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Pritzwalk Die Schnelleinsatzeinheit möchte demnächst umziehen
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13:37 04.02.2020
Das aktuelle Gebäude der Pritzwalker Einheit ist zu klein und daher möchten die Ehrenamtler in ein größeres Objekt umziehen. Quelle: Julia Redepenning
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Pritzwalk

Die aktuell 33 Mitglieder der Schnelleinsatzeinheit Pritzwalk sind laut Marc Histermann, Kreisbereitschaftsleiter des Kreisverbandes Prignitz des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), gut aufgestellt. Insgesamt 21 besitzen eine Sanitäterausbildung. Damit der Stand der freiwilligen Helfer auf einem so gutem Niveau bleibt, soll auch im Jahr 2020 wieder viel getan werden.

Suche nach einem neuen Quartier

Neben der Ausbildung der Männer und Frauen der Schnelleinsatzeinheit besteht der Wunsch, neue und einheitliche Dienstbekleidung anzuschaffen. „Schon 2019 wurden viele Ausgaben getätigt, auch für Kleidung“, sagte Mark Histermann.

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Doch eine Sache ist dem Team besonders wichtig: Die aktuelle Unterkunft, in der die Einheit untergebracht ist, platzt aus allen Nähten. Sie ist einfach zu klein. Aus diesem Grund wird schon lange nach einem neuen Quartier gesucht. Nun könnte Bewegung in die Sache kommen. Laut Histermann gibt es bereits einen Termin mit Pritzwalks Bürgermeister Ronald Thiel. „Wir suchen gemeinsam nach einer Lösung“, sagte er.

Ausgaben für Einsatzbekleidung und Treibstoff sind am höchsten

Vielleicht könnte schon Mitte des Monats eine erste Entscheidung fallen. Bei der Jahreshauptversammlung gab es noch weitere Gründe zur Freude. So können sich die Freiwilligen über zwei neue Notfallkoffer vom Landkreis Prignitz freuen. Für alle drei Bereitschaften gab es diverse Sachspenden. Pritzwalk erhielt zum Beispiel ein Werbebanner oder Einrichtungsmittel.

„Das meiste Geld wird für Einsatzbekleidung und Treibstoff ausgegeben“, erklärte Histermann. Ebenfalls muss regelmäßig Sanitätsmaterial erneuert werden. Des Weiteren dürfen sich alle Ehrenamtler über neue Beatmungsbeutel freuen.

Vier Einsätze im Jahr 2019

Schon im vergangenen Jahr bildeten sich alle freiwilligen Helfer weiter – ganz zur Freude des Kreisbereitschaftsleiters. Somit können sie im Ernstfall schnell und sicher handeln. Die Schnelleinsatzeinheit Pritz­walk wurde 2019 zu insgesamt vier Einsätzen alarmiert. Neben einer Hilfeleistung, bei der die Männer und Frauen eine Betreuungsstelle errichteten, waren sie ebenfalls eine wichtige Unterstützung der Feuerwehrleute die gegen den schweren Waldbrand in Jüterbog kämpften.

„Wir waren größtenteils für die Versorgung der Feuerwehren vor Ort zuständig“, erklärte Histermann. Zudem fuhr der Pritzwalker Katastrophenschutz nach Oranienburg zur Entschärfung einer Weltkriegsbombe. Dutzende Personen mussten an diesem Tag evakuiert werden, wobei die Schnelleinsatzeinheit die örtlichen Kräfte unterstützte.

Einsatzübung auch 2020 geplant

Nach der schweren Explosion in Berge, bei der eine Person später an seinen schweren Verletzungen verstarb, musste das Team ebenfalls ausrücken. „Zum Glück wurde der Einsatz wenig später abgebrochen“, sagte Histermann. Auf verschiedenen Veranstaltungen wie zum Beispiel dem jährlichen Reitturnier in Blüthen (Gemeinde Karstädt) sorgen die Helfer für Sicherheit und sind Ansprechpartner in verschiedenen Fällen vor Ort.

Eine große Einsatzübung steht 2020 auch wieder auf dem Plan. Diese fiktive Szenarien sollen alle Mitglieder auf einen echten Notfall vorbereiten. Alles wirkt an diesem Tag echt, obwohl es nur eine „ausgedachte Übungseinheit“ ist. Im vergangenen Jahr wurde ein langanhaltender Stromausfall simuliert.

Die nötige Unterstützung sicherte Marcus Bethmann, Sachbereichsleiter Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Prignitz den Angehörigen der Pritzwalker Einheit zu. Aus seiner Sicht sollen Feuerwehren und der örtliche Katastrophenschutz noch enger zusammenrücken und eine Einheit werden.

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Von Julia Redepenning

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