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Pritzwalk 700. Geburtstag: Partystimmung in Mesendorf
Lokales Prignitz Pritzwalk 700. Geburtstag: Partystimmung in Mesendorf
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17:52 25.05.2019
Vom Park bis zur Pollo-Station zog der Umzug durch Mesendorf. Quelle: Stephanie Fedders
Mesendorf

Ein neuer Spielplatz, neue Bahnhofsgebäude und beinahe auch eine neue Telefonleitung – es fehlte nicht viel, dann wäre das Dorffest in Mesendorf teurer als geplant geworden. So war es eine erfolgreiche Veranstaltung aus Anlass des 700-jährigen Bestehens und des 95. Geburtstages der Feuerwehr.

Ein Fackelumzug durch den Park zum Auftakt

Eingeläutet hatten die Mesendorfer ihr Fest bereits am Freitagabend, als die Einwohner des Pritzwalker Ortsteiles zu einem Fackelumzug durch den Park zusammenkamen. Ein gelungener Auftakt, so lautete das Fazit. „Das war top, viele Leute sind gekommen“, hatte Pritzwalks Stadtbrandmeister Volker Lehmann beobachtet. Und auch Mathias Lemm, der als Vorsitzender des Heimatvereins maßgeblich an der Organisation der Feierlichkeiten beteiligt war, freute sich über das große Interesse. „Die Stimmung war super, an die 80 Mesendorfer waren gekommen“, bilanzierte Lemm.

Mesendorf feiert 700 Jahre Ersterwähnung, 95 Jahre Feuerwehr und Einweihung der Pollo-Gebäude mit vielen Gästen

Als es am nächsten Tag um 10 Uhr weiter ging, war erneut das ganze Dorf auf den Beinen. Die jüngsten der 100 Mesendorfer durften sich freuen, sie standen bei der Eröffnung im Mittelpunkt. Bürgermeister Ronald Thiel nutzte das Fest, um den neu gebauten Spielplatz am Gemeindehaus offiziell zu übergeben.

10 000 Euro investierte die Stadt, der Heimatverein erbrachte zusätzlich Eigenleistungen durch die Auskofferung der Fläche und den Einbau des Untergrundes aus Kies, der als Fallschutz dient. „Ortsvorsteher Vincent Maaß und Mathias Lemm haben in den vergangenen Jahren viel geleistet“, lobte Thiel das aktive Dorf, das mit einem Durschnittsalter von 46 Jahren zu den jüngsten Pritzwalker Ortsteilen zählt.

Festumzug mit Treckern und Feuerwehrautos

Der Bürgermeister brachte nicht nur Geschenke mit – Heimatverein und Feuerwehr erhielten jeweils einen Scheck über 100 Euro – er bat die Mesendorfer auch um eine Gegenleistung: Unterstützung im Bemühen, engagiert für den Ausbau der B 107 einzutreten. „Wir werden dran bleiben“, versprach Thiel.

Breit genug war auf jeden Fall die Dorfstraße für den Festumzug, der bis zur Pollo-Station ging. Viele bunt geschmückte Wagen, Feuerwehrautos und Einwohner machten sich auf den Weg. Über allem schwebte am Kran eines Unimogs das große Werbebanner, das kurz vor dem Ziel die Telefonleitung zu kappen drohte. Ein Gast hatte aufgepasst und um wenige Zentimeter tiefergelegt ging es weiter.

Am Bahnhof bildete sich eine beeindruckende Kulisse um die offizielle Einweihung der neuen Stationsgebäude zu erleben. Vor 50 Jahren, als die Bahnstrecke durch die Prignitz stillgelegt wurde, hatten auch die die beiden Häuschen ausgedient und wurden abgerissen. Im vergangenen Jahr begann der Wiederaufbau mit Ziegeln aus Mesendorf und „so authentisch wie möglich“, schilderte Sven Lieberenz, Vorsitzender des Kleinbahn-Vereins.

Erstmals gibt es damit am Haltepunkt in Mesendorf Sanitärräume, noch dazu barrierefrei. Ein Gewinn für Vereinsmitglieder und Gäste nach „25 Jahren mit Dixie-Klos“, freute sich Lieberenz. Und ein echter Hingucker am Ortausgang.

Als Dankeschön für alle fleißigen Helfer laden Heimatverein und Ortsbeirat die Mesendorfer am Sonntagvormittag zu einer Fahrt mit dem Pollo ein.

Von Stephanie Fedders

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