sogar eher gesunken sind.

Sehr erfreulich dabei sind die Werte aus Prignitzer Sicht: Denn im Landkreis Prignitz sind seit dem Jahr 2000 die verfügbaren Einkommen um 18,4 Prozent gestiegen, wobei auch Inflation und andere Faktoren eingerechnet sind.

Sie liegen aktuell im Schnitt bei 18 335 Euro im Jahr. Für sich genommen ist das immer noch kein hoher Wert – Heilbronn zum Beispiel kommt auf 32 000 Euro und wird damit nur vom Kreis Starnberg mit über 34 000 Euro überboten.

Prignitz auf der Überholspur

Doch hat die Prignitz damit den Nachbarkreis Ostprignitz-Ruppin inzwischen überholt. Dort liegt der Durchschnittswert bei 17 924 Euro – auch noch ein Zuwachs um immerhin 15,1 Prozent. Den durchschnittlichen bundesweiten Einkommenszuwachs seit dem Jahr 2000 beziffert die Studie mit 9,7 Prozent.

PR und OPR stehen aber auch besser da als die Ruhrgebietsstädte Gelsenkirchen, Oberhausen und Duisburg, als die Uckermark und Frankfurt/Oder und als viele Kreise in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Das gilt insbesondere für die Prignitz – wobei der direkte mecklenburgische Nachbarkreis Ludwigslust-Parchim noch mal besser abschneidet.

Torsten Uhe: „Die Richtung stimmt.“

Der Prignitzer Landrat Torsten Uhe kann der Statistik jedenfalls viel Positives abgewinnen: „Dieser Zuwachs an Einkommen bestätigt den guten Weg, den die Region seit Jahren genommen hat“, äußerte er auf MAZ-Anfrage. So könne man auch weitere Kennzahlen heranziehen, wie die Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen oder die Anzahl sozialversicherungspflichtiger Beschäftigter, die ebenfalls gestiegen seien. Uhe: „Die Richtung stimmt.“

Von Seiten des Landkreises Ostprignitz-Ruppin gab es zu der Studie bislang noch keine Stellungnahme – sie ist aber angefragt.

Von Bernd Atzenroth

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