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Pritzwalk Bürgerhaushalt:Diese Ideen sind nicht dabei
Lokales Prignitz Pritzwalk Bürgerhaushalt:Diese Ideen sind nicht dabei
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11:13 25.09.2019
Am Samstag, 28. September, sind die Pritzwalker gefragt. Welche Vorschläge machen das Rennen? Quelle: Julia Redepenning
Pritzwalk

50 000 Euro – diese Summe wird die Stadt Pritzwalk für den Bürgerhaushalt 2020 bereitstellen. 61 Vorschläge sind eingegangen, und am Ende wurden 34 zugelassen. Somit können Pritzwalks Bürger und die zugehörigen Ortsteile am Samstag, 28. September, entscheiden, welches Projekt eine Förderung verdienen. Jedoch gibt es auch Ideen, die es nicht in die finale Abstimmung geschafft haben. Welche es sind? Wir stellen sie vor.

27 Vorhaben erfüllen die Zulassungsvoraussetzungen nicht

Die Zahl der zugelassenen Vorschläge überwiegt. Das kann man der Liste entnehmen, welche die Stadt Pritzwalk offiziell herausgegeben hat. 27 Ideen erhielten den Status Rot, was bedeutet: Sie erfüllen nicht die Zulassungsvoraussetzungen gemäß der Satzung über den Bürgerhaushalt. Demnach werden sie nicht zur Wahl stehen.

Um zur Abstimmung zugelassen zu werden, muss das Projekt rechtmäßig und umsetzbar sein, und die Stadt Pritzwalk muss auch zuständig sein. Die veranschlagte Summe zur Realisierung darf 5000Euro nicht überschreiten. Ungültig ist ein Vorschlag auch, wenn er durch einen der vorherigen Bürgerhaushalte bereits eine Förderung erhalten hat.

Eine Doppelförderung durch weitere finanzielle Mittel aus dem Stadthaushalt ist ebenfalls nicht gestattet. Festveranstaltungen anlässlich eines Ereignisses wie Schulabschlussfeiern, Initiationsfeiern, Jubiläen und ähnliches werden nicht berücksichtig und sind von der Abstimmung ausgeschlossen.

Die Pritzwalker haben es in der Hand, welche Projekte eine Förderung erhalten. Quelle: Bernd Atzenroth

Keine Verkehrsspiegel und keine Verkehrsberuhigung

Gleich mehrfach sind Anregungen eingereicht wurden, die sich mit dem Thema Verkehr beschäftigen. Vorschlag eins auf der Liste forderte eine Errichtung einer Tempo-30- Zone im gesamten Altstadtkern. Dieser Wunsch entspricht jedoch nicht den Zulassungsvoraussetzungen. Eine Verkehrsberuhigung in der Pritzwalker Hermann-Lutz-Straße durch zum Beispiel Bremsschwellen oder einer Verkehrsinsel konnte also ebenso nicht zugelassen werden.

Drei Verkehrsspiegel wurden außerdem gefordert. Zur besseren Einsicht sollte in Richtung Wasserturm/Trappenberg ein solches Element angebracht werden. Für die Unterführung Richtung Goetheweg/Trappenberg und zur Ausfahrt Kirchstraße auf die Grünstraße hätten sich Bürger ebenso einen solchen Spiegel gewünscht.

App-Idee und Baumpartnerschaften schafften es nicht in die Auswahl

Um immer informiert über die aktuellen Öffnungszeiten des Hainholzbades in Pritzwalk zu sein, kam der Vorschlag, eine App für mobile Geräte herauszubringen. Dieser Einfall steht jedoch nicht zur Abstimmung. Auch der Alternativvorschlag, WLAN für das Schwimmbad einzurichten, wurde abgelehnt.

Wünsche hatten auch Naturliebhaber: Um den Baumbestand zu schützen, kam die Idee, für bestehende Pflanzen eine Partnerschaft zu übernehmen. Eine eventuelle Neugestaltung der Froschwiese und des Karpfenteichen an der Dömnitzbrücke kassierte in gleicher Weise ein Nein.

Auch die Ortsteile erhielten Absagen

Nicht nur Projekte, die die Stadt Pritzwalk betreffen, können mit Hilfe des Bürgerhaushaltes nicht umgesetzt werden. Einige Ortsteile erhielten genauso wie die Städter eine Absage.

In Sarnow war es vorgesehen, mithilfe der Förderung den Weg zum Friedhof auszubessern. Das wird nun so nicht geschehen. Bevering wollte einen öffentlichen Park neben dem Sportplatz errichten. Für mehr Sicherheit kam die Idee, an der Bushaltestelle in Buchholz die Bushaltestelle an der Hauptstraße 8a mit einer Lampe zu erhellen. Auch diese Projekte sind nicht dabei.

Alle Vorschläge können eingesehen werden

Trotz einiger Absagen haben es 34 Projekte in die engere Auswahl geschafft. Nun haben die Pritz­walker und die Einwohner der Ortsteile die Qual der Wahl. Sie können mitbestimmen, welche Projekte eine Förderung erhalten. Um 10 Uhr beginnt die Abstimmung im Kulturhaus.

Der Pritzwalker Udo Krüger machte mit und stimmte für ein Projekt im Bürgerhaushalt. Quelle: Bernd Atzenroth

Wer sich im Vorfeld noch ein eigenes Bild von den einzelnen Vorschlägen machen möchte, kann die Internetseite www.pritzwalk.de der Stadt Pritzwalk besuchen. Unter dem Stichpunkt Bürgerhaushalt sind nicht nur die 61 eingereichten Ideen aufgelistet, sondern die zugelassenen Vorschläge im Detail. Sowohl Bilder, die der Anschauung dienen, als auch die Gesamtkosten können eingesehen werden.

Von Julia Redepenning

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