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Pritzwalk 16-Jähriger überfällt Pritzwalker Discounter
Lokales Prignitz Pritzwalk 16-Jähriger überfällt Pritzwalker Discounter
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15:28 30.07.2018
Quelle: dpa
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Pritzwalk

Dank couragierter Zeugen, darunter ein Ehepaar, konnte ein Überfall auf einen Pritzwalker Discounter am Samstagabend unmittelbar nach der Tat aufgeklärt werden.

Ein einheimischer 16-Jähriger hatte – bekleidet mit Basecap und Handschuhen sowie einem Tuch vor dem Gesicht – gegen 19.30 Uhr den Einkaufsmarkt in der Bergstraße betreten und mit vorgehaltener Waffe, die mutmaßlich wie eine echte Pistole aussah, von einer Kassiererin die Hausgabe der Geldscheine aus ihrer Kasse gefordert. Dazu hatte er die Kassiererin eingeschüchtert und mit der Waffe beispielsweise auf die Kasse geschlagen, bis er das Geld schließlich in seinem Beutel hatte.

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Mann überwältigt den Räuber

Vor dem Markt beobachteten allerdings mehrere Zeugen die Tat. Eine Frau ergriff das Fahrrad des Täters und schleuderte es auf den Gehweg vor dem Markt, so dass der Jugendliche es nicht nutzen konnte. Ein weiterer 48-jähriger Zeuge forderte den 16-Jährigen vor dem Markt auf stehenzubleiben und verfolgte ihn, als er trotzdem in Richtung Bergstraße flüchtete.

Dort überwältigte ihn der Mann. Mehrere andere Zeugen eilten zu Hilfe und hielten den Beschuldigten bis zum Eintreffen der Polizisten fest. Die Beamten nahmen den jungen Mann dann vorläufig fest und brachten den jugendlichen Räuber ins Gewahrsam der Polizeiinspektion.

Eine Nacht in Gewahrsam

Nach Überprüfung der Tatwaffe stellte sich heraus, dass es sich dabei um eine Schreckschusswaffe handelt, das Magazin war leer. Die Pistole wurde sichergestellt. Das gestohlene Bargeld war noch komplett bei dem 16-Jährigen. Die Polizisten nahmen es an sich und übergaben es den Kassiererinnen des Discounters.

Nach der erkennungsdienstlichen Behandlung, einer Nacht im Gewahrsam und einer Vernehmung als Beschuldigten wurde der Jugendliche am Sonntagmittag nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Neuruppin sowie aufgrund des Fehlens von Haftgründen an seine Mutter übergeben.

Die Ermittlungen übernahm zunächst der Kriminaldauerdienst, sie werden jetzt von der Kriminalpolizei der Direktion Nord fortgeführt.

Von MAZ-online