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Pritzwalk Gespräch über Piste für nackte Wanderer
Lokales Prignitz Pritzwalk Gespräch über Piste für nackte Wanderer
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02:27 28.04.2018
Der Pritzwalker Ausschuss für Recht, Ordnung, Umwelt und Naturschutz beschäftigte sich tagt in der Waldschule im Hainholz erstmals mit dem Antrag auf einen Nacktwanderweg. Quelle: Bernd Atzenroth
Pritzwalk

Beschlossen wurde noch nichts, sondern erstmal informiert: Die Mitglieder des Ausschusses für Recht, Ordnung, Umweltsicherung und Naturschutz der Pritzwalker Stadtverordnetenversammlung ließen sich am Dienstag in der Waldschule im Hainholz erklären, was es mit einem Naturistenpfad auf sich hat.

Wie bereits berichtet, hatte Bernd Schaffrath aus Pritz­walk beantragt, einen solchen Weg einzurichten, an dem Menschen völlig entblößt in freier Natur wandern können. „Können Sie sich so etwas vorstellen?“ fragte der Ausschussvorsitzende Jean Duwe in die Runde.

Das Hainholz kommt dafür nicht in Frage

Und genau darum ging es in dem Gespräch: Sich darüber klar zu werden, ob die Stadtverordneten ein solches Vorhaben befürworten oder nicht. Gar nicht vorstellen mochten sich parteiübergreifend alle Anwesenden, dass es derlei im Hainholz geben könnte – darin waren sich alle einig. Allerdings hatte Schaffrath dies auch selbst gar nicht gewollt.

„An das FKK hatten wir uns auch gewöhnt“, meinte Heiko Möbius von der Pritzwalker Stadtverwaltung, „aber es wird nicht jeder damit umgehen können.“ Das wüssten auch die Naturisten, deshalb gebe es Warnschilder an ihren Wegen, von denen es zwei offizielle in Deutschland gibt.

Nacktwandern - bald auch in Pritzwalk? Quelle: Michael Otto/FKK-Museum

Möbius berichtete von einem Gespräch, das er mit Schaffrath am gleichen Tag geführt hatte. „Ich habe ihm erklärt, was möglich ist und was nicht.“ In dem Gespräch hatten die beiden drei Gebiete herausgesucht, in denen ein solcher Weg eventuell möglich sein könnte.

„Hinter der Autobahn“ oder im NVA-Objekt

Möbius nannte als erste Variante das Gebiet um den Sadenbecker Stausee „hinter der Autobahn“. Fiele die Wahl darauf, so müsste man sich mit dem Amt Meyenburg zusammensetzen.

Als zweite Variante wurde das Gebiet zwischen Buchholz und Groß Woltersdorf ins Spiel gebracht. Und als dritte Möglichkeit nannte Möbius das alte NVA-Objekt nahe Steffenshagen. Sollten die Eigentümer mitspielen, sähe er dieses Areal als besonders geeignet an.

Nicht länger als fünf oder sechs Kilometer

Mehr als eine Länge von fünf bis sechs Kilometern käme auf Pritzwalker Stadtgebiet sowieso nicht in Frage. Möglich wäre auch die Nutzung von Forstwegen, sofern diese gerade nicht von der Forst benutzt würden.

Nun müsse Schaffrath sagen, was er wolle. „Wir betrachten den Antrag als Vorinformation“, hieß es im Ausschuss. Grundsätzlich verbieten ließe sich ein solches Vorhaben nicht, lediglich, „wenn die öffentliche Ordnung gestört ist, müssen wir eingreifen“, erklärte Möbius.

Von Bernd Atzenroth

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