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Pritzwalk Corona in der Prignitz – das Wichtigste im Überblick
Lokales Prignitz Pritzwalk Corona in der Prignitz – das Wichtigste im Überblick
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18:03 11.05.2020
Amtsärztin Dagmar Schönhardt demonstrierte bei René Glaeser wie der Abstrich in der Corona-Teststelle genau gemacht wird.
Amtsärztin Dagmar Schönhardt demonstrierte bei René Glaeser wie der Abstrich in der Corona-Teststelle genau gemacht wird. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Prignitz

Weiterhin 24 Personen sind laut Mitteilung der Kreisverwaltung vom Montag seit Beginn der Pandemie im Landkreis Prignitz an Covid-19 erkrankt. Von ihnen gelten 21 als geheilt. Insgesamt haben die ehrenamtlichen Helfer des DRK in den vergangenen Wochen 590 Abstriche an der zentralen Drive-in-Stelle in Perleberg vorgenommen.

Kreisverwaltung bietet wieder Sprechzeiten an

Seit Montag, 11. Mai, gibt es wieder Sprechzeiten in der Prignitzer Kreisverwaltung. Diese gelten unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen. Um die Kontakte auf das notwendige Maß zu beschränken und den erforderlichen Schutz zu gewährleisten, bittet die Kreisverwaltung alle Bürger folgende Grundsätze einzuhalten:

Alle Anliegen sind zunächst per E-Mail, Post oder telefonisch vorzutragen. Bitte kommen Sie nicht ohne Termin in die Kreisverwaltung!

Sollte eine persönliche Vorsprache notwendig sein, erfolgt vorab eine telefonische Terminvereinbarung. Terminvereinbarungen sind ab sofort bereits möglich.

Für die Kfz-Zulassungsstelle erfolgt die Terminvereinbarung über die Online-Terminvergabe (https://www.landkreis-prignitz.de/de/online_dienste/online_dienste.php), in Einzelfällen telefonisch.

Bei jedem persönlichen Termin sind die Abstandsregelungen sowohl zu Mitarbeitern der Kreisverwaltung als auch zu anderen Besuchern, zum Beispiel in Warteräumen, Fluren oder auf dem Außengelände, einzuhalten.

Noch ein wichtiger Hinweis: Personen, die unter den Geltungsbereich der Quarantäneverordnung fallen oder in den letzten 14 Tagen Kontakt zu bestätigten Covid-19-Erkrankten hatten oder selbst Krankheitssymptome haben, die auf eine Erkrankung mit Covid-19 hinweisen, dürfen nicht persönlich in die Kreisverwaltung kommen.

Infos zur erweiterten Notfallbetreuung

Seit dem 27. April ist die Notfallbetreuung von Kindern in Kitas erweitert worden. Landrat Torsten Uhe weist darauf hin, dass dies entsprechend der aktuellen Allgemeinverfügung auch für alle Alleinerziehenden gilt. Neu ist außerdem, dass nur ein Elternteil in einem systemrelevanten Beruf tätig sein muss, um die Notbetreuung zu beantragen. Voraussetzung ist jedoch weiterhin, dass die häusliche oder sonstige individuelle oder private Betreuung nicht gewährleistet werden kann. Der entsprechende Antrag ist bereits auf landkreis-prignitz.de abrufbar.

Teilaufnahme des Schulunterrichts seit 4. Mai

Der bereits seit dem 27. April zugelassene Unterricht wird seit dem 4. Mai folgendermaßen erweitert: Der Unterricht wird zugelassen in den Jahrgangsstufen 6 an Grundschulen, in den Jahrgangsstufen 6 und 9 an Schulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkten „emotionale und soziale Entwicklung“, „Lernen“ „Hören“, körperliche und motorische Entwicklung“ sowie „Sehen“, in der Jahrgangsstufe 9 an Oberschulen und Gymnasien, in der Jahrgangsstufe 11 an Gymnasien, in der Jahrgangsstufe 12 an dem beruflichen Gymnasium, in den Jahrgangsstufen 9 und 10 im Bildungsgang zum nachträglichen Erwerb der Fachoberschulreife, im zweiten Semester im Bildungsgang zum nachträglichen Erwerb der allgemeinen Hochschulreife und in allen beruflichen Bildungsgängen an beruflichen Schulen, für die im weiteren Bildungsverlauf die zeitliche Anschlussfähigkeit zu gewährleisten ist.

Pädagogische Angebote der Schule werden in den Jahrgangsstufen 1 bis 10 zugelassen für Schülerinnen und Schüler, die Angebote im Rahmen des häuslichen Bereichs nur unzureichend erreichen oder die zur Wahrnehmung des Kindeswohls aufzunehmen sind oder im Einzelfall besonderer Unterstützung bedürfen.

Corona-Hotline: 03876/71 33 13

Das Infotelefon des Landkreises Prignitz ist bis Sonntag, 3. Mai, nicht geschaltet.

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Lesen Sie dazu auch: Verordnung des Landes Brandenburg

Die Stadt Perleberg öffnet die Stadtverwaltung

Die Stadt Perleberg macht sich mit ihren Einrichtungen auf den Weg aus dem Corona-Shutdown, wie sie jetzt mitteilt. Unter Einhaltung der Eindämmungsverordnung sowie der Hygienestandards hat die Stadtverwaltung im Rathaus und in der Karl-Liebknecht-Straße ihre Türen seit Montag, 4. Mai, geöffnet.

Reguläre Sprechzeiten: Montag und Freitag jeweils von 8 bis 11.30 Uhr, dienstags von 8 bis 11.30 Uhr und von 13 bis 17.30 Uhr sowie donnerstags von 8 bis 11.30 Uhr und von 13 bis 15 Uhr. Diese Zeiten gelten ebenfalls für das Stadtarchiv.

Schutzausrüstung wird weiter benötigt

Seit dem Aufruf vor fast drei Wochen haben viele Firmen nach Möglichkeiten gesucht, in der Corona-Krise zu helfen. Sie spendeten Grundstoffe zur Herstellung von Desinfektionsmitteln oder Schutzanzüge. Von Privatpersonen kamen Mundschutz, Desinfektionsmittel und Handschuhe.

Kreiskrankenhaus optimal vorbereitet

Auch wenn die Lage in der Prignitz im Moment vergleichsweise entspannt ist: Das Kreiskrankenhaus Prignitz ist laut Mitteilung von Krankenhaus-Sprecherin Jaqueline Braun, optimal auf eine Welle an Covid-19-Patienten vorbereitet.

Weitere Beatmungsplätze sowie eine Isolierstation mit insgesamt 35 Betten wurden geschaffen. Zusätzliches pflegerisches und ärztliches Personal wird zum Beispiel auf dem Gebiet der Beatmung geschult. Geplante Operationen, die nicht zwingend notwendig sind, wurden abgesagt, um Bettenkapazitäten insbesondere Intensivplätze frei zu halten. Nicht benötigtes Personal nutzt die Zeit zu Hause, um Kraft zu tanken.

Angesichts der angespannten Versorgungslage ruft der Landkreis weiterhin zu Spenden von Schutzausrüstung auf. „Die Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste sind dankbar für jede Spende, die sie erhalten können“, sagt Marcus Bethmann, Leiter des Führungsstabes Covid 19 beim Landkreis Prignitz.

Das müssen Sie zum Coronavirus wissen

„Ausgehend davon, dass die unruhige Corona-Zeit länger andauern wird, ist es gut zu wissen, dass das Kreiskrankenhaus für schwerkranke Patienten (Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzschwäche, nicht aufschiebbare OPs, Behandlung von Unfallpatienten, Schmerzpatienten etc.) vollständig einsatzfähig ist“, so die Sprecherin. Das vollständige Krankenhausspektrum werde weiterhin ohne erhöhtes Infektionsrisiko vorgehalten.

Corona-Teststelle in Perleberg

Die zentrale Corona-Teststrecke in Perleberg an der Rolandhalle steht in dieser Woche zweimal für Abstriche zur Verfügung. Am Dienstag wurden 20 Abstriche genommen, am Donnerstag ist die Station in der Zeit von 9.30 Uhr bis 14.30 Uhr besetzt. Allein an der Rolandhalle sind seit dem 23. März 621 Corona-Testungen getätigt worden.

Die Corona-Teststelle in der Prignitz ist seit Montag, 23. März, geöffnet. Sie befindet sich in der Rolandhalle, Karl-Liebknecht-Straße 14, und ist als Drive-In konzipiert. Die Helfer in der Rolandhalle bekommen per Fax jeden Patienten übermittelt, der geprüft werden soll. Sie werden dann den Kontakt suchen und einen individuellen Termin vereinbaren.

Corona-Info in den Gemeinden:

Perleberg: 03876/78 14 44Pritzwalk: 03395/76080Wittenberge: 03877/95 14 00Amt Bad Wilsnack/Weisen: 038791/99 90 und 99 91 19Karstädt: 0338797/7 70 Groß Pankow: 033983/78 90Amt Lenzen-Elbtalaue: 03876/71 33 13Amt Putlitz-Berge: 03876/71 33 13Amt Meyenburg: 03876/71 33 13Gumtow: 03876/71 33 13Plattenburg: 03876/71 33 13

Info-Telefon der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Prignitz mbH

Kontakt: 03876/30 75 70

Veranstaltungen und Supermärkte

Alle öffentlichen Veranstaltungen sind im Landkreis Prignitz untersagt. Seit dem 18. März sind nur noch Geschäfte mit lebensnotwendigen Dingen geöffnet. Bars, Clubs, Diskos und Kneipen machten vorerst dicht. Auch Fitnessstudios, Schwimmbäder, Spielplätze, Sportplätze, Kinos, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen, Prostitutionsstätten und Bordelle sind geschlossen.

Angebote des Jobcenters

Das Jobcenter Prignitz stellt sich den aktuellen Herausforderungen: In Zeiten der Corona-Krise, in denen persönlichen Kontakte untersagt sind, besteht nun eine weitere Möglichkeit, rund um die Uhr mit dem Jobcenter Prignitz online zu interagieren. Es bietet ab sofort den neuen Postfachservice unter der Adresse www.jobcenter.digital an.

Dort kann man bereits seit Mai 2019 einen Antrag auf Weiterbewilligung online stellen oder Veränderungen mitteilen. Das Angebot wurde nun kurzfristig ausgeweitet: Wer einen Online-Zugang hat oder sich registrieren lässt, kann den Postfachservice nutzen, natürlich auch mobil über Smartphone.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter: www.jobcenter-prignitz.de.

Lesen Sie dazu auch: Covid-19-Liveblog für Brandenburg

Kreiskrankenhaus

Seit Samstag, 21. März, sind Patientenbesuche im Kreiskrankenhaus grundsätzlich untersagt. Ausnahmeregelungen: Entbindung = ein Besucher für maximal drei Stunden nach der Entbindung. Palliativbereich = je ein Besucher für eine Stunde. Kinder unter 16 Jahre = je ein Besucher für eine Stunde. Zugang ist nur noch über den Haupteingang möglich.

Männer sollten nicht mehr in den Kreißsaal dürfen, wenn ihre schwangere Frau oder Partnerin das gemeinsame Baby zur Welt bringt. So war es zuletzt allerorten zu hören. Die Verwaltung des Kreiskrankenhauses Prignitz präzisiert jetzt: Aufgrund der neuen Rechtsverordnung des Landes Brandenburg vom 22. März ist das Beisein einer Person während der Entbindung im Kreißsaal möglich. Eine Begleitung in den OP ist jedoch ausgeschlossen.

Öffentliche Einrichtungen

Öffentliche Einrichtungen sind in der Prignitz weitestgehend geschlossen. Die Kommunen haben einen Krisenstab eingerichtet. Von der Schließung betroffen ist neben Museen und Bibliotheken auch der Tierpark in Perleberg und das Freizeitzentrum der Stadt. Die Wochenmärkte sollen weiterhin stattfinden dürfen. Unterdessen hat der Landkreis und die Stadt Wittenberge eine Facebook-Seite eingerichtet, um in den sozialen Medien zu informieren.

Lesen Sie dazu auch: Facebook-Seite der Kreisverwaltung und Facebook-Seite der Stadt Wittenberge

Bürgertelefone

Die Städte und Gemeinden sollen weiterhin per Telefon erreichbar sein. Der Landkreis hat ein Bürgertelefon eingerichtet und ist unter 03876/713313. Gleiches gilt für die Stadt Wittenberge: 03877/951400 und die Stadt Perleberg: 03876/781444. Dort können sich Bürger mit Fragen zum Coronavirus hinwenden. Das Technologie- und Gewerbezentrum Prignitz hat eine Hotline für Unternehmen eingerichtet. Arbeitgeber der Region erreichen die Hotline unter der 03877/984110.

Infektionen

In Brandenburg sind die Infektionen mit dem Coronavirus weiter gestiegen. Hier eine stets aktualisierte Übersicht.

Geschlossene Behörden in der Prignitz

Alle öffentlichen Einrichtungen in der Prignitz sind seit dem 19. März für den Besucherverkehr geschlossen. Damit entfallen auch die Sprechzeiten bis auf Weiteres. Weiterhin sind die Mitarbeiter der Verwaltung nach wie vor telefonisch erreichbar. In dringenden Einzelfällen können Termine telefonisch vereinbart werden.

Sitzungen der Kommunalpolitik entfallen

Die Städte und Gemeinden handeln in Sachen Kommunalpolitik weitestgehend gleich. Vorerst sind alle Sitzungen vertagt. Die zu befassenden Beschlüssen liegen auf Eis. In Notlagen wären Eilentscheidungen möglich.

Mitteilung von Landrat Torsten Uhe

Die vom Land beschlossene Rechtsverordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird auch im Landkreis Prignitz einschneidende Auswirkung haben, so Landrat Torsten Uhe am Dienstagabend.

An der beim Landkreis eingerichteten Corona Hotline 03876-713 313 spielten diese Fragen bereits eine wichtige Rolle. „Wir spüren das hohe Informationsbedürfnis der Bürger“, so der Landrat. Sechs Telefone können gleichzeitig die Fragen der Prignitzer zum Thema Corona, Kitabetreuung und Einstellung des Schulbetriebes entgegennehmen. Darüber hinaus ging der Landkreis mit Facebook und Twitter ans Netz. Abonnenten können quasi in Echtzeit die regionalen Neuigkeiten aus der Verwaltung jetzt auch über diese Social Media-Kanäle verfolgen.

Täglich ist die Koordinierungsstelle Corona Prignitz für die Lagebeurteilung im engen Dialog mit den Städten und Kommunen sowie den Krankenhäusern.

Von MAZonline