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Pritzwalk Ein langer Weg bis zum ersten Spatenstich
Lokales Prignitz Pritzwalk Ein langer Weg bis zum ersten Spatenstich
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17:12 08.10.2019
Unweit des Pritzwalker Wasserturms sollen in naher Zukunft Einfamilienhäuser entstehen. Quelle: Stephanie Fedders
Pritzwalk

Zeit, Geld und gute Nerven – Attribute, die eigentlich Bauherren in Hülle und Fülle haben sollten. Doch in Pritzwalks Stadtverwaltung sind diese drei Aspekte schon viel Wert, bevor überhaupt an einen ersten Spatenstich gedacht werden kann – auf der Fläche an der Havelberger Straße, gemeinhin als künftiges Baugebiet „Am Birkenwäldchen“ bekannt. Nach einigen Rückschlägen gibt es jetzt aber Licht am Ende des Tunnels.

200 Messpunkte für die Untersuchung der Altlasten

Gut möglich, dass das Wort „Gutachten“ auf den Fluren des Bauamtes Kopfschmerzen verursacht, wenn es in Zusammenhang mit der Entwicklung der Fläche unweit des Wasserturms erwähnt wird, gibt es davon doch mehr als genug.

Das neue Pritzwalker Baugebiet wird südlich an das Birkenwäldchen angrenzen. Quelle: Stephanie Fedders

Zunächst wurde die Natur unter die Lupe genommen. Die jüngste Untersuchung wurde dann notwendig, da im Erdreich Altlasten liegen, die in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur aus den Augen, sondern auch aus dem Sinn verschwanden. Zwar ist über dem Bauschutt, der nach dem Stadtbrand von 1821 und der Katastrophe am Bahnhof 1945 angefallen und hier entsorgt worden sein soll, viel Gras gewachsen, doch ignorieren lässt er sich nicht. Erst recht nicht bei der angedachten Nutzung der Fläche.

Also rückten die Experten an und nahmen Proben. „Mehr als 200 Messpunkte wurden gesetzt“, berichtet Bauamtsleiter Halldor Lugowski. Bis zu sieben Meter tief wurde gebohrt. Mittlerweile gehen die Fachleute davon aus, dass hier Bauschutt in einer Größenordnung von rund 25 000 Kubikmeter lagert.

Bis Ende 2020 soll Baurecht geschaffen werden

Die betroffene Fläche wird nun aus dem für eine Bebauung vorgesehenen Gebiet ausgeklammert, erklärt Lugowski. Dennoch soll der Platz langfristig für 25 bis 28 Grundstücke reichen. Gut 6000 Quadratmeter stünden dann insgesamt zur Verfügung.

Erst einmal bedarf es aber eines neuen Entwurfs auf Grundlage des aktuellen Gutachtens. Diesen will die Verwaltung in der nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung präsentieren. „Im kommenden Jahr wollen wir dann die ersten Grundstücke verkaufen und bis Ende 2020 Baurecht schaffen“, sagt Lugowski und spricht von einem „greifbaren Ziel“.

Von Stephanie Fedders

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