Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Pritzwalk Baustelle am Kietz ein heißes Pflaster
Lokales Prignitz Pritzwalk Baustelle am Kietz ein heißes Pflaster
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:20 25.06.2019
Schweres Gerät ist derzeit auf der Baustelle am Kietz im Einsatz. Quelle: Stephanie Fedders
Pritzwalk

Die Männer sind nicht zu beneiden. Bei 30 Grad plus sitzen sie im Bagger, schleppen Steine oder füllen die Schotterschicht auf. Sie arbeiten auf einer der wärmsten Arbeitsplätze, die Pritzwalk diese Tage zu bieten hat: Auf der Baustelle am Kietz. Und die liegt in der prallen Sonne.

Arbeiten liegen voll im Zeitplan

Viel hat sich getan in den vergangenen Wochen, seitdem die Arbeiten zwischen Burgstraße und Kulturhaus pünktlich Anfang April gestartet sind. „Wir liegen voll im Zeitplan, wie vorgesehen“, freut sich Bauamtsleiter Halldor Lugowski beim Vor-Ort-Termin.

Die Schächte geben einen Blick in die Kanalisation frei. Noch... Quelle: Stephanie Fedders

Der Einbau von Querungshilfen, die dem ganzen Projekt seinen Namen geben, schreitet voran, so dass die Verwaltung mit einem pünktlichen Abschluss und der Freigabe der Straße für Ende August, spätestens Anfang September rechnet.

Ein Großteil der Arbeiten, die viel Zeit in Anspruch genommen haben, ist heute nicht mehr zu sehen. Jede Menge neue Rohre und Kabel wurden verlegt. Gas- und Elektroleitungen, Trink-, Schmutz- und Regenwasserleitungen sind im Erdreich verschwunden. Hier und da weisen gelbe Flatterbänder auf die Stromleitungen und die geöffneten Schächte geben einen Blick auf die Kanäle frei.

Sicherheitsstufen zum Schutz der Dömnitz vor Öl

Manche Rohre werden erst einmal leer und somit ungenutzt bleiben – sie sind prophylaktisch verlegt worden für Medienträger wie Telefon- oder Internetleitungen. „Ob wir sie brauchen werden, wissen wir noch nicht“, erklärt Halldor Lugowski. Aber sollte der Fall eintreten, muss die Straße nicht mehr aufgerissen werden, um an die Rohre zu gelangen.

Besonders aufwändig und teuer war der Einbau einer Vorklärung für das Regenwasser. „Hier wurden Sicherheitsstufen integriert“, erklärt Lugowski. Sie dienen dazu, beispielsweise Öl aufzufangen, bevor es mit dem Wasser in die Dömnitz gelangen würde.

Schon gut zu erkennen ist der Verlauf der Fahrbahnen und der Querungshilfen. Die Inseln in der Mitte der Straße bieten drei Übergänge, die mit zweiarmigen Lampen ausgeleuchtet werden. In der Mitte wird eine Fläche freigehalten und bepflanzt. Als Abgrenzung der Gehwege zu den Grünflächen soll eine Hainbuchenhecke dienen.

Bushaltestelle zieht um an den Burgwall

Einen neuen Platz wird es auf der westlichen Seite für die Bushaltestelle geben. Sie wandert vom Standort vor dem Kulturhaus stadteinwärts in Richtung Burgwall. Haltebuchten für die Busse sucht man vergebens. „Die Busse halten auf der Straße an und können nicht überholt werden“, sagt Lugowski. Das sei Teil der Verkehrsberuhigung am Kietz.

Auffällig wird auch die Deckschicht ausfallen, die zum Ende der Arbeiten auf dem rund 140 Meter langen Abschnitt aufgetragen wird. Sie ist heller als gewöhnlich und soll das Licht der Straßenlaternen reflektieren.

Am Freitag rücken die Teerkocher das erste Mal an, dann soll die Asphalttragschicht auf die Schottertragschicht aufgebracht werden. Diese Schicht, die bei rund 200 Grad verlegt wird, soll dann so lange liegen bleiben, bis die Gehwege und die Bushaltestellen fertig gestellt sind. „So können wir sicher stellen, dass die schweren Baufahrzeuge keine Schäden auf der Deckschicht hinterlassen“, erläutert Halldor Lugowski.

Pritzwalk finanziert die Bauarbeiten zu einem Drittel selbst, zwei Drittel kommen aus der Städtebauförderung.

Von Stephanie Fedders

Bei einer Typisierungsaktion 2016 in Pritzwalk lässt sich Stefanie registrieren. Im Mai erfährt sie, dass ihr Knochenmark einen todkranken Mann in den USA retten kann. Nach der OP schreibt sie einen Brief nach Amerika – und wartet auf Antwort.

28.06.2019

Der Zufall musste entscheiden, wer künftig in den Ausschüssen der Pritzwalker Stadtverordnetenversammlung das Sagen hat. Damit die CDU nicht leer ausgeht, verzichteten die Freien Wähler auf den Vorsitz.

27.06.2019

Bis Frühjahr 2020 soll ein Konzept für die einheitliche Vermarktung regionaler Produkte aus der Prignitz erstellt werden. Dreh- und Angelpunkt ist eine Lenkungsgruppe mit Experten aus Landwirtschaft, Tourismus und Verwaltung.

27.06.2019