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Pritzwalk 150 000 Euro Schaden nach Brand im Furnierwerk
Lokales Prignitz Pritzwalk 150 000 Euro Schaden nach Brand im Furnierwerk
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00:29 07.05.2018
Mit mehreren Schlauchleitungen und Angriffstrupps bahnten sich die Einsatzkräfte den Weg zum Brandherd.
Mit mehreren Schlauchleitungen und Angriffstrupps bahnten sich die Einsatzkräfte den Weg zum Brandherd. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Falkenhagen

Mit Blaulicht und Martinshorn ging es für die Feuerwehren aus Pritzwalk und dem Amt Meyenburg am späten Donnerstagabend in das Gewerbegebiet nach Falkenhagen. Dort brannte es im Furnierwerk. Schon auf Anfahrt kamen den Einsatzkräften dicke Rauchschwaden entgegen.

Vermutlich durch einen technischen Defekt fing ein Förderband in einer Produktionshalle Feuer, wie Stadtbrandmeister Volker Lehmann vor Ort berichtet. „Der Brand befand sich in einem Tunnel. Da konnten wir niemanden mehr reinschicken“, so Lehmann. Es kam zu einer massiven Rauchentwicklung. Eine Person musste mit dem Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation vom Rettungsdienst ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Einsatzkräfte sind in Stellung gebracht: Mit schwerem Atemschutz warten sie auf das Zeichen zum Innenangriff vorzugehen. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Man entschloss sich kurzerhand vorhandene Öffnungen zur Brandbekämpfung zu nutzen. Zusätzlich haben die Feuerwehrmänner weitere Löcher geschaffen. „Den Tunnel haben wir mit Löschschaum gefüllt, um den Brand zu ersticken“, so der Stadtbrandmeister. Mit zwei Rohren begaben sich die Einsatzkräfte zur Brandbekämpfung.

Löschanlage setzte ein

Nach etwa einer Stunde konnte „Feuer aus“ vermeldet werden. „Wir kontrollieren die Brandstelle ausgiebig, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern“, sagt Volker Lehmann. Dazu kam unter anderem die Wärmebildkamera zum Einsatz. Die Halle wurde von den Feuerwehrleuten ausgiebig belüftet und anschließend an die Betreiber und der Polizei übergeben.

Dick verqualmt waren große Teile der Produktionsstätte: Nur mühselig kamen die Feuerwehrmänner an den Brandherd heran. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

„Zusammen mit den Betreibern der Firma haben wir uns für dieses Vorgehen der Brandbekämpfung entschieden“, so Lehmann. Die Zusammenarbeit verlief nach seiner Ansicht reibungslos. Auch die automatische Löschanlage reagierte und setzte ein.

Kein alltäglicher Einsatz

Ob die Anlage währen der Inbetriebnahme Feuer fing, konnte nicht bestätigt werden. Die Anlage transportiert in der Regel die Holzreste aus der Furnieranlage zu Häcksler. „Der Eigentümer geht derzeit von einem Schaden in Höhe von 150 000 Euro aus“, beziffert Dörte Röhrs von der Polizeidirektion Nord.

Schnell war die Wasserversorgung aufgebaut: Nach nur einer Stunde konnte „Feuer aus“ vermeldet werden. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

„Das war schon eine besondere Situation vor Ort. Man kenne zwar die Betriebe, aber nicht alle Bereiche“, meint der Stadtbrandmeister. Es war aus seiner Sicht kein alltäglicher Einsatz, der von allen Einsatzkräften höchste Konzentration und Wissen abverlangte. Doch der Einsatz verlief reibungslos. Der Brand war schnell unter Kontrolle. Ein weiteres Übergreifen konnte erfolgreich verhindert werden.

Bis in die späte Nacht liefen die Restlöscharbeiten und Kontrollen am Brandherd. Erst nach drei Stunden konnten die 82 Einsatzkräfte aus Meyenburg, Gerdshagen, Preddöhl, Pritzwalk, Falkenhagen, Sadenbeck und Beveringen wieder abrücken.

Von Marcus J. Pfeiffer

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