Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Pritzwalk umwirbt die Nachbarn
Lokales Prignitz Pritzwalk umwirbt die Nachbarn
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:47 16.01.2015
Pritzwalks Vize-Bürgermeister Ronald Thiel. Quelle: Beate Vogel
Pritzwalk

Mit der neuen Förderperiode werden auch die Karten bei den Empfängern neu gemischt. Stadt-Umland-Wettbewerb heißt das Zauberwort. Städte und umliegende Gemeinden sollen stärker zusammenarbeiten.

Als Musterbeispiel dient die Kooperation im Wachstumskern Autobahndreieck. "Die Stadt Pritzwalk arbeitet jetzt seit zehn Jahren mit der Stadt Wittstock, dem Amt Meyenburg, der Gemeinde Heiligengrabe und dem Verein Wachstumskern Autobahndreieck zusammen", sagt der stellvertretende Pritzwalker Bürgermeister Ronald Thiel. "Da fühlen wir uns auch bestens gerüstet, im Stadt-Umland-Wettbewerb gut abzuschneiden", erklärt er.

Welche Chancen die beteiligten Kommunen und der Wachstumskernverein im Wettbewerb sehen, durfte Ronald Thiel bei einem Pressefrühstück in der Staatskanzlei erläutern. "Bisher gab es drei Fördermitteltöpfe der EU", erläutert Roland Thiel: "Den Efre-Fond für regionale Entwicklung vor allem in den Städten, den Europäischen Sozialfonds für alles, was im weitesten Sinne mit sozialen Projekten zusammenhängt und den europäischen Fonds für ländliche Entwicklung, der vor allem den Dörfern und Ortsteilen zugutegekommen ist." Das Land Brandenburg bündele die Mittel der drei Fonds, weswegen Städte und Gemeinden besonders davon profitieren, wenn sie zusammenarbeiten.

Viel vor, wenig Zeit

  • Der Stadt-Umland-Wettbewerb des Landes Brandenburg soll die Zusammenarbeit von Städten und umliegenden Gemeinden fördern.
  • Bis zum 31. Oktober dieses Jahres müssen die einzelnen Wettbewerbsbeiträge der einzelnen regionen eingereicht sein.
  • Förderfähige Themen sind Infrastruktur und Umwelt, Mobilität und Energie sowie Wirtschaft und Tourismus. Es stehen 213 Millionen Euro bereit.

"Wir haben bereits in der Vergangenheit einige viel beachtete Projekte auf den Weg gebracht", sagt Ronald Thiel. Als Beispiele nannte er den Eingang der Wittstocker Schwimhalle, die Kita "Eichhörnchen" in Meyenburg oder als großes Vorhaben die Umgestaltung der Pritzwalker Tuchfabrik. An solche Erfolge gelte es anzuknüpfen. "Laut der sozioökonomischen Untersuchung sind wir der industrielle Kern Nordwestbrandenburgs, also auch in Wirtschaftsfragen gut gerüstet", sagte der stellvertretende Bürgermeister. Sorgen bereite den beteiligten Kommunen und Wirtschaftsvertretern die Entwicklung des kreiseigene Gewerbeparks Falkenhagen. "Dort gab es seit Jahren keine Neuansiedlung, obwohl exzellente Voraussetzungen dafür herrschen." Stattdessen würden andernorts Flächen entwickelt und "auf den Markt geworfen", was nach Ansicht des Wachstumskerns Autobahndreieck in Zeiten knapper werdenden Geldes nicht mehr akzeptabel sei.

Der Wettbewerb fördere ausdrücklich neue Kooperationen, weswegen die bisherigen Akteure Gespräche mit dem Amt Putlitz/Berge und der Gemeinde Groß Pankow führen wollen. "Waren wir bisher sozusagen die G5 der Prignitz, streben wir jetzt einen G-7-Gipfel an", erläutert Ronald Thiel. Vorstellungen über gemeinsame Projekte und erste Gespräche gebe es bereits, doch wolle man die Entscheidung den potenziellen neuen Partnern überlassen. Der Preis ist heiß: Im Stadt-Umland-Wettbewerbe warten insgesamt 213 Millionen Euro fürs ganze Land.

Von Andreas König

Ostprignitz-Ruppin Bahnverbindung Meyenburg-Neustadt - Heftige Kritik: Busse ersetzen Bahn

Die Verbindung zwischen Meyenburg und Neustadt ist für die nächsten zwei Jahre gesichert. Die Landräte aus Ostprignitz-Ruppin und der Prignitz sowie die Staatssekretärin Kathrin Lange aus dem brandenburgischen Verkehrsministerium haben die entsprechenden Verträge unterzeichneten. Aber nicht alle sind mit der präsentierten Lösung zufrieden.

19.01.2015
Polizei Prignitz: Polizeibericht vom 16. Januar - Wer kennt diesen Mann?

+++ Bad Wilsnack: Polizei veröffentlicht nach Banküberfall zwei Phantombilder - mit und ohne Maske +++ Perleberg: Sechsjähriger startet Wagen und das Unglück nimmt seinen Lauf +++ Pritzwalk: Auf einem Grundstück im Maxim-Gorki-Weg steht ein Wackelkandidat +++ Breese: Für den nächsten gemütlichen Fernsehabend in der Gartenlaube muss ein Laubenpieper in der Trift nun nachrüsten +++

16.01.2015
Prignitz Genehmigungsverfahren für Investition in Wittenberge - Zauneidechse ist Problem fürs Futterwerk

Die Lacerta agilis, besser bekannt als Zauneidechse, steht womöglich einem Investitionsvorhaben in Wittenberge (Prignitz) im Wege. Das bedrohte Tier müsste aufwändig umgesiedelt werden, damit im Industriegebiet Süd ein neues Mischfutterwerk gebaut werden kann.

18.01.2015