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Pritzwalk Dreifachlesung mit drei Autoren aus der Prignitz
Lokales Prignitz Pritzwalk Dreifachlesung mit drei Autoren aus der Prignitz
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16:16 24.10.2019
Cornelia Wriedt, Holger Bork und Rita Hagedorn (v. l. n. r.) lasen im Pritz­walker Kulturhaus. Quelle: Kerstin Beck
Pritzwalk

Allerorten gibt es momentan in der Prignitz Lesungen. So auch am Mittwochabend im Pritz­walker Kulturhaus. Aber hier war alles anders. Erst einmal waren die Plätze im Vortragssaal bereits am Samstag restlos ausverkauft, und dann waren es gleich drei – und dann noch lokale – Autoren, die auftraten: Cornelia Wriedt und Holger Bork aus Pritzwalk sowie Rita Hagedorn aus Kyritz.

Von ersterer war der Programmablauf zu erfahren: „Erst ist es seicht, dann wird es ernster und zuletzt kommt der Hammer!“

Liebesroman aus der Prignitz

Nein, seicht war der Anfang nicht, aber wohl für die 200 Gäste sehr unterhaltsam, denn es ging literarisch ins Prignitzer Hainholz und dann nach Kufahl, „nicht etwa nach Kuhbier, denn ich will keinem Prignitzer Dorf zu nahe treten“.

Hin zu Alexandra, einer Großstadtpflanze, die allein, ohne Geld, aber dafür mit einem alten Haus „auf dem Buckel“ ihre Zukunft meistern will. Geschrieben in einem Stil, der stets gespannt auf das weitere Geschehen macht, ist „Altes Haus und neues Glück – ein Liebesroman aus der Prignitz“. „Doch wie es weitergeht, lesen Sie bitte selbst“, schlug die 57-jährige vor, die zur Wendezeit in die Prignitz gekommen war, seitdem unzählige Bücher verfasst hat, sich zudem als Kräutersammlerin betätigt und Qi-Gong-Unterricht gibt.

„Das Leben, die Liebe und die Frauen“

Holger Bork dagegen sieht sich als Lebenskünstler. „Ich habe zuerst Jura studiert, dann aber in allen möglichen Bereichen gearbeitet“. Der 67-jährige, der sich auf Entspannungsübungen mit Klangschalen spezialisiert hat, hat seine Beobachtungen zur Natur und zu den Menschen zu Papier gebracht.

Zu „Das Leben, die Liebe und die Frauen“ hat der Autor jeden Gedanken, der ihm kam, sofort niedergeschrieben, „und manchmal musste ich deshalb sogar mit meinem Auto anhalten“. Wie etwa zum Lebensziel: „Der eine sagt, ich habe mein Ziel erreicht, der andere sagt, ich wollte mein Ziel erreichen und der nächste sagt, ich hatte kein Ziel“.

Ein Schutzengel ist immer im Dienst

Und wenn es bis jetzt im Saal schon still war, so wurde es bei Rita Hagedorn regelrecht mucksmäuschenstill. Die Kyritzerin, die seit 19 Jahren als Lebensberaterin für Energiearbeit tätig ist, sprach von ihrem Freund Wolfgang, der sie gedrängt hatte, ein Buch über ihre Erlebnisse zu schreiben.„Und da ich wusste, wie lange er noch zu leben hatte, habe ich mich beeilt und ihm am 16. Juni vor 237 Gästen im Kyritzer Kulturhaus gedankt. Vor drei Wochen ist er beerdigt worden.“

Und dann gab es erst einmal Ratschläge: Dass man sich immer an seinen Schutzengel wenden könne, sich nicht zu Voll- und Neumond operieren lassen solle und wie man überhaupt mit „herumgeisternden“ Seelen Verstorbener umgehen solle. „Immer freundlich!“ – „Und Menschen, mit denen man Probleme hat, sollte man „Verstand in den Kopf und Liebe ins Herz“ wünschen. Denn negative Gefühle fördern Krebs!“

Seelen verstorbener Tiere

Auf Drängen des Publikums las Rita Hagedorn dann auch – und zwar über Pferde-, Hunde- und Katzenseelen verstorbener Tiere, die die Lebenshelferin mit einem bestimmten Ritual „ins Licht“ schickte. „Denn nicht nur Kinder und manche Menschen, sondern auch Tiere können andere Seelen sehen!“

Nahezu 1000 Exemplare sind inzwischen von „Hilfe zur Selbsthilfe: Sich den Wahrnehmungen stellen ist einfacher, als zu leiden“ verkauft worden.

Und für die Anwesenden, die erst nach der insgesamt dreistündigen Veranstaltung zum Verkaufsstand gelangten, gab es noch etwas mit auf den Weg – ein großes Verzeihungsritual, das jeder, der wollte, mitmachen konnte. Denn: „Gutes geht immer!“

Von Kerstin Beck

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