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Pritzwalk Pritzwalker hatten beim Herbstleuchten den Hut auf
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11:58 08.09.2019
Gut behütet zeigten sich viele Besucher und Gastgeber beim Pritzwalker Herbstleuchten. Quelle: Bernd Atzenroth
Pritzwalk

Als Fotograf war man beim diesjährigen Herbstleuchten am Freitag nicht alleine: Viele zückten ihre Handys, egal ob bei Sondervorführungen oder aber, wenn originell gewandete Menschen vorbeikamen. Insbesondere waren es diesmal die Kopfbedeckungen, die faszinierten. Die MAZ freut sich nun auf viele Schnappschüsse von der Veranstaltung, denn es gibt im Nachhinein noch einen kleinen Fotowettbewerb von dem motivträchtigen Ereignis. Dazu aber später mehr.

Hut war ganz groß in Mode am Freitag in Pritzwalk: Beim Herbstleuchten zeigten sich viele Besucher mit recht unterschiedlichen Kopfbedeckungen. Am Abend leuchtete und klang dann die Stadt wieder. Hier ein paar Eindrücke.

Das Gedränge in Pritzwalks Innenstadt war schon am Nachmittag riesengroß, und gefühlt gab es bei der siebten Auflage des Herbstleuchtens – Veranstalter sind gemeinsam die Stadt und die IG Innenstadt – erneut eine Steigerung bei den Besuchszahlen. Auch am Abend, als zunächst die Groovies mit einer Percussion-Show die große Zuschauerschar begeisterten und dann auch noch zum rhythmischen Mitklatschen animierten, bevor wieder einmal eine Feuershow den großartigen Abschluss bildete, war kaum ein Durchkommen rund um den Marktplatz, so voll war es diesmal. So groß war das Gedränge in der Innenstadt.Bernd Atzenroth

Und viele Pritzwalkerinnen und Pritzwalker waren auch ganz wörtlich „oben auf“. Sie waren dem Aufruf gefolgt und zeigten sich beim diesjährigen Herbstleuchten am Freitag gut behütet. Dabei gab es ganz unterschiedliche Herangehensweisen.

Manche Hüte waren blumengekränzt, andere strahlten wiederum Eleganz und Chic aus. Ein Damenquintett aus Pritzwalk zum Beispiel, dass auch Tour-de-Prignitz-erprobt ist, zeigte sich vor dem Rathaus mit seinen schönen Hüten. Direkt daneben blinkte die Kopfbedeckung der achtjährigen Shenaya aus Kyritz regelrecht. Zu sehen waren auch süße kleine Prinzessinen sowie Mutter und Kinder gemeinsam mit Hut. Anja Herrling zum Beispiel, die mit Sohn Julius fast im Partnerlook durch die Stadt ging.

„Wo kann ich mich hier umziehen?“

„Wo kann ich mich hier umziehen?“ fragte schon am frühen Abend eine ältere Dame bei Stil Männermoden – wo es immerhin für die Anprobe Umkleidekabinen gibt. Warum die Frau aber etwas anderes anziehen wollte, wurde an anderer Stelle deutlich – dort, wo Christa Pfeifer und Mitstreiterinnen von der IG Innenstadt viele Hutträgerinnen und -träger ablichteten.

Christa Pfeifer (l.) fotografierte viel gut behütete Menschen und trug dabei selbst eine stilvolle Kopfbedeckung. Quelle: Bernd Atzenroth

Unter den Fotos fand man auch besagte ältere Dame wieder, die sich gleich zweifach für schöne Bilder in Schale geworfen hatte. Nun gehört sie zu denjenigen, deren Bilder bewertet werden können. Am Ende waren es 74 Bilder, über welche die Besucher der Veranstaltung – es müssen tausende gewesen sein – abstimmen konnten.

Ein Riesenhut, gebastelt von Kindern der Kita Kinderland. Quelle: Bernd Atzenroth

Vier Sieger wurden letztlich ausgezeichnet: Marina Galenbeck trug demnach den schönsten Damenhut. Machmut Kosmala gewann mit seinem Indianer-Kopfschmuck in der Kategorie originellster Herrenhut. Die schönsten Prinzessinen unter den Abgebildeten waren die „Vier Jahreszeiten“, und das coolste Basecap trug nach Meinung der Abstimmenden Kalle Thiel. Ein Sonderpreis ging an die älteste Hutträgerin Hella Linow, die mit 94 Jahren noch eine tolle Eleganz ausstrahlte. Für sie alle gab es Innenstadttaler, das neue Zahlungsmittel der Innenstadthändler.

Fabelwesen beflügelten die Fantasie

Die Fantasie der Besucher wurde aber auch wieder von Fabelwesen beflügelt, die durch die Innenstadt zogen und am Abend genauso zu leuchten begannen wie Bäume, Gebäude und die über der Straße hängenden Regenschirme. Sie gehören mittlerweile einfach zum Herbstleuchten dazu.

Ganz toll auch, was sich Kita-Kinder, etwa von der Kita Kinderland, zum Thema Hut hatten einfallen lassen: Ihre Basteleien zierten die Innenstadt rund ums Rathaus.

Die Groovies sorgten mit viel Licht und Percussion für super Unterhaltung vor dem Rathaus. Quelle: Bernd Atzenroth

Darüber hinaus waren die meisten Geschäfte bis in den Abend hinein geöffnet. Bei Moni K. konnte man sich von den Machern der Schönhagener Mühle einen Matjesburger kredenzen lassen. Gut vertreten waren in der Meyenburger Straße wieder einmal die Steffenshagener, die mit Waffeln, Holundersiruo und anderem aufwarteten und noch einmal ordentlich die Werbetrommel für ihr Dorffest am kommenden Wochenende rührten.

Wie immer beim Pritzwalker Herbstleuchten zogen auch diesmal wieder Fabelwesen und tierische Gestalten durch die Stadt. Quelle: Bernd Atzenroth

Direkt daneben zeigten fast schon traditionell die Voltigierkinder, was sie draufhaben.

Wie bereits gemeldet, veranstaltet die MAZ auch einen kleinen Fotowettbewerb zum Herbstleuchten. Jeder kann seinen Lieblingsschnappschuss vom Nachmittag und Abend bis zum 13. September an prignitz@maz-online de schicken. Stichwort: Herbstleuchten. Die Bilder werden veröffentlicht, ein paar kleine Preise gibt es auch. Wir freuen uns auf alle Einsendungen.

Von Bernd Atzenroth

Beim Pritzwalker Herbstleuchten wälzen sich regelrechte Menschenmassen durch die im Dunkeln nun leuchtende Innenstadt. Es gibt Unterhaltung mit Percussion vor dem Rathaus. Die MAZ freut sich auf Schnappschüsse der Besucher von der Veranstaltung.

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