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Pritzwalk 50 Jahre Hainholzbad
Lokales Prignitz Pritzwalk 50 Jahre Hainholzbad
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13:09 21.08.2019
Badespaß im Hainholzbad Anfang der 1970er Jahre. Quelle: Museum der Stadt Pritzwalk
Pritzwalk

Vor allem in den Ferien tummeln sich auf der Liegewiese und in den Becken viele Badegäste im Hainholzbad. Das Interesse der Pritzwalker an ihrem Bad ist ungebrochen. Seit 50 Jahren. Dieses Jubiläum soll an diesem Samstag, 24. August, beim Neptunfest im Hainholz-Schwimmbad groß gefeiert werden.

Baden im Hinterhof der Tuchfabrik

Im Stadtgebiet hat es einst mehrere Bäder gegeben, unterteilt in Frauen- und Männerbadeanstalt. Im Hainholz wurde 1889 das erste Freibad gebaut. Ein Schwimmverein hatte ab 1923 sein Becken bei der Kampfschen Mühle, nahe dem Gymnasium. Sogar im Hinterhof der Tuchfabrik hat es einmal ein Schwimmbecken gegeben.

Der Neubau einer bescheidenen „Badewanne“ in einer Größe von 300 Quadratmetern mitten im Naherholungsgebiet Hainholz erfolgte 1969. Was es vorher an Badegelegenheiten gab, war nicht mehr nutzbar. Das damals neu errichtete Bad wurde gleich gut angenommen.

Arbeiter legen 1969 die Badebecken an. Quelle: Museum der Stadt Pritzwalk

Nach fast 25 Jahren Betrieb wies die Badeanstalt erhebliche Schäden auf. Das marode Badebecken aus Beton verlor täglich um die 300 Kubikmeter Wasser. Zudem war die Wasseraufbereitung veraltet. Das führte 1993 zur Schließung des Hainholzbades.

Vor 50 Jahren wurde Pritzwalker Hainholzbad gebaut. Am 24. August wird groß mit einem Neptunfest gefeiert. Quelle: Beate Vogel

Im gleichen Jahr begannen aber auch die Sanierung und der Neubau eines neuen Bades. Für 3,4 Millionen D-Mark entstand ein Kombibecken mit Wasseraufbereitungsanlage, das im Juli 1994 übergeben wurde.

Bei der Sanierung stieg die Stadt auf Edelstahl um. Das mag zwar auf den ersten Blick kühl wirken, ist aber bei den Betriebskosten am Ende nicht zu schlagen: Die Stahlbecken halten extrem lange.

Die große Rutsche kostete 1998 fast eine Million Mark

Für weitere 1,45 Millionen Mark wurden bis Mai 1996 ein Eltern-Kindbereich sowie der Sanitärtrakt neu errichtet. Die Rutschenanlage folgte bis April 1998 für 953 000 Mark.

Heute verfügt das Hainholzbad über eine Wasserfläche von 723 Quadratmetern und viele Nebenanlagen. Mit einer 480 Quadratmeter großen Solaranlage kann das Badewasser auf bis zu 27 Grad Celsius erwärmt werden.

Montags ist im Hainholzbad Großreinemachen angesagt. Bis mittags sind dann keine Badegäste in den Becken. Quelle: Stadt Pritzwalk/Beate Vogel

Das Kombibecken bietet sechs Wettkampfbahnen, die Sprunganlage drei Türme von einem bis fünf Metern Höhe. Das Hainholzbad verfügt auch über einen Saunabereich.

Der Stadt Pritzwalk als Eigentümer stehen die Mitarbeiter des Wittenberger Bäderbetriebes zur Seite, die den technischen Betrieb und die Sicherheit im Badebetrieb garantieren.

Neptunsfest am 24. August

Zum Jubiläum wird ein Gast erwartet: Neptun, der Herrscher der Meere und des Hainholzbades, wird am Samstag, 24. August, aus den Tiefen des Schwimmbeckens emporsteigen, um neue Untertanen zu suchen. Um ihn gnädig zu stimmen, wird von 10 bis 17 Uhr ein großes Neptunfest gefeiert.

Spiele, Musik und eine göttliche Taufzeremonie erwarten die Besucher. Neptun persönlich wird die Zeremonie an mutigen Täuflingen vollziehen. Besondere Taufwünsche nimmt der Badleiter vor Ort entgegen.

Beim Spaß-Quadro-Beachvolleyballturnier kommen Aktive auf ihre Kosten. Diese Sportart bietet einen Trainingseffekt für nahezu alle Körperregionen und vor allem eine Menge Spaß. Die Mannschaftsaufstellung erfolgt bis 16 Jahre und ab 17 Jahre, der Spielmodus wird am Veranstaltungstag entschieden.

Kostümiert vom Turm springen

Anmeldungen nimmt der Veranstalter unter der Telefonnummer 03395/30 42 76 sowie per E-Mail an jugendfreizeitzentrum@pritz-walk.de entgegen. Höhepunkt wird der Kostümsprungwettbewerb sein: Die Teilnehmer können vom Einer, Dreier oder Fünfer springen, je nachdem, was jeder sich zutraut.

Bewertet wird neben dem Sprung das Outfit, das möglichst lustig sein soll. Wer schon immer in einer besonderen Verkleidung vom Turm springen wollte, kann von der Jury gute Noten bekommen. Die drei schönsten Kostüme mit Sprung werden prämiert.

Schnuppertauchen und Bungee-Trampolin

In Neptuns Tiefen entführt bei einer Tauchvorführung mit Schnuppertauchen das Tauchcenter Dive. Kinder, die ohne Begleitung der Eltern teilnehmen möchten, müssen eine Einverständniserklärung der Eltern vorlegen. Für Landratten geht es in bis zu acht Meter Höhe auf dem Bungee-Trampolin. Die Benutzung pro Person kostet einen Euro.

Auch abseits des Wassers ist viel geboten: Kinder können sich auf eine Hüpfburg und Kinderschminken freuen. Wer ein Erinnerungsfoto haben möchte, ist in der Fotobox gut aufgehoben. Für das leibliche Wohl sorgt die Wittenberger Bädergesellschaft.

Von Beate Vogel, Mitarbeiterin im Büro des Bürgermeisters der Stadt Pritzwalk.

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