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Prignitz Prignitzer Flüsse führen zu wenig Wasser
Lokales Prignitz Prignitzer Flüsse führen zu wenig Wasser
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00:22 11.01.2019
Hochwasser an der Stepenitz: Vor einem Jahr wurde das Rückhaltebecken der Neuen Mühle bei Perleberg probehalber gestaut. Quelle: Andreas König
Perleberg

Erst starker Regen, dann enorme Trockenheit und jetzt wieder nasses Wetter: Die Witterung spielt seit über einem Jahr verrückt und hat schon erste Schäden verursacht, vor allem in den vielen kleinen und großen Flüssen des gesamten Landkreises Prignitz.

„Die Auswirkungen des heißen und trockenen Sommers sind immer noch zu erkennen“, informiert Kurt Augustin, Abteilungsleiter Wasserwirtschaft im Landesumweltamt. Trotz der Niederschläge in den vergangenen Wochen sind die Pegelstände niedrig.

Alarmstufe drei der Stepenitz

„Zu niedrig für diese Jahreszeit“, so Augustin. Ein gutes Beispiel ist der Stepenitz-Pegel bei Wolfshagen. Der Durchschnitt liegt bei einem Wasserstand von rund einem Meter, aktuell sind es nur 68 Zentimeter.

Vor fast genau einem Jahr hat es über Tage geregnet. Die Pegel aller Prignitzer Flüsse stiegen rasant an, erreichten Alarmstufen und erste Stellen traten über die Ufer. Der Pegel in Wolfshagen lag zu dieser Zeit bei fast 2,50 Meter – Alarmstufe drei.

Probestau bei Perleberg

In diesem Zeitraum fand der Probestau des sogenannten Hochwasserrückhaltebeckens an der Neuen Mühle in Perleberg statt. Erstmals hat die Untere Wasserbehörde beide Durchlässe manuell geschlossen, um den Ernstfall zu simulieren, die Stadt zu schützen.

Seit dem Baujahr 1998 war die Anlage noch nie solchen Gegebenheiten ausgesetzt. Auch deswegen floss das hohe Wasser in den Flüssen nur sehr langsam ab. Der Pegel in Wolfshagen blieb währenddessen jedoch konstant.

Negativrekorde im Sommer

Im Sommer dann ein ganz anderes Bild: Die Wasserstände an Elbe, Stepenitz, Dömnitz und Co waren schwindend gering. Täglich sank der Pegel durch die enorme Hitze und Trockenheit. Nur noch wenige Zentimeter waren die Zahlen von Negativrekorden der vergangenen Jahrzehnte entfernt.

Bis heute sind die Pegelstände nicht im Normalzustand. Ein seltenes Phänomen, meint auch Kurt Augustin. Zwischen Herbst und Frühjahr sollen sich die Gewässer eigentlich generieren. „Ich bin noch guter Hoffnung, das Jahr hat erst begonnen.“

Keine Entspannung in Sicht

Durch den Verlauf sind jedoch verstärkt Wildtiere im Wasser unterwegs und erste Uferbrüche zu verzeichnen, zählt der Abteilungsleiter Wasserwirtschaft auf. Bei der Umweltqualität hingegen gebe es kaum Veränderungen, Schadstoffe und Nährstoffe liegen im Rahmen.

Dennoch ist keine Entspannung in Sicht: Ergiebiger, über Tage anhaltender Landregen blieb bisher aus. Die bislang gefallenen Niederschläge ließen die Flüsse nur sehr langsam ansteigen. Auch der kommende Sommer könnte wieder trocken und heiß werden.

Immer noch zu wenig Wasser

„Die Speicher Dosse und Rhin haben wir wie es die Vorgaben besagen gefüllt. Wir könnten so im Frühjahr und Sommer bei erneuter Trockenheit regulierend eingreifen“, sagt Kurt Augustin. Noch aber, sei jede Entwicklung denkbar.

Die Elbe bei Wittenberge hat mit 2,32 Meter immer noch zu wenig Wasser. Im Sommer führte sie Wasser bei einer Höhe von nur noch 83 Zentimeter. Die Stepenitz bei Wolfshagen hatte im Sommer nur noch 44 Zentimeter und jetzt immer noch nicht mehr als 68 Zentimeter.

In Pritzwalk hingegen war die Situation im Sommer etwas entspannter. Die Dömnitz führte nie weniger Wasser als 1,36 Meter und hat seitdem nochmals gut 20 Zentimeter dazugewonnen.

Von Marcus J. Pfeiffer

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